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Souveränität - Freiheit - Gerechtigkeit - Friede (Gelesen: 227 mal)
freierMilan
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mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
Souveränität - Freiheit - Gerechtigkeit - Friede
09.01.2015 um 17:47:38
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Werte Leserinnen und Leser,

auf meiner Freiland-Konzept-Reise und der dafür notwendigen Promotionarbeiten bin ich in letzter Zeit immer wieder auf das Wort Souveränität gestoßen. Schon in einem meiner Videos Nachrichten aus dem schwarzen Loch wies ich darauf hin, das dieses Wort vom lateinischen superanus abgeleitet wurde. Damals war es gewissermaßen ein Augenöffner, ja sogar fast wie ein Witz der Geschichte, doch trotzdem seither dieser Zusammenhang tatsächlich Kreise gezogen hat (Politprofiler, Sürmelie und andere Weisen darauf inzwischen hin) scheint es mir doch noch lange nicht wirklich verstanden zu sein, was es überhaupt bedeutet dieses Wort, Souveränität und wie es wortmagisch verbogen wurde.
Das Wort Souveränität (frz. souveraineté, aus mittellat. superanus, „darüber befindlich, überlegen“)  wurde von Jean Bodin definiert. Wikipedia schreibt dazu:
Zitat:
In seiner Schrift "Sechs Bücher über den Staat" definiert Jean Bodin (1529/1530–1596) den Begriff Souveränität als die höchste Letztentscheidungsbefugnis im Staat. Nach Bodins Konzeption der absoluten Herrschaft sollte diese Befugnis stets nur der Person des Königs zukommen, prinzipiell unteilbar sein und es dem Herrscher ermöglichen, Recht auch gegen den Willen der Untertanen verbindlich setzen zu können.


Das ist natürlich sehr sanft ausgedrückt, farblos wie wir es von wikipedia ja kennen.
Und natürlich unterlag dieser Begriff einiger Kritik und einigen Wandlungen, doch ich gehe immer davon aus, das ein Begriff geschaffen wird, um eine bestimmte Funktion zu beschreiben, die vorher nicht beschrieben wurde und diese ursprüngliche Funktion prägt das Wort maßgeblich.
Alles nachfolgende ist aufgesetzt und manchmal wie in diesem Fall scheint sich alles auf den Kopf zu stellen.
Jedenfalls erkennen wir zuerst einmal, das Souveränität das Gewaltmonopol des Staates in einer Weise erzeugt bzw. festschrieben wurde, wie es absoluter nicht mehr darzustellen geht.
Diese Vorstellung ist die Grundlage der Festigung der 3-Elemente-Lehre und damit auch die Grundlage des späteren Selbstbestimmungsrechtes. Bevor aber Völker eine Rolle spielen konnten, wurde erst die Konstruktion der Volkssouveränität notwendig. In der Übergangsphase von Feudalismus zu pseudo-demokratischen Staaten (Wir wissen ja, das das, was Demokratie genannt wird, eigentlich eine römische Wahldiktatur ist) mußte irgendwie das Gewaltmonopol erhalten bleiben, dachten sich wohl die herrschenden Eliten. Also ein Begriff, der die Allmacht einer einzelnen Person darstellt und als unteilbar gilt, wird nun mit dem Begriff Volk verbunden und Volk ist gewissermaßen so eine virtuelle-juristische Person, weil es aus vielen natürlichen Menschen und einer Kapitalmasse und Land zusammengesetzt ist.
Kann ein Volk eine unteilbare Stimme sein? Ist es möglich, das ein Volk einen Konsens erreichen kann und wie praktisch erreichbar ist das?
Ihr wisst sicher worauf ich hinaus will.
Die einheitliche Stimme des Volkes ist eine Rechtsfiktion, weil es nur noch um eine Mehrheit gehen würde und diese Mehrheit ist kein Konsens. Der Begriff ist nicht mehr der, der er war oder es liegt ein Betrug vor, der durch die Fiktion gedeckt wird.
Wir wissen, das die heutige Situation bestimmte Elemente der Souveränität aufrecht erhält und andererseits Elemente aufweicht.
Das Gewaltmonopol wurde extrem aufrecht erhalten wovon Regime, wie die der Nazis, Zeugnis sind. Dieses Gewaltmonopol gibt es noch heute ebenso stark wie es zur Zeit eines absolutistischen Königs war. Zwar haben sich mit der Zeit weitere Gewalten ausgeprägt, die unterschwellig das System der Staaten aushöhlten, aber das Prinzip blieb gleich nach innen.
Die innere Souveränität wird durch Polizei und Juristerei aufrecht gehalten und trotz Pseudo-Demokratie ist bis heute eine Klage durch einen Bürger gegen ein Gesetzt deshalb nicht möglich, weil der Rechtsweg dafür nicht existent ist. Also ist der einzige Punkt, wo das Volk noch Einfluss nehmen kann nur durch den Umweg des Parlaments (Debattierclub) möglich, indem der Bürger seinen Diktator wählt. Dieser ist seinem Gewissen verpflichtet und kann deshalb willkürlich tun was er will.Der Diktator braucht nicht einmal seine Handlungen und Entscheidungen verantworten. Das ist auch ein Teil der wirkenden Souveränität, aber nicht die des Volkes, sondern die des gewählten Diktators! Nennen wir es ruhig beim Namen.

