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private und öffentliche Propaganda-Medien (Gelesen: 171 mal)
freierMilan
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Der Betreiber der Site
mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
private und öffentliche Propaganda-Medien
23.12.2014 um 15:08:41
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Seit Jahren beschäftige ich mich als gewissermaßen Online-Redakteur mit der Sichtung von Informationen der privaten, öffentlichen und diversen alternativen Medien. Anfangs suchte ich tatsächlich Neuigkeiten und Hintergrundinformationen, um die eigenen Recherchen für Artikel fundiert schreiben zu können. Später dann, um die Struktur der Manipulation zu erkennen, um möglicherweise Information von Desinformation unterscheiden zu können. Dann noch, weil es mir irgendwie als Pflicht vorkam mich informieren zu müssen und inzwischen nur noch immer seltener, um mich darüber zu belustigen, denn ernst nehmen kann ich das nicht mehr. Wenn ich das ernst nehmen würde, wäre das sicher sehr ungesund für mein Herz-Kreislauf-System und meine emotionale Ausgeglichenheit.

Für mich sind mindesten 95% aller "Nachrichten" und 90% aller Dokumentationen (Dokusoaps) nichts anderes als klassische Propaganda mit nur geringstem Informationsgehalt und permanenter Berieselung durch Triggerworte und Denkschablonen.

Es ist erschreckend, wenn ich bei scheinbar aufgeklärten politisch denkenden Menschen in ihrer Rede die vorgegebenen Textbausteine gewisser Nachrichtenagenturen erkennen muss. Ich kann deshalb durchaus auf die Orginal-Artikel verzichten, da ja diese "gut-informierten" Menschen in ihrer Aufklärungswut immer wieder vergessen, das all diese kommunikativen Spielereien der Propaganda-Zentren schon millionenmal passiert sind und der Spielraum von Variationen längst ausgefüllt ist. Sie leben wohl in ihrer eigenen Informations-Euphorie.

Noch immer glauben Menschen tatsächlich, es müsse die Frage gestellt werden, warum gerade in der Ukraine derzeit ein Konflikt bestehen würde.
Wie lange wollen diese Menschen denn noch Gründe für diese Menschenverachtung suchen, um zu "verstehen", wieso da Menschen sterben müssen und was würde ihnen dieses Verständnis denn bringen und was bringt es den Leidenden?

Medien sind ein Geschäft. Es wird damit Geld verdient und die Artikel sind wie Autos immer das Gleiche mit unterschiedlicher Ausstattung und Farbe.

Der Ruf nach unabhängigen Medien hallt durch das Land. Aha - eine Änderung in Sicht? - Nein -
Denn erstens würde dadurch das Nachrichtengeschäft nicht aufhören, sondern nur umgeordnet und zweiten ist eine "unabhängige" Nachricht nicht der Wahrheit näher, nur weil sie unabhängig ist.
Die Leute lügen sich doch selbst in die Tasche, wenn sie glauben, ohne das System ansich zu ändern, mit unabhängigen Medien irgendwas zu reissen.

Es ist doch kein Wunder, wenn so viele Menschen einfach die Schotten dicht machen in so einer Situation und sich Informationen zuwenden, die ihren Bedürfnissen nach Ruhe und Entspannung und letztendlich Selbstbetrug näher stehen.

Gut das ich mich mit einer anderen Art von Recherche befasse, weil ich ein Autor bin der Bücher schreibt. Bei dieser Recherche kommt es ja nicht darauf an auf der aktuellen Informationswelle zu surfen und in aller Eile die emotionale Situation der Leser und Leserinnen zu erahnen und an diesen Emotionen die eigene Nachricht anzudocken. Den unbefriedigten Motivationen hinterherschreiben und einen Flow erzeugen, der die eigenen Veröffentlichungen in den Fokus bringen kann.

Momentan haben wir es mit der bewussten Zuspitzung einer unabwendbaren Folge der "Globalisierung" zu tun. Wie wollen die Eliten es denn anstellen die kulturellen Eigenheiten, die ihnen im Wege stehen zu beseitigen, um ihre zentralisierte Macht offen ausüben zu können?
Pegida reagiert auf das produzierte Problem und destabilisiert von der Elite gewollt die politische Diskussion als Ablenkung von den immernoch durchhaltenden Kritiker der Kriegspolitik.
Trotz aller Propaganda lassen sich die Montagsmahnwachen nicht mundtot machen. Da muß eine zweite Aktion her um die Aufmerksam der Öffentlichkeit zu teilen.

