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Vom Familienunternehmen zur BRD-GmbH (Gelesen: 386 mal)
freierMilan
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Der Betreiber der Site
mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
Vom Familienunternehmen zur BRD-GmbH
22.02.2015 um 00:49:01
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Ach du meine Güte, werden einige sagen, jetzt wieder das Thema "BRD-GmbH" - Na nicht ganz richtig, schließlich geht es hier eigentlich um etwas anderes.
Warum ist das für viele Menschen ein solches Reizwort und zugleich für ebensoviele ein solcher Augenöffner und warum erstaunt das überhaupt jemanden?
Frage ich die Menschen, ob sie wissen, was ein Staat ist, dann kommt ein völlig selbstverständliches JA, na klar weiß ich was ein Staat ist.

Da gibt es die Einen, die noch fest an den Staat glauben und an das Recht und das alles mit Rechten Dingen zuginge oder zugehen sollte. Und da gibt es die anderen, die alles was mit Staat und Kommerz zu tun hat als eine unendliche Lüge und Betrug betrachten. Und natürlich die schweigende Mehrheit, die sich über Staat keine Gedanken machen, außer sie werden konkret durch irgendwas oder irgendwen drauf angesprochen.

Aber kaum Einer erkennt die wirkliche Struktur, in der wir schon lange leben und die uns geprägt hat in unserem Denken und Fühlen.

Gehen wir aber ruhig etwas systemischer vor, es ist hier ein großes Thema zu bewältigen und das bedarf einiges Hintergrundwissen, auch wenn die These ansich so einfach, so naheliegend ist, das wir es zuerst nicht glauben wollen.

Die These ist: jeder bisherige Staat ist ein Geschäft.

Wie bitte, nicht nur die BRD-GmbH ist ein Geschäft, sondern jeder Staat?

Schauen sie genau hin und sehen sie die Struktur an und nicht nur auf die Aufmerksamkeit heischenden Informationen das die BRD-Organe als Geschäfte in einer entsprechenden Datenbank mit Kennungen geführt werden. Sowas sind nur bestätigende Indizien, die natürlich in der Vergangenheit nicht gefunden werden können, weil es solche Datenbanken da nicht gab.

Um sagen zu können, das alle Staaten bisher Geschäfte waren und noch sind, müssen wir herausfinden, was ist gleich bei einem Vergleich zwischen Staat und Geschäft und was ist unterschiedlich.

Vielleicht ist es einfacher, wenn wir mit den Unterschieden anfangen.

Der Staat sind wir, wird gesagt, aber nicht jeder ist Geschäft oder?

Der Staat kann Steuern erheben, das Geschäft nicht.

Der Staat kann Gesetze machen, das Geschäft nicht oder?

Der Staat kann Richter einsetzen, das Geschäft kann das nicht.

Der Staat kann Krieg führen, das Geschäft...?

Ich glaube, das diese Gedanken schon genug sind und obwohl ich mir Mühe gegeben habe, finde ich eigentlich nichts, was wirklich definitiv und auf den ersten Blick eindeutig unterschiedlich ist zwischen Staat und Geschäft. Manches hat vielleicht unterschiedliche Namen, aber doch gleiche Funktionen.

Gehen wir den Gedanken einmal nach.

Der Staat sind wir, wird gesagt, aber nicht jeder ist Geschäft oder?
Weil wir glauben, das wir der Staat sind, fällt uns nicht auf, das wir die Produktionsanlagen des Staates sind, die an der Börse gehandelt werden. Eine Staatsanleihe baut nämlich darauf auf, das der Staat über die Steuern eine Einnahmequelle hat, deren Höhe in Abhängigkeit der Arbeit ist, die die Menschen leisten, die Steuern zahlen. Manche verfolgen dieses Thema sehr in die Tiefe und ermittelten bei verschiedenen Staaten Zusamenhänge zwischen der Geburtsurkunde und Börsenpapieren. Der Staat beleiht also die zukünftige Arbeitskraft seines Volk und erhält dafür Geld, das natürlich irgendwann wieder mit Zinsen fällig wird.

