|
Von Anfang an Flucht nach vorn neuer Anfang oder die Geburt in der virtuellen Welt 2001 - Jahr überlebt 2002 - Überlebenskampf die tägliche Beschäftigung 2003 - Projekte aufbauen 2004 - das Jahr vor der Wende 2005 - Draussen 2006 - neue Hoffnung |
Von Anfang an Bernd Matthesgeboren: 1957 im neuen Stadtkrankenhaus Wolfsburg, Deutschland. Mutter wollte glatt die Treppe raufrennen und die Schwestern konnten sie gerade noch davon abhalten, um den Fahrstuhl zur Entbindungsstation zu nehmen. Nach der Geburt telefonierte ich dank des verständigen Artztes sofort mit meinem Vater. Ich sagte Waaaaaahh! :-) Das war wohl alles sehr prägend. Nach einer von Mutter und Schwester behüteten Kindheit erste positive Erlebnisse mit Schulähnlichen Strukturen im Vorschulkindergarten. Abgelößt vom Schulhorror in der damals noch Volksschule genannten Anstalt. Wechsel auf die Mittelschule, obwohl der Klassenlehrer davon abriet. Mein bester Kumpel durfte auf die Oberschule und ich wollte auch dahin, aber dank des Lehrers, der meine Eltern überreden wollte, das ich auf der Volksschule bleiben sollte, entschieden meine Eltern, man könne es ja erstmal mit der Mittelschule versuchen. Das Gespräch fand mit meiner Anwesenheit statt und ich hätte dem Lehrer, "Voigt" hieß er, umbringen können, so verletzt hatten mich seine Aussagen über mich. Das Schw***. Aber das war nur ein Anfang einer Schulkarriere, die immer ein Kampf gegen menschenverachtende Strukturen werden sollte. Die Mittelschulstory erspare ich euch. Auch da gab es eine Lehrerin, die mir nachweislich Knüppel zwischen die Beine warf und einmal bin ich sogar sitzen geblieben. Drei Jahre später erfuhr ich, das dies nicht einmal Rechtens war. Mein Hass auf die Willkür mancher Beamten stieg. Nach der Mittleren Reife (Was für ein Begriff) Übergang in die reformierte Oberstufe des Technischen Gymnasiums. Ich war im Rahmen der Schüler-Demos in den Jahren 74-76 inzwischen politisiert, Engagement im Schülerrat. Irgendwann zu einem der fünf Schulsprecher für 5000 Schüler gewählt. Später nach einem Einsatz für die Schüler in einer Gesammt-Konferenz vom Rektor unter Druck gesetzt, ließ ich mich abwählen. Sie hatten mich mit dem willkürlichen Anrechnen oder Aberkenne eines Kurses in der Hand, darum ließ ich mich schleunigst abwählen. Ich schrieb vortan teils unter Pseudonym in der Schülerzeitung "Dactylus". 1979 Abitur gemacht. Da ich bald Ersatzdienst leisten mußte ein halbes Jahr Ferien. Und dann das erstemal meine Heimatstadt von Innen betrachtet. Ambulante Altenpflege im Stadtgebiet Wolfsburg. Mit erschrecken das Elend der Vereinsamung alter Menschen hinter frisch gestrichenen Fassaden kennengelernt. Begegnung mit Sterbenden. Einen, der sich zum Sterben hingelegt hatte, konnte ich wieder genug motivieren und trainieren, das er wieder bis zum zwei Straßen entfernten Frisör spazieren konnte. Aber der Eine wiegt nicht die anderen auf. Festgestellt wie hilflos nicht nur ich, sondern alle eigentlich den gesellschaftlichen Strukturen ausgeliefert sind. Zu dieser Zeit nahm der Leistungsdruck in der Gesellschaft schon rapide zu. Alte, Kranke und Kinder merken das als erste. Aber ich gab die Hoffnung nicht auf wenigstens eine Kleinigkeit ändern zu können. Wohngemeinschaftserfahrungen, Job-Erfahrungen(darunter mehr als vier Jahre 12-Stunden Dauer-Nachtschicht), Redakteur bei der alternative Stat(t/d)zeitung "Gegendruck", Studium nach 5 Semestern abgebrochen, es winkte eine Arbeit in einem Computerladen, aber diese Hoffnung wurde nach einem Jahr durch Mobbing zerstört, nachdem ich mich weigerte Geschäfte mit der Bundeswehr zu machen (tztz wie kann man sowas auch von einem Kriegsdienstverweigerer erwarten?). |
