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Rechtsstaat versus verfassungsgetragene Vereinigung - Wortfindungen? (Gelesen: 724 mal)
freierMilan
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Freiland, Weg der Freiheit 1
Rechtsstaat versus verfassungsgetragene Vereinigung - Wortfindungen?
19.03.2014 um 08:25:37
 
Zitat:
„Wenn du dich weigerst, ungerechte Steuern zu bezahlen, wird dein Eigentum konfisziert. Wenn du versuchst, dein Eigentum zu verteidigen, wirst du festgenommen. Wenn du dich der Festnahme widersetzt, wirst du niedergeknüppelt. Wenn du dich dagegen wehrst, wirst du erschossen. Diese Maßnahmen sind bekannt als Rechtsstaatlichkeit.“

Edward Abbey (1927 – 1989)

Schauen wir also einmal genauer hin.
Es ist eine recht gute Beschreibung der Auswirkungen des Systems Rechtsstaat. Wer den Begriff Staat in seiner Herkunft versteht, nämlich von Hofstaat kommend, weiß, das der Hofstaat dem König loyal gegenüber sein mußte und alle, die das nicht waren, einfach vom König eliminiert werden konnten. Sind das nicht frapierende Ähnlichkeiten zu dem was da oben zitiert wurde?
Nach dem scheinbaren Ende der Monarchie wurde aus der Ordnung des Königs, also dem Hoheitsrecht, eine Konstruktion des Verfassungsrechts. Allerdings indem sozusagen die ehemaligen Minister des Königs dafür sorgten, das eine Abart der Demokratie mit Personenwahlen erfolgte und somit nur die Spitze, der König, abgeschnitten wurde und der ganze Unterbau, der "Hofstaat" im Grunde erhalten blieb. Also auch das Recht selbst blieb im Grunde wie es war bis auf ein paar Kleinigkeiten.
Das war der Trick wodurch die Bürgerliche Schicht Einfluß gewann und die royalistische an Einfluß verlor, aber das Herrschaftssystem aufrecht erhalten blieb.
Die Minister wurden gemeinsam zu den Chefs dieser Personenfirma.
In welchem Land wurde denn tatsächlich sämtliche Systeme vom Volk bestimmt. Die wenigen die es gab wurden schnell niedergekämpft und in das Herrschaftsrecht reintegriert.
Daher kann eine neue Gesellschaft nicht auf eine Staatlichkeit aus sein, sondern muß ein völlig neues Recht haben und auch völlig neue andere Systeme.
Und genau daran arbeiten wir unter Anderem.

Das bedeutet auch das wir hier Forum einige Überschriften und Texte mit der Zeit ändern werden, weil uns klar georden ist das dieses Wort Staat einen negativen Einfluß auf die zu bildenden Vereinigungen hat.
Es ist nicht sehr einfach gegen die Sprach-Gewohnheiten der Menschen einzuwirken und es mag auch einen Anschein erzeugen von Neusprech wenn wir so auf die Worte achten, doch wer andererseits nicht auf die worte achtet wird von sprache gesprochen und spricht sie nicht mehr selbst.

Es wird auch noch einige Zeit dauern bis wir für die Funktionen innerahlb einer Vereinigung die richtigen Begriffe gefunden haben. Sie sollen ja nicht etwas schönsprechen wie im Neusprech sondern sie sollen erzählen was sie bedeuten.
Sie sollen also authentisch sein.

Staat, Rechststaat -> Vereinigung, Verfassungsgetragene Vereinigung

Ihr könnt uns alle helfen die Texte zu ändern und Hinweise hier posten wo euch eine bessere Formulierung einfällt.

Was ist zum Beispiel mit dem Wort Hoheitsrecht? Es war das Recht des Königs der Hoheit und heute?
Der Souverän soll das Volk sein und das Volk müßte das Hoheitsrecht haben, aber in einer Wahldemokratie gibt es eine Hoheitsverwaltung, denn die Menschen haben ihre Rechte durch die Wahl anderen gegeben was diese Hoheit betrifft.
Zwar müssen diese Hoheitsrechte aus der Logik her in der Verfassung aufgeschrieben sein, sonst hat das Volk dieses Recht der Verwaltung nicht gegeben, aber selbst daran hält sich der Rechststaat nicht. Sie fehlende Steuerpflicht im GG.

Also wie sollte nun Hoheitsrecht in der Vereinigung heißen?
Vielleicht Vereinigungsrecht?

Und ein weiteres Beispiel wo wir derzeit keine wirkliche Alternative haben.
Bestallungsurkunde - Eine Bestallungsurkunde hat die Funktion jemanden zu einem Amtsmann mit bestimmten Aufgaben zu machen. Wenn ein Beamter keine Bestallungsurkunde hat ist er auch kein Beamter.