Ein Geschäft nimmt Schulden bei der Bank auf und die Arbeiter dieses Geschäfts müssen Produkte herstellen und diese Schulden werden aus dem Verkauf dieser Produkte bezahlt. 
Nun sagen sie mir mal wo liegt nun der Unterschied?
Richtig in dem Glauben, das wir der Staat sind und nicht das Geschäft und doch sind wir nur die Produktionskräfte des Staates.
Wir wollen nicht sehen, das dies das Gleiche ist, weil es uns die Ohnmacht vorführt wie ausgeliefert wir dieser Struktur Staat sind.
Wir denken, wir könnten mitbestimmen, was im Staat passiert, Gesetze machen und so, aber, wenn wir genau hinschauen, machen das nicht wir, sondern gewählte Aufsichträte, die eigenständig frei nach ihrem Gewissen handeln können. Das geschieht im Staat ebenso wie im Geschäft.

Der Staat kann Steuern erheben, das Geschäft nicht.
Nun, da scheint doch was dran zu sein oder? Immerhin bestimmt der Staat einfach die Höhe einer Steuer und treibt sie vom Volk ein. Ein Geschäft hat es etwas schwieriger, denn es muss ja etwas als Gegenleitung bringen damit es Geld bekommt. Und eigentlich macht der Staat das auch. Er verkauft soziale Sicherheit und Sicherheit vor Kriegen oder Terroristen.
Das Geschäft muss aber etwas von seinem Gewinn an den Staat abgeben. Das ist doch ein Unterschied oder?
Naja, der Staat muss auch was abgeben, die Zinsen an die Banken und die Finanzmittel für überstaatliche Organisationen. Der Unterschied ist eigentlich kaum zu spüren. denken sie nicht auch?

Der Staat kann Gesetze machen, das Geschäft nicht oder?
Es ist klar, der Staat macht mit der Legislative die Gesetze, aber auch ein Geschäft macht Gesetze, nämlich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Zwar müssen sich diese bestimmten Gesetzen des Staates unterordnen, aber auch der Staat kann nicht einfach so Gesetze machen. Er muss sich den internationalen Vereinbarungen unterordnen, wenn er keine Vollsouveränität hat und welcher Staat hat das heute noch? Und dann sind da noch die Marktgesetze usw.
also wieder kein wirklicher Unterschied, auch wenn es vielleicht fast so aussieht und dieser winzige Unterschied gefeiert wird wie im Theater die tausendste Vorstellung eines Stückes.

Der Staat kann Richter einsetzen, das Geschäft kann das nicht.
Nun jetzt haben wir aber was brauchbares oder? Schauen wir aber mal, ob auch das Geschäft Richter einsetzen kann.
Manche Branchen haben schon lange eigene Richter z.B. die Anwälte oder die Ärzte. Dann sollten wir sehen, das immer dann, wenn sich Branchen selbst kontrollieren sollen, eine Art Richter, der kein Staatsrichter ist, existiert. Für die Börse z.B. die Rating-Agenturen und siehe da, dort werden sogar Staaten geratet.
Trotzdem hier würde ich fast sagen, das dies ein Unterschied sein könnte, jedenfalls dann, wenn ich ausblende, wie oft Lobbyisten Einfluß auf die Gesetzgebung nehmen und wie oft dadurch den Richtern ein Recht als Handwerkzeug gegeben wird, das sie zum verlängerten Arm der Konzerne werden lässt. Und wir kommen hier an einen Fakt, der schon lang diskutiert wurde, aber noch immer nicht trotz der Offenkundigkeit beseitigt wurde. Wir reden von der Gewaltenteilung (die eigentlich eine Gewaltentrennung sein müsste) Wer werte Leserinnen und Leser bestimmt wer Verfassungsrichter wird?
Prüfen sie nach was in ihrer sogenannten Demokratie passiert. Es ist erschreckend wie das Justizministerium die Justiz als ihre Generalstaatsanwälte mit militärischer Befehlskette am Gängelband hält. Volksgerichtshof war gestern. Heute ist es schlimmer aber versteckter. Worin besteht nun der Unterschied, wenn es darum geht, wenn bei Geschäften die Selbstregulierung immerwieder angewandt wird und Gremien geschaffen werden, die scheinbar neutral den Markt regulieren?

Der Staat kann Krieg führen das Geschäft...?
Nun diesem Argument kann ich nicht mehr zustimmen, denn längst wurden Kriegsstrategien auf die Wirtschaftsebene übertragen mit Hilfe ganzer Institute wird diese wirtschaftliche Kriegstechnologie verbessert. Der Gegner ist der Konkurrent und der Kunde.

