Vom Fug des Sinns

Schon Heidegger hatte sich mit seinen Mitphilosophen angelegt, als er meinte, das es eh keinen Sinn hätte, vom Sinn zu sprechen, da es, wenn überhaupt, nur ein Fug wäre, den der Sinn hätte, aber selbst das scheint nicht mal der Fall zu sein.
Was ist damit gemeint?
Wie gehe ich damit um?
Der Sinn einer Sache gibt vor, es würde der Sache etwas inneliegen, was der Mensch erkennen könnte und sozusagen der Sache eine Existenzberechtigung verschafft. Heiddeggers Ansatz vom Fug zu sprechen, zeigt uns, das er den Dingen diese Eigenschafft absprach und sie nur in einen Zusammenhang, in einem Rahmen sah. Maturana würde vermutlich von funktionalen Rückkopplungen sprechen, die selbstorganisiert bzw. autopoietisch entstehen. Na das macht jetzt die Sache wieder schwierig, und ich sehe keinen Sinn... ups! ...Fug darin jetzt und hier darauf einzugehen. Nehmen Sie es einfach erstmal hin. Dieser Gedankensplitter wird später an anderer Stelle noch eine Rolle spielen, denn mein virtuelles Gehirn wächst und.... :-)
Wichtig ist erstmal nur, das der Glaube an einen Sinn allein schon durch die Sprache noch lange am Leben gehalten wird und die Befreiung vom Sinn und die Eroberung des Fug ein Schritt in der Menschheitsgeschichte war, der äußerst große Folgen hatte. Darum kann ich auch noch immer von Sinn sprechen, wenn ich das Denken anderer Menschen meine, denn dort hat der Sinn noch seinen Fug, auch wenn es nur ein virtueller ist.
Ein anderer Ansatz mit dem Sinn umzugehen ist, das der Mensch den Dingen einen Sinn geben muß, weil er ohne nicht sein Weltbild aufrecht erhalten können soll. Es müßte also gefragt werden, ob tatsächlich eine entsinnte Welt existieren kann?