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Der Zweifel und der Glaube und die fraktal unendlichen Weisheiten. (Gelesen: 665 mal)
freierMilan
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Freiland, Weg der Freiheit 1
Der Zweifel und der Glaube und die fraktal unendlichen Weisheiten.
28.03.2014 um 00:06:33
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Zweifel und Glaube - ist das ein Gegensatz?

Es scheint mir doch, das diese beiden Worte eine Vielzahl von Nuancen zeigen können und wieder einmal das Umfeld entscheidend wird, was als Ergebnis der Betrachtung als Bedeutung herauskommt.

Ich habe in anderen Beiträgen und auch in Kommentaren in letzter Zeit geschrieben, das der Glaube nicht niedergeschrieben werden kann und die Bücher, in denen viele Weisheit und Glaube suchen, uns nur zeigen können, wie Menschen ihren Glauben beschreiben - ja das wir daran eben nicht erkennen oder erspüren können, was Glaube ist.

Dabei gehe ich nicht von einem so vielfältigen bzw. vielnuancierten Begriff aus, wie er oben hinter dem Link zu finden ist, sondern beschreibe negativ was Glauben nicht ist.

Ich sage dann, Glaube ist etwas, was nur in uns sein kann und nicht im Außen gefunden wird. Auch das ist eine indirekte Beschreibung und nicht der Glaube selbst.
Ich meine auch nicht den Glauben an mich selbst. Also den Selbstglaube.
Ich will umschreiben, das etwas unbeschreibliches in dem Wort Glaube sich zeigt.

Wie ist es nun mit dem Wort Zweifel?
Hat das nicht gewisse Ähnlichkeit? Kann ich Zweifel in einem Buch finden?
Oder finde ich da auch nur die Beschreibung des Zweifels?

Ich möchte gerne in meiner Mitte stehen und von dort ins Universum schauen. In welches Universum? In das äußere fraktal unendliche Universum oder in das innere fraktal unendliche Universum?

Ich habe die Wahl.

Vielleicht gelingt es mir mit den einen Auge nach Außen und mit dem anderen nach Innen zu schauen - wer weiß das schon.

Schaue ich nach Außen, so versuche ich das Außen mit dem was Innen ist in einen Einklang zu bringen. Vielleicht stelle ich einen Stuhl in meinem Raum um, damit ich mich wohler fühle und ändere so das Außen nach dem Gefühl des Inneren.

Oder aber ich schaue ins Innere und versuche das Innen mit dem Außen in Einklang zu bringen. Vielleicht mache ich mich innerlich stark um hinaus in eine eisige Nacht zu gehen und konzentriere meine Energie damit sie dafür sorgt ein Ausgleich zu dem Außen zu erzeugen.

Gelingt mir der Ausgleich oder Einklang so kann weder Glaube noch Zweifel entstehen, denn ich bin dann im JETZT und benötige weder das eine noch das andere.

Glaube, als das Illusionen aufbauende, als das konstruierende Element, ermöglicht mir ebenso wie der Zweifel, als das Illusionen zerstörende, als das dekonstruierende Element, den Weg zu finden zum Einklang des Innen und Außen.

Wer sich nur dem einen hingib, wird das Ganze nicht erreichen.

Das Schlimme an der Religion und der Wissenschaft ist, das sie jeweils nur eine Seite für ihre Kunst bemühen - so scheint es jedenfalls vielen.
Und doch wäre das viel zu oberflächlich betrachtet.
Weil wir nur bei diesen beiden Worten das Äußerliche das Veräußerte in der Regel betrachten, also die Beschreibung das Niedergeschriebene.

Derjenige der inneren Glauben sich bewahrt hat und der sich inneren Zweifel ebenso bewahrte, ist sowohl ein "echter" Glaubender als auch ein echter Wissenschaffender.
Derjenige wird auch darauf achten, das Glaube und Zweifel im Ausgleich bleibt.

Warum auch nicht?

