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Mitgefühl und Täterschutz (Gelesen: 730 mal)
dedi
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2+2=4

Beiträge: 379
Mitgefühl und Täterschutz
03.01.2014 um 18:14:46
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Ich habe mir, angeregt durch dieses Forum und einen Besuch im buddhistischen Zentrum, Gedanken über Mitgefühl gegenüber der uns beherrschenden Machtelite gemacht und ich grübel ne Weile über die Frage: Ist das nicht Täterschutz?

Die haben sich bewusst für ihre Gewaltherrschaft über die Menschen, die Natur und die Erde entschieden oder zwingt sie jemand?
Ich denke ersteres.
Ihre Taten sind jenseits aller Menschlichkeit.
Ihre Opfer sind nicht in geringer Zahl Kinder und Jugendliche. Die Zukunft, die da missbraucht wird.
Jeder der ein klein bisschen Gewissen besitzt, kann sich nicht zu solchen Taten zwingen lassen, auch wenn es den Tod bedeutet.
So denke ich.

Wenn Energie in den Schutz (z.B. vor einen wütenden Mob oder Selbstgerechtigkeit übender Eltern) dieser Straftäter gesteckt wird aber noch nicht das letzte Opfer dieser Gewaltherrschaft von seinen Traumas oder körperlichen Schäden geheilt wurde, fehlt diese Energie für die Heilung der Opfer.

Die buddhistische Religion dient wie jede Religion der Machterlangung und -erhaltung einiger weniger Narzisten und der Beherrschung von Menschen. Darum könnte doch das viel gepredigte Mitgefühl auch gegenüber der Straftäter eingebaut worden sein bzw. erhalten geblieben sein, um, falls eines Tages die Menschheit doch mal aufwacht, den Straftätern viel Leid zu ersparen.

Was sagt ihr zu meinen Gedanken?
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freierMilan
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Re: Mitgefühl und Täterschutz
Antwort #1 - 03.01.2014 um 19:31:39
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Wenn du nicht gewaltfrei handeln kannst dann lauf wenigstens nicht feige weg.

Aber wenn du die Kraft hast gewaltfrei der Soziopathie zu widerstehen hat das langfristigere Folgen als mit gleicher Münze zurückzuschlagen.

Letztlich bringt nur der Gewaltfreie Weg einen Ausgang aus der Gewaltspirale.

Das Zurückschlagen könnte maximal den Status Quo herstellen aber meist ist es der Einstieg in die Eskalations-Dynamik.
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M.F.S.


Re: Mitgefühl und Täterschutz
Antwort #2 - 04.01.2014 um 01:36:30
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Meine grundlegende individuelle Ansicht dazu:

Ich sehe Mitfühlen und konsequentes Handeln nicht als etwas an, was nicht miteinader vereinbar wäre.

dedi schrieb am 03.01.2014 um 18:14:46:
Wenn Energie in den Schutz (z.B. vor einen wütenden Mob oder Selbstgerechtigkeit übender Eltern) dieser Straftäter gesteckt wird aber noch nicht das letzte Opfer dieser Gewaltherrschaft von seinen Traumas oder körperlichen Schäden geheilt wurde, fehlt diese Energie für die Heilung der Opfer.

Mein letzten Beitrag (anderer thread) zeugt von einer thematischen Auseinandersetzung mit dieser Frage.

dedi schrieb am 03.01.2014 um 18:14:46:
Die buddhistische Religion dient wie jede Religion der Machterlangung und -erhaltung einiger weniger Narzisten und der Beherrschung von Menschen.

Die essenzielle Wert einer Religion ist für mich eines, religiöse Tradition gegebenfalls ein ganz anderes.
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M.F.S.


Re: Mitgefühl und Täterschutz
Antwort #3 - 04.01.2014 um 09:54:22
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Wenn ich eine Religion an denen bemesse die den Kern ihrer Lehre entstellen, dann schütte ich quasi das Kind mit dem Bade aus. Statt ihren wahren Kern zu suchen, wäre es eine Orientierung am Falschen. Ich glaube die Frage der Orientierung könnte auch der springende Punkt in Deiner Frage nach dem Mitgefühl sein. Kein Mitgefühl zu haben weil Täter kein Mitgefühl haben, wäre ebenso eine Orientierung am Falschen. Im Grunde genommen wäre es sogar eine Anpassung an den Täter.
Ich weiß nicht ob Dir dieser Gedanke in irgendeiner Hinsicht behilflich sein kann. Selber finde ich es immer gut in solchen Fragen konkrete Fallbeispiele in Betracht zu ziehen und anhand solcher zu ergründen was mitfühlend wäre, was konsequent wäre und wie eine Synthese aus beidem aussehen könnte.
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dedi
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Beiträge: 379
Re: Mitgefühl und Täterschutz
Antwort #4 - 05.01.2014 um 11:03:40
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danke für eure Antworten

Ich bezweifle das eure Ansicht jeder teilen wird, obwohl es jeder sollte.

Es dürfte ziemlich schwierig werden den Straftätern in den oberen Ebenen der Macht, in einen rechtssicheren Verfahren, ihre gerechte Strafe zukommen zu lassen, allein schon deshalb, jemanden zu finden der unvoreingenommen urteilt und Menschen davon abzuhalten Selbstgerechtigkeit, warum auch immer, zu verüben.
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Re: Mitgefühl und Täterschutz
Antwort #5 - 05.01.2014 um 22:14:41
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Ja, es wäre eine Frage der Verhältnismäßigkeiten und gewiss sehr problematisch.
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freierMilan
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Freiland, Weg der Freiheit 1
Re: Mitgefühl und Täterschutz
Antwort #6 - 05.01.2014 um 22:45:16
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Vorschlag:

Zuerst sollten wir an die Leute überhaupt herankommen die