Wir denken es wäre noch etwas zu retten an UNSERER Kultur. Die Deutschen, die Russen, die Engländer, die US-Amerikaner usw. Die Konstruktion solcher "Nationen-Völker" mit einer angeblich eigenen Kultur wird durch das Licht der Öffentlichkeit erst zur Akzeptanz gebracht.
Es ist in aller Munde. Da soll es auch hin - breitgequatsch wird es zum intellektuellen Brei, indem jede vernünftige Überlegung erstickt wird, die weitergeht als bis zum persönlichen Tellerrand egoistischer Statussicherung. Selbst dann, wenn Vokabeln wie Nachhaltigkeit und Völkerverständigung eine Rolle spielen, zeigt dies nur die Entfremdung von der Wirklichkeit in denen jeder leben muss und sich durch Wechsel auf eine Meta-Ebene anscheinend von ideologischen Verzerrungen zu lösen versucht. Nein auch die Meta-Ebene ist eine Entfremdung und nur ein Schutz davor die eigene Abhängigkeiten und die Unerfülltheit rudimentärer Bedürfnisse zu ertragen und vor sich selbst zu verstecken.

Die Menschen brauchen soziale Anerkennung, die sie in diesem soziopatischen Kindergarten nicht mehr direkt erfüllt bekommen, sondern lernten diese nur durch den Angriff auf auszugrenzenden Zielgruppen und den darauf folgendem Schulterklopfen der korrekten Mehrheit zum Schein zu befriedigen, denn wäre es nicht zum Schein, müssten sie dieses Verhalten nicht jeden Tag wiederholen und nur die Wiederholung garantiert ja ihr Einkommen als professionelle Schreiberlinge und Mediengurus.

Die Szene ist flacher geworden als ein gehobeltes Brett. Eine echte Recherche die Monate vielleicht Jahre dauern würde ist heute weder finanzierbar noch gibt es viele Menschen, die sich einer solchen Ochsentour aussetzen würden. Der Erfolg ist zweifelhaft, weil die Gefahr existiert, das ein solches Recherche-Ergebnis in der Banalität täglich wiedergekäuter aktueller Propaganda untergehen würde und dabei die Investitionen vernichtet, die notwendig waren, um sie zu erzeugen.
Wer tut sich das noch an?
Jedenfalls keiner der davon leben muß und auch keiner der in der alternativen Szene entweder als Nieschen-Unternehmer tätig ist oder es als Hobby betreibt.
Der Hobby-Journalist mag zwar nicht direkt wegen der Existenz davon ablassen, aber der Aufwand einer solchen Recherche ist doch groß genug, das nur wenige sich derartiges leisten können.
Die aber, die das Geld haben, stehen meist in Zwängen, die es ihnen dann doch nicht erlauben eine solche Recherche zu veröffentlichen.

Dumm gelaufen
- Freie Presse - Freie Meinungsäußerung - Medien als vierte Gewalt und Kontrollfunktion der anderen Gewalten -
sind Illusionen, die uns das Gefühl geben sollen irgenwer kümmert sich schon um die Wahrheit, um Gerechtigkeit, um Freiheit und Frieden.

Gibt es da noch irgendwelche Hoffnung?

Ja - die wirkliche Welt läuft da ab, wo sie sind. Das persönliche Gespräch über das, was sie gemeinsam mit Anderen tun, kann echt sein und bringt ihnen wahrscheinlich mehr, als all die Nachrichten aus dem Internet-Informations-Orkan.
Suchen sie die direkte Begegnung und organisieren sie ihr Leben ohne den Schnickschnack der Konzern-Groß-Systeme. Nur das kann ihre Gesellschaftsabhängigkeit lindern und vielleicht irgendwann auflösen.
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« Zuletzt geändert: 24.12.2014 um 12:45:51 von freierMilan »  

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
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