Irgendwie schaffe ich es nicht einen wirklichen und frapierenden Unterschied zu argumentieren. Vielleicht kann ja eine der Leserinen  oder ein Leser hier tatsächlich in den Kommentaren einen Unterschied zwischen Staat und Geschäft formulieren. Und dann schauen wir mal, ob es wirklich einen Unterschied gibt.

Gehen wir die Sache mal etwas historisch an, vielleicht hilft uns das weiter.

Wir brauchen ja nicht in die alten Stadtstaaten der Griechen gehen, um dort festzustellen, das selbst im Ursprung der Demokratie die Aufgaben des Staates waren die gemeinsamen Interessen der Eingesessenen zu regeln.
Dorf(Demos)Herrschaft(kratie) - da saßen die alteingesessenen Menschen und stimmten über das Wohl der Gemeinschaft ab, regelten alles vom Gerichtsverfahren bis hin zu Infrastrukturfragen oder Krieg. Meint ihr ernsthaft, das dort alle teilgenommen haben? Das Fremde und Zugezogene das gleiche Recht hatten und das es in Griechenland keine Sklaven gab?  Ich glaube das wäre eine Illusion. Und wir glauben die heutige Demokratie in unserem "Staat" sei eine besondere Errungenschaft. Weit gefehlt, wir haben die Aufgabe aus dem was ist etwas zu machen was unserer Vorstellung von Demokratie entspricht und bei dem wir nur Anregungen von den Griechen nehmen können.
Schauen wir, was noch alles in dem drin ist, was wir heute "unseren" Staat nennen.
Die BRD ist eine Republik. Woher kommt das Wort? aus dem lateinischen also von Rom, Rom hatte die erste Republik - Res publica - die Sache des Volkes. Hier hat das Volk seine Sache verwaltet. Wurde hier das Volk verwaltet und wenn ja wie?
Der römische Vollbürger konnte sich überall selbst vertreten. Im Senat saßen nur Vollbürger. diese mussten ihr Grund und Boden in Rom haben und sie mußten noch alle Rechte haben. Die Einschränkung des Rechtsstatus wir capitis deminutio genannt.
capitis deminutio minima war der Verlust des Famileinrechts
capitis deminutio media der Verlust des Heimatrechts und galt für Fremde in Rom
capitis deminutio maxima war der Verlust allen Rechts und derjenige war dann Sklave und wurde als eine Sache behandelt.
capitis deminutio maxima ist in etwa das Gleiche wie der bürgerliche Tod oder die Exkommunikation.
Also über die unterschiedlichen Rechtsstati werden dort also nicht einfach nur Sachen verwaltet von den Bürgern, sondern in einer Republik werden auch die zu Sachen gemachten Menschen verwaltet. Und ehrlich ist das heute hier anders?
Glauben sie wirklich, sie haben in dieser Scheindemokratie einer Republik (Sachverwaltung)  tatsächlich die Freiheit mitzubestimmen, indem sie alle 4 Jahre einen Diktator wählen, ihr Stimme in einer Wahlurne versenken und nur darauf hoffen können, das der Diktator das richtige tut.
Rom war das Imperium und nicht einfach nur ein Staat, wie es im heutigen Sinne verstanden wird. Das müssen wir uns bewußt machen: christliche Kirche und römischer Staat wurden eins nach dem Jahr 325 n.Chr.!
Das Wort Staat wurde erst viel später zu einem Begriff, der Bedeutung bekam. Machen wir also einen Sprung in die Zeit des Absolutismus.
Der absolutistische König war wie ein römischer Vollbürger ein Patriarch, einer der alle Rechte besaß und sie vererbte. Er konnte über alles bestimmen hatte in seinem Reich(Imperium) keinen Konkurrenten und war nur Gott unterworfen (also seit es den Pontifex maximus, den Papst und Brückenbauer gab der Kirche)
Er regierte sein Reich und sorgte dafür, das alle Geschäfte in diesem Reich ihm zuarbeiten. Ganz so, wie es ein Unternehmer heute tut der verschieden Abteilungen in seinem Unternehmen koordiniert. Ludwig dem 14. der Sonnenkönig wird unterstellt, er hätte gesagt, "Ich bin der Staat". Was bedeutet das? Staat im Sinne von Status - Der König hatte den höchsten Status und ihn umgab der Hofstaat - also die loyalen Funktionsträger, um die Macht des Königs auch anwenden zu können. Im Hofstaat sind 1. und 2. Stand also die adlige Familie und der Klerus. Der dritte Stand hatte keine politischen Rechte. Als der König dann in finanzielle Schwierigkeiten kam, ließ er die verschiedenen Stände zusammen tagen - das war ein Fehler.
Denn auf dieser Versammlung der Stände passierte es: die Frage "Was ist der dritte Stand?" mit der Antwort "Nichts!" war der Aufhänger, der zum Ballhausschwur führte und die erste französische Revolutionsverfassung entstehen ließ.
Nach dieser Zeit in den nachfolgenden Verträgen können wir die folgende Formulierung finden:
Der König, sein Staat, seine Bürger und seine Untertanen.
Fällt Ihnen etwas auf?
Staat und Bürger und Untertanen werden getrennt aufgeführt.
Warum sprechen wir von Staatsangehörige und nicht von Staatzugehörige?
Was sind Angehörige was sind Zugehörige?
Aber hier verlassen wir ein wenig das Thema, was ich in meinem Materialband zum Gesamtwerk "Die Partizipathie" weiter ausführe.
Der feudale Staat ist ein Familienunternehmen und wird patriarchisch geführt. Die einzigen Konkurrenten sind andere Familienunternehmen und sie zu bekämpfen bedeutet seine Familie zu schützen und Einfluß zu vergrößern (sprich Land erobern).
Entscheidend zu erwähnen ist aber bei dem Sturz des Absolutismus, das nicht alle Bürger politische Mitwirkung erhielten, sondern nur die, die auch Steuern zahlten und in dem Maße wie hoch ihre Steuern waren. Politische Mitbestimmung wird durch Steuern erkauft!