Wie soll da noch Frieden entstehen können?
Wo soll da noch Freiheit sein?
Was soll da noch gerecht sein?

Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit.
Recht ist die Erfüllung  der gesetzten Regeln und nicht Gerechtigkeit - schaut ruhig nach bei Wikipedia unter die Begriffe Gerechtigkeit und Recht.

Wenn es nicht gelingt gerechte Gesetze zu schaffen, kann auch mit dem Recht keine Gerechtigkeit gesprochen werden. So einfach ist das.
Es ist ein Leichtes bei der Vernachlässigung der Verantwortung ungerechte Gesetze zu schaffen. Es ist zwar schwierig dies zu verbergen, doch dazu haben wir ja einen ganze Zunft, die mit ihren Rechtsformulierungen Massen an Gesetze und Verordnungen schaffen, sodass niemand mehr wirklich durchblickt, was überhaupt geschieht und die abstrusesten Gesetze und Urteile entstehen.

Jeder Bürger und jede Bürgerin rauft sich die Haare beim Anblick des Gesetzesdschungels und bekommt ein schlechtes Gefühl, wenn nur an einen Rechtsanwalt oder Richter gedacht wird. Es geht längst nicht mehr darum, das jemand seine Rechte und Pflichten kennt, sie für richtig empfindet und auch bereit ist sie zu verteidigen. Ich erlebe wie Menschen abwinken und sagen "hör mir auf mit Recht - mit diesem Betrügerpack will ich nichts zu tun haben".
Diese Reaktion ist verständlich und die dadurch sich ergebenden Gewohnheiten sind perfides Ziel der Eliten die Menschen von ihren Rechten abzulenken, ein Unwohlsein zu erzeugen, damit ja keiner auf den Gedanken kommt, das ausgerechnet das Recht ein Werkzeug der Eliten existiert mit höchst betrügerischem Potenzial. Und damit das auch reibungslos funktioniert werden Gerichtsshows im Fernsehen gesendet die diese Denkweise in die Bevölkerung implantiert und wo die eigentlich kritischen Dinge ausgespart werden.

Wenn ich heute von einem Neuen Recht spreche, merke ich extrem, wie die Klappen runterfallen und nur wenige noch bereit sind darüber zu diskutieren. Das es auch anders geht, zeigt uns Venezuela, wo nach der Verfassungskonstitution die Grundrechte auf Lebensmittelpackungen gedruckt wurden und daher das Volk seine Rechte kennt und verteidigen kann.

Auch wenn sich Menschen darauf einlassen über ein Friedensrecht zu diskutieren merke ich, wie sie kaum in der Lage sind die Herrschaftselemente des alten Rechts beiseite zu lassen. Sie fallen immer wieder auf die Strukturen herein, wie durch dieses Recht Herrschaft erhalten wird.

Erst nach geraumer Zeit und intensiver Übung entwickeln die Menschen ein Gefühl zum Neuen Recht und merken, das Recht auch ganz anders sein kann, nämlich so, wie sie es oft schon vom alten Recht erwartet hatten, aber es nie dort bestätigt bekamen.
Verliert das Recht den Zusammenhang zur Gerechtigkeit, rückt es der Gewalt näher.
Interessanterweise können wir beobachten, das je größer ein System wird, desto stärker spüren wir diese Rechts-Gewalt.