Stellen wir uns jemanden vor der viel gelernt, viel erfahren und viel erfühlt hat. Dieser Jemand wird sich in dieser Welt voller - entschuldige - Dummköpfe als Erleuchtet vorkommen müssen. Der Unterschied ist oftmals so groß, das die Gefahr der Arroganz und Überheblichkeit schnell wachsen kann. Neider auf diesen Menschen tun ein übriges und drängen oft genug jemanden in genau diese Rolle.
Kaum jemand kann diesen Menschen zum Zweifeln bringen, denn derjenige müßte ebenso viel gelernt, erfahren und erfühlt haben. Da wird die Kritik stumm werden aber di Diffamierung wird zunehmen. Das Wort des "Erleuchteten" würde für die anderen fast zu einem Wort Gottes oder zumindest eines Weisen oder genau zum Gegenteil den Worten eines Betrügers.

Aber ist das richtig? Würde dieser "Erleuchtete" nicht viel lieber mit anderen sein Wissen, seine Erfahrungen und seine Weisheit auf höchstem Niveau teilen wollen? Und würde er nicht dabei seinen Glauben immer wieder erneut auf die Probe stellen und ebenso seinen Zweifel?

Die Bequemlichkeit, die Fülle des gesammelten Wissens könnte doch müde machen. Und der Abstand zu den anderen Einsam im Innern und überlaufen im Außen.

Seinen eigenen Glauben und seinen eigenen Zweifel immer wieder zu prüfen, sehe ich als eine der wenigen Möglichkeiten in Bewegung zu bleiben innerlich wie äußerlich.

Der Lernende wird häufiger durch das Äußere dazu geführt, das sein Glaube und sein Zweifel geprüft wird. Es gehört Hingabe dazu dies zu akzeptieren als Lernender, denn wie gerne wäre der Lernende schon erleuchtet. Er glaubt (‚für lieb halten‘, ‚gutheißen‘ ) an seine Erleuchtung und manchmal bezweifelt er, ob er je erleuchtet würde.

Der Erleuchtete kann fast nur noch durch sein Inneres dazu geführt werden, das sein Glaube und sein Zweifel geprüft wird.

Wie könnte ich wohl sehen als Unwissender, ob ein Erleuchteter noch bereit ist sich zu prüfen?

Mir scheint, das dies nur geht, wenn das Gesamtwirken des Erleuchteten angeschaut wird. Ist seine "Lehre" noch voller Achtung und Demut gegenüber allen Wesen?

Jeder Mensch auch der Erleuchtete ist Fehlerhaft. Daher reicht es nicht aus einen dieser Fehler zum Maßstab zu machen und wie es in der Wissenschaft üblich ist dann die Regel zu falsifizieren. Allerdings reicht auch nicht eine gute Tat aus, um aus einem Menschen einen Erleuchteten zu machen.

Ich kenne niemanden, der ein Leben geführt hat, das nicht den einen oder anderen Zweifel aufkommen lässt. Wir sollten uns davor Hüten ein perfektes Leben führen zu wollen, denn Leben ist Bewegung, Leben ist der ständige Wandel und etwas was perfekt wäre, bräuchte sich folglich auch nicht mehr bewegen.
Deshalb sollten wir lernen zu verzeihen, vielleicht ja nicht jedem, aber doch wenigstens damit beginnen. Vor allem sollte der Groll, den wir hegen und pflegen nicht verbannt werden, damit verzeihen überhaupt möglich wird.
Groll auf jemanden haben, der einen betrogen hat oder der einem einen Schaden zufügte, der den eigenen Glauben angriff, der nicht auf den Zweifel hörte, den wir spürten, dieser Groll zeigt uns auch, wo wir zu hohe Erwartungen und vielleicht sogar einen falschen Glauben hatten. Wieoft erwarten wir von anderen etwas, was wir uns selber nicht zutrauen?

Der Weise wird seine Erwartungen an andere besänftigen und dennoch wird er den anderen alles zutrauen.
Würde er das den anderen nicht zutrauen, würde dies den anderen einschränken und eine Wandlung würde vielleicht sogar verhindert. Jeder Mensch kann in sich die Weisheit entfalten und kein anderer kann wissen, wann dies geschieht und weil das kein anderer wissen kann, ist es weise die Erwartungen zu besänftigen.

Erwartungen entstehen aus dem Glauben und auch das Zutrauen entsteht aus dem Glauben. Die Erwartungen zu besänftigen ist ein vorsorglicher Akt des Zweifels, um nicht Ent-täuscht zu werden und selbst aktiv zu werden das Umfeld zu schaffen, indem der andere leichter weise werden kann. Der Zweifel schafft somit den Raum der Möglichkeiten indem sich der Glaube erfüllen kann.