Flucht nach vorn"Flucht nach vorn": eigenes Unternehmen gegründet "Ma-Comp". Nach dem Niedergang von Atari schuldenfrei ausgestiegen. Seit dem x-Versuche in irgendeinem Betrieb mit meinen Fähigkeiten anzukommen, null-Chance, die Wirtschaft war nicht bereit in Computertechnologie (Internet) zu investieren und ich hatte nie die richtige Kombination von Fähigkeiten. Frau kennengelernt und Familie gegründet. Versuch ein multikulturelles Zentrum zu gründen - fehlgeschlagen. Ein neues Projekt "Das W3 internet-Telebüro" nach zwei Jahren Absprung von diesem Projekt, das mangels Aufträge und wegen von Außen initierten Problemen vor sich herdümpelte. |
neuer Anfang oder die Geburt in der virtuellen WeltNun ein neuer Anfang. Milanstation.de. Diesmal ein zweites Standbein, also nicht nur Einstieg in den wieder erwachenden Atari-Markt, sondern zusätzlicher Geschäftszweig Web-Design. Vielleicht finde ich so endlich einen Platz in dieser Konsum- und Leistungsorientierten Gesellschaft und kann doch noch ein klein wenig vom Kuchen ergattern :-) Glauben Sie nicht ich sei depressiv, obwohl ich es nach meiner Geschichte sein müßte. Glauben Sie nicht ich sei verbittert, obwohl mir schon übel mitgespielt wurde. Ich weiß, warum ich wann welche Entscheidung getroffen habe und welche Folgen und Nachteile ich daher zu tragen habe. Das wichtigste ist mir, am Ende meines Lebens im Spiegel ins Gesicht sehen zu können, und dann sagen zu können: Du hast nicht geschleimt, du hast dich nicht selbst verraten, du hast dich für die Gemeinschaft eingesetzt, du hast alles versucht, was du konntest, um es besser zu machen als deine Ahnen, denn dies war deine Aufgabe, die deine Ahnen dir gegeben haben. Du hast versucht die Leihgabe deiner Kinder, die Welt, korrekt zu behandeln und für sie zu erhalten. Du hast dich ganz eingesetzt auch wenn du vielleicht nicht das erreicht hast was du wolltest. Mehr konntest du nicht tun. Bernd, im Jahr 2000 |
2001 - Jahr überlebtEin weiteres Jahr überlebt. Viele neue Erfahrungen gemacht. Das eine Standbein, der Atari-Markt ist nun doch weiter in Richtung Orkus maschiert, weil der Milan 2 gecancelt wurde und der angekündigte Milan 3 noch immer auf sich warten läßt. Ein paar Kunden im Webdesign-Bereich sind ganz zu frieden mit mir, aber richtig vorwärts geht es nicht. Was soll ich auch erwarten? Die großen haben bessere Polster um mit Dumpingpreisen Werbung machen zu können. Dagegen kann ich nicht anstinken. Was soll's ich habe keine Wahl, weiter geht's. Allerdings habe ich inzwischen ein paar Entscheidungen getroffen, die auch milanstation verändern werden. Der TOS-Bereich wird konzentriert und das Schwergewicht auf andere Bereiche verlagert. Traurig aber wahr. Mit dem 11. September hat sich auch meine Welt verändert. Eine schon länger gemachte Recherche zu Geheimdiensten und ihren negativen Auswirkungen auf die Weltgesellschaft drängt durch das die Welt erschütterten Ereignis in den Vordergrund. Auch das wieder