Den Hintergund dieses Wortes zu beleuchten ist die eine Seite, aber nun sollten wir vielleicht ein anderes Wort finden, was dieser Funktion einer Person, die das Vertrauen der Vereinigung genießt und mit dem ihr zugesprochenen Rechten sorgfältig, neutral und loyal dem Volke gegenüber umgeht symbolisch gegeben werden kann um diesen Stand auch gegenüber Fremden oder unkundigen darstellen zu können.

Was meint ihr wie diese Wort heißen könnte?
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« Zuletzt geändert: 04.02.2015 um 15:24:45 von freierMilan »  

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Re: Rechtsstaat versus verfassungsgetragene Vereinigung
Antwort #1 - 19.06.2014 um 11:21:11
 
Es ist natürlich schwierig einen solchen Wandel den wir hier anregen tatsächlich auch in der Sprache umzusetzen. Nicht jeder ist Linguist und viele sind der Sprache nicht in der nötigen Tiefe mächtig. Umso mehr fällt denen die die Tiefe der Sprache kennen Verantwortung zu.

Ein weiteres ist der grundsätzliche Unterscheid zwischen Herrschaftsrecht und Friedensrecht. Es ist nicht einfach von den Gedankenstrukturen die das Herrschaftsrecht in den letzten 6000 Jahren in die Köpfe programmiert hat loszulassen, um dem Neuen Platz zu geben.

Aber auch das schaffen wir nur wenn wir darüber reden.

DAher ist es wohlnötig durch die bisherigen Entwürfe und Diskussionen zu den einzelnen Artikeln erneut durchzustöbern un den Muff dieser 6000 Jahre herauszuschütteln.

Und ich wette auch daswird wieder viele Leute auf den Plan rufen die dann rufen "Das ist doch Chaos - Wo ist hier die Hohe Hand ...." Zwinkernd
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Re: Rechtsstaat versus verfassungsgetragene Vereinigung
Antwort #2 - 08.08.2014 um 02:48:20
 
Bestallungs-Urkunde heute auch Bestellungs-Urkunde
Alternative: Legitimations-Beauftragungs-Urkunde oder Legitimations-Urkunde

Legitimation (aus lat.: lex, legis = „Gesetz“, „Rechtfertigung“)

juristisch eine Vollmacht, Beglaubigung, Ermächtigung bzw. Ausweis oder anderer Nachweis der Berechtigung

Unter einer Vollmacht versteht man die durch ein Rechtsgeschäft begründete Vertretungsmacht.

Die Beglaubigung ist eine amtliche Bescheinigung der Richtigkeit einer Unterschrift oder Abschrift, als öffentliche Beglaubigung durch einen Notar oder als amtliche Beglaubigung durch eine andere landesrechtlich hierzu ermächtigte Behörde. Es ist allgemein eine Bescheinigung, dass Zweitschriften mit dem Original übereinstimmen und speziell im Rechtsverkehr ein gesetzliches Formerfordernis, wonach Unterschriften in bestimmten Verträgen oder Urkunden durch öffentliche Beglaubigung vor einem Notar geleistet werden müssen.

Von der Beglaubigung ist die Beurkundung zu unterscheiden.

Durch die Ermächtigung erhält ein Dritter die Erlaubnis, ein ihm sonst nicht zustehendes Recht oder eine Rechtsposition selbst im eigenen Namen auszuüben. Ermächtigungen kommen sowohl im Zivilrecht als auch im öffentlichen Recht (z. B. als Verordnungsermächtigung oder Eingriffsermächtigung in Grundrechte) vor.

Ein Ausweis ist im weiteren Sinne eine private oder amtliche Urkunde, die die Identität des Inhabers schriftlich und mit dem Anspruch der Verbindlichkeit darstellt und gegebenenfalls mit Feststellungen einer zuständigen Stelle verbindet, wonach bestimmte rechtliche Eigenschaften (wie etwa die Staatsangehörigkeit) oder sonstige Berechtigungen, Befähigungen oder sonstige an die Person des Inhabers gebundene Umstände vorliegen.

Zitat:
bestallung, f. institutio, denominatio, auctoramentum, auf die anstellung eines dieners und beamten eingeschränkt,

[Bd. 1, Sp. 1651]

während bestellung weiter geht, und auch besorgung einer botschaft, ausstellung des feldes bezeichnet, wofür bestallung nicht kann gesagt werden. dagegen pflegt bestallung auch den ausgeworfnen sold auszudrücken, wofür sich bestellung nicht brauchen läszt.


Hier wird interessant, das die Bestellungs-Urkunde in heutiger Anwendung zwar bei den Menschen eine Ähnlichkeit zu Bestallungs-Urkunden denken aber doch etwas ganz anderes darstellen.
In einer Art Mimikri wird hier den Menschen ein falscher Eindruck geliefert, wenn ein Bestellter Fachmensch eine entsprechende Urkunde vorweisen kann so maximal zu einer Botschaft befähigt wird Zwinkernd
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