Glaube und Zweifel sind so keine Gegensätze mehr, weil sie sich ergänzen. Dadurch wird der Dualismus, der sonst aus diesen beiden Worten erwachsen kann aufgelöst.

Weisheit wird jetzt zu einem Prozess, wie das Leben selbst. In einem fraktalen unendlichem Universum, ob Innen oder außen, können wir die fraktal unendliche Weisheit im Jetzt er-leben, wenn wir uns der Achtung öffnen und mit Zweifel und Glauben zugleich einen einmaligen unteilbaren Weg beschreiten und jede Klippe, die uns auf diesem Weg begegnet, die uns zu Umwegen oder gefährliche Klettertouren bringt, die uns Gefahren, Betrug und Täuschung aussetzt meistern. Wir werden Meister unserer eigenen Weisheit unseres eigenen Lebens.

Nun setzt einmal diesen hier geschilderten Maßstab an euer eigenes Leben an und vergleicht es mit denen, die in der Welt als Friedensnobellpreisträger gefeiert werden.

Erkennt ihr die Täuschung?

Und könnt ihr euch selbst und den anderen verzeihen?

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« Zuletzt geändert: 28.03.2014 um 11:16:03 von freierMilan »  

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Sunny Lady


Re: Der Zweifel und der Glaube und die fraktal unendlichen Weisheiten.
Antwort #1 - 29.03.2014 um 22:30:28
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Toll Bernd! Das Namaste lass ich aber diesmal weg. Smiley
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Re: Der Zweifel und der Glaube und die fraktal unendlichen Weisheiten.
Antwort #2 - 31.03.2014 um 18:56:17
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wow, Sunny Lady, ich muß dir Recht geben.
Das ist nicht nur toll, sondern dieser teil ist genial......


freierMilan schrieb am 28.03.2014 um 00:06:33:
Zweifel und Glaube - ist das ein Gegensatz?
Weißheit wird jetzt zu einem Prozess, wie das Leben selbst. In einem fraktalen unendlichem Universum, ob Innen oder außen, können wir die fraktal unendliche Weisheit im Jetzt er-leben, wenn wir uns der Achtung öffnen und mit Zweifel und Glauben zugleich einen einmaligen unteilbaren Weg beschreiten und jede Klippe, die uns auf diesem Weg begegnet, die uns zu Umwegen oder gefährliche Klettertouren bringt, die uns Gefahren, Betrug und Täuschung aussetzt meistern. Wir werden Meister unserer eigenen Weisheit unseres eigenen Lebens.

Nun setzt einmal diesen hier geschilderten Maßstab an euer eigenes Leben an und vergleicht es mit denen, die in der Welt als Friedensnobellpreisträger gefeiert werden.

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frier milan, damit hast du dich selbst übertroffen.
alles andere muß ich nicht verstehen, kann ich dir auch nicht so ganz folgen denn ich habe keine Lust mich mit Erleuchtung und son kram zu befassen.
Dennoch bin ich begeistert vom zitierten schlußteil, weil mich das motiviert.
dankeschön

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Freiland, Weg der Freiheit 1
Re: Der Zweifel und der Glaube und die fraktal unendlichen Weisheiten.
Antwort #3 - 01.04.2014 um 01:06:10
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Smiley
Es wird möglicherweise noch einen zweiten Teil geben, der sich damit beschäftigt welches Modell möglicherweise noch weitere dualistischen Auffassungen verschwinden lässt.
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freierMilan
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Re: Der Zweifel und der Glaube und die fraktal unendlichen Weisheiten.
Antwort #4 - 01.04.2014 um 01:45:39
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Ach bevor ich es vergesse.
Ich möchte mich nochmal bedanken bei den Forenmitgliedern denn durch sie und durch die Menschen die im folgenden Video so wunderbare Musik machen machen kann ich erst auf solche Gedanken kommen.

John Mclaughlin,U Srinivas,Zakir Hussain,V Selvaganesh,Mahadevan- Jazz a Vienne

YT-Direkt
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Re: Der Zweifel und der Glaube und die fraktal unendlichen Weisheiten.
Antwort #5 - 01.04.2014 um 23:17:26
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hier ein Videovorschlag der mir zugesandt wurde:
cloud atlas

nowvideo-Direkt

Mal schauen ob die neue Einbindung funktioniert
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