ein Projekt das kein Geld bringt, aber wenn ich mein Demokratieverständnis ernst nehme, dann muß ich irgendwas unternehmen gegen die Tendenz einem selbsternannten Weltpolizisten das Feld zu überlassen. Schließlich haben die Ereignisse massiven Einfluß auf mein Heimatland. Aber auch im geschäftlichen Bereich hat sich etwas getan. Ich habe inzwischen eine weitere Web-orientierte Computersprache gelernt und die ersten Ergebnisse geben den Weg vor zu neuen Leistungen die ich anbieten kann. Hoffentlich bringt das nächste Jahr ein paar mehr Aufträge, denn meine Familie steht zwar hinter mir, aber solange ich es nicht schaffe wirklich Fuß zu fassen und endlich den Bereich erreiche, bei denen andere sich erst trauen zu beginnen, ist der ständige Existenzdruck Gift für die Beziehung. Bernd, im Jahr 2001 |
2002 - Überlebenskampf die tägliche BeschäftigungNochimmer kein Polster geschaffen und jedem kleinen Auftrag hinterherjagend ist der Überlebenskampf die tägliche Beschäftigung. Im Frühjahr 2002 ist die neue Version meiner Perlscripte fertig geworden, doch die letzten gewonnen Erfahrungen haben die nächste Version bereits angestoßen. Der Atari-Bereich schrumpft weiter und dieses Jahr wird sich entscheiden ob der Calamus-User-Point bestehen bleibt. Zufrieden kann ich eigentlich nur über die Free-Mind-Zone sein. Die Hitzahlen, die ich dort erreiche haben den Schwund im Atari-Bereich nahezu kompensiert. Allerdings bringt das kein Geld. Weitere alternative Einkommensquellen müssen gefunden werden. Im Herbst Einstieg ins Netzwerk-Marketing eines Tefon-Anbieters. Vielleicht kann ich damit für genügend Residial-Einkommen sorgen. Bernd, im Jahr 2002 |
2003 - Projekte aufbauenProjekte die ich momentan unterstütze, initiere, betreibe: - Free-Mind-Zone - Politische Kommentare, geschichtliche Hintergründe, soziologische Gedanken, philosophische Frage... All das gut durchmischt ist die Free-Mind-Zone. - GFA-H-Util - Eine Umsetzung des bekannten Hypertext in HTML und Erweiterung bzw. Weiterpflege - TOSDOK - Beginn einer umfassenden Dokumentation des Atari-Betriebssystems und der Programme die darauf laufen - MDP - Überarbeitung und Weiterführung des MiNT-Doku-Projekts - RedAktion-TOS - War die etwas andere Online-Zeitung für Atari-Freaks und politisch Interessierte und wird nun zur zentralen Seite aller TOS-Aktivitäten von Milanstation.de - K.u.K. - Kunst und Kultur auf Milanstation.de - Soll einmal eine Sammlung von Werken verschiedener Künstler aus verschiedenen Bereichen werden, ergänzt durch Kritiken und Veranstaltungshinweisen. Bisher sind Werke von Zora Becht und mir gesammelt und der Musik-Bereich enthält die ersten Kritiken. Leider hat uns inzwischen Zafer Ramazanoglu verlassen und Zora Becht ist gestorben. - virtuelle Welt - Der Versuch eine Link-Liste einmal ganz anders zu organisieren (noch im Aufbau befindlich) - Mach-Es-Software-Serie Meine Programmier-Projekte, die allerdings(GFABASIC-mäßig) in der letzten Zeit etwas zu kurz gekommen sind. - TOS-System-Service - Das Test-Projekt für meine Perl-Programmierung. Seit 11'2003 aus dem Netz entfernt und durch folgendes Projekt ersetzt: - Mach-Es - Web-Controll-Center - Die Basis ist gelegt und ich hoffe das ich noch vor Ende 2003 die zweite öffentliche Version fertigstelle. Weitere Referenz: - ViKi - Mein erster dauerhafter Kunde Videos, DVD, Playstation, Handys |
2004 - das Jahr vor der WendeEndlich komme ich dazu wiedermal zusammen zu fassen, was geschehen ist. Aber daran können Sie erkennen wieviel Stress in den nun folgenden Jahren abging. Im Frühjahr 2004 hatte ich nocheinmal begonnen meine Perlscripte auf eine neue Basis zustellen. Doch das konnte die Firma sicher nicht nach vorne bringen. Die schon lange fortgeführten Forschungen für eine neue Theorie drängten immer mehr in den Fordergrund. Parallel dazu trafen immer mehr Vorhersagen bezüglich der politischen Entwicklung ein und als dann die Hartz-Regelungen diskutiert wurden, mußte eine Lösung gefunden werden, denn die Theorie Widersprach den politischen Vorgaben. Eine Radio-Sendung mit Peter Kafka postmortem war das Schlüsselereigniss das alle Mosaiksteine zusammenfügte und eine Initialzündung bewirkte. Das erste 70-seitige Konzeptpapier ging an SPD und Grüne. Aussitzen isteine Reaktionsform Bestreben nach Unabhängigkeit läßt mich suchen. Ich finde eine "Geldmaschine", verbinde sie mit dem politischen Gedanken und heraus kommt die Idee des Partizipation-Info-Magazins. Erste Schritte alle Resourcen auf dieses Ziel einzustimmen. Dann eine Reihe von Rückschlägen finanzieller Art und Ausfall Teile der gesammten Infrastruktur: Telefonrechnung erstnichtbezahlt, dann bezahlt und dann doch kein Anschluss, weil es für die Sicherheitsleistung nicht reicht. Zuspitzung derpolitischen Lage durch in Kraft setzen der Hartz-Regelung zum 1.Januar 2005 |
2005 - DraussenJetzt läuft die Domain erstmal ohne Pflege und später auch ohne Aktualisierung.Als dann auch noch das Auto ausfiehl und der Widerspruchs beim Amt erwarteter Weise nichts brachte, mußte ich also auf das mir zustehende verzichten. Was sollte ich anderes tun, als einen Hungerstreik, der darauf aufmerksam machen sollte, was hier vorgeht. mehr als drei Wochen Hungerstreik!- Der Staat hätte mich krepieren lassen. Das ist also die Realität der Individual-Rechte die uns das Grundgesetz garantiert. Der Kampf würde lang dauern. Länger als ich Anfangs erwartet hatte. Ich befinde mich seither im Krieg. Zuerst einmal ein persönlicher Krieg. Weil mir etwas zusteht was mir der Staat verweigert. Würde und freie Entfaltung der Persönlichkeit. Da ich nicht ohne diese beiden Werte leben kann und will, muß ich sie mir nehmen. Ich muß also auf den entwürdigenden Prozess der deutschen Sozialabsicherung verzichten, um meine Würde zu erhalten. Und ich muß einen Krieg führen gegen das Konkurrenz-System, das verantwortlich zumachen ist für die Zerstörung demokratischer Werte. Denn eine freie Entfaltung der Persönlichkeit ist unmittelbar damit verbunden, das die Gewalt minimiert wird. So widersprüchlich das klingt, aber ich führe einen gewaltfreien Krieg gegen das Konkurrenzsystem. |
2006 - neue HoffnungMit diesem Jahr steigt die Hoffnung wieder. Ein Sponsor ist gefunden für die DSL-Leitung und zumindest im Web geht es jetzt wieder vorwärts.Erste Aufgabe: Milanstation aufräumen - in Arbeit Zweite Aufgabe: PIM-Login testen und starten - ok Dritte Aufgabe: Partizipations-Netzwerkseite entwickeln - in Arbeit Vierte Aufgabe: Forum Milanum aktivieren - in Arbeit Fünfte Aufgabe: FMZ-pflegen und erweitern - in Planung Eine genaue Beschreibung/Verlinkung der Projekte erfolgt erst gegen Ende des Jahres - Sorry! |