Nachdem die amerikanische und die französische Revolution gelaufen sind, bildete sich eine neue Art Staat das Gesellschaftsunternehmen mit voller Haftung. Ja eine weitere Art des Unternehmens und wie wir sahen wird hier deutlich, das die politische Mitwirkung eine Ware ist,
Die Gesellschaftsunternehmen zu diesem Zeitpunkt hat volle Haftung und das blieb gerade mal einhundert Jahre.
Der nächste Schritt war, das durch permanentes Kriegsrecht (ab 1861) neben der normalen Staatlichkeit eine zweite Ebene entwickelt wurde, die später von Eisenhower als der militärisch-industielle Komplex bezeichnet wurde. 
Bisher haben die meisten, die in diesem Bereich forschen, nicht verstanden, das dieser Komplex weit älteren Ursprungs ist.
Das Kriegsrecht ist ein Recht, das vorhandenes Recht in besetzten Gebieten überlagert und die Ordnung in besetztem Gebiet ist immer nur ein Verwaltungsrecht kein wirkliches Recht.
Aber die Menschen brauchen die Ordnung und gewöhnen sich an etwas, was sie nicht durchschauen in seiner Konstruktion Hauptsache der Bauch ist voll und das Gefühl der Sicherheit ist da.
Nur um das nochmal kurz darzustellen:
Feudaler Staat = Familienunternehmen
Gesellschaftsstaat = Gesellschaftsunternehmen mit voller Haftung
besetzter Staat = Gesellschaftsunternehmen mit beschränkter Haftung

Und was ich nur so komisch finde ist, das dieses Wort
"BRD-GmbH"
ein solches Reizwort ist.
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« Zuletzt geändert: 23.02.2015 um 10:47:33 von freierMilan »  

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
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tsching
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ich liebe die milanstation

Beiträge: 553
Re: Vom Familienunternehmen zur BRD-GmbH
Antwort #1 - 23.02.2015 um 13:10:44
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....danke bernd, du denkst das, worauf die meisten nicht kommen öfter mal zum ersten mal und es ist so befreiend
Smiley
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ständig bereit den intellektuellen überbau über bord zu werfen
 
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Kiona


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Antwort #2 - 27.03.2017 um 10:25:15
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Those scarves are beautiful! You have a really great blog here.  I enjoy each post.  It's so nice to see everyone is faaieonsblh, not just the young.  Thank you for sharing this!
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Lavigne


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Antwort #3 - 27.03.2017 um 10:33:34
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Anthony, I meditate daily. It helps to clear the mind. We ca;#7821&nt control the thoughts that pop in our heads but we can control how we deal with them. Where do you live? I grew up fairly close to Lake Erie in Youngstown, Ohio. Mark
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Vom Familienunternehmen zur BRD-GmbH
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