Wir wissen darum, das eine Zentralisierung der Macht schlecht ist und dennoch schreien die Populisten, wir brauchen eine EU um Frieden zu halten. - Gehts noch? Oder sie schreien nach einer europäischen Armee, um die Souveränität der europäischen Staaten verteidigen zu können und mehr Gewicht in der Weltpolitik zu haben. - Obwohl eine europäische Armee die Souveränität der einzelnen Staaten einschränken würde. Das ist doch krank oder böser Wille?

Das Umfeld des Begriffs Souveränität kann aber noch anders erfasst werden.
Heute wird an manchen Stellen schon von der Souveränität des Einzelnen geredet. Ist das anzustreben, das jeder machen kann was er will? Es wird uns als hohes Gut verkauft. Man Alder musst du souverän sein odder? Souverän spielte er den Ball...

Ich will aber kein  O b e r a r s c h  sein, ich will das, was ich tue, verantworten können und dazu brauche ich diesen Begriff Souveränität ganz gewiss nicht.
Freiheit ist ein Zustand der zwischen Menschen existiert, wenn sie ihre Handlungen und ihre würde aufeinander abgestimmt haben und ein Ausgleich entstanden ist der persönlichen Bedürfnisse und Wünsche.

Selbstbestimmtheit zeigt in seinem Wort erstens, das ich es selbst bin, der die Entscheidung trifft und das es stimmig ist was ich tue, das ich meiner Stimme Ausdruck verlieh und andere das auch taten. Ich bin doch nicht so verrückt, als das ich annehmen würde meine Stimme würde mehr Wert sein, als die eines anderen.

In einer tieferen Wortebene komme ich dann auf den Begriff Selbstverwirklichung. Sich selbst verwirklichen, sich willkürlich gestalten und von der Umwelt fordern, das diese dies ermöglicht, ist ein Ausdruck der individuellen (egoistischen) Revolution, die eben diese individuelle Souveränität als Maßstab nimmt.
Viel wichtiger als Selbstverwirklichung ist die Selbsterkenntnis, mit der ich sehen kann, wie ich in der Gemeinschaft oder der Vereinigung mein Bestes für das selbstbestimmt eingegangene Wir und damit auch für mich bewirken kann.
Was will ich wirklich? - Was macht mich wirklich aus? - Was brauche ich wirklich und worauf kann ich verzichten; vorallem dann, wenn es bedeuten würde, das ich andere einschränke?
Diese Fragen dienen der Selbsterkenntnis in erster Linie und die Selbstverwirklichung, die uns so schmackhaft gemacht wird, dient eher als Egostreichler und ist ein Ansatz, um Bedürfnisse erfinden zu können für den Wachstumsmarkt.

Souveränität ist ursprünglich für den Einzelnen und wird jetzt wieder für den Einzelnen benutzt. Jeder soll eine unteilbare Macht haben aber worüber?
Im politischen Bereich ja wohl nicht. Es geht darum eine Ersatzbefriedigung zu finden für diese Wilkürlichkeit - nebenbei bemerkt küren, dieses lustige Einfälle haben, kurios sein, flausen haben - Da ist das Wort noch leicht und verniedlicht das, was wir heute oft als Willkür verstehen.
Da uns die konstitutionelle Handlungsgewalt nicht zugebilligt wird, die Wahldiktatur eine direktere Demokratie unmöglich macht und im Rechtssystem ebenfalls alle wesentlichen Rechtsmittel verlegt sind verschiebt sich dieser Gedanke der Souveränität auf den Hobby-Bereich, denn schon im Berufsbereich gibt es wiederum jede Menge Einschränkungen der Entscheidungsfähigkeit.
Im Hobby darf uns niemand etwas sagen. Da ist es ganz unsere eigene Entscheidung was Phase ist. Jedenfalls kann ich das bei vielen erkennen. Konsum und Hobby, ja da sind wir Souverän, wenn wir das Geld dafür haben. Hier würde es bedeuten, wer genug Geld hat, kann seine "Freiheit" leben, aber dann würde Freiheit mit Willkür gleichgesetzt.

Die wenigen Menschen, die verstanden haben, das sie in Unfreiheit leben und die dann der Souveränität hinterherlaufen merken nicht, wie sie sich von der einen Abhängigkeit in eine andere begeben. Es sei denn wir zeigen ihnen, das es einen anderen Weg zur Freiheit gibt.
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« Zuletzt geändert: 09.01.2015 um 20:05:25 von freierMilan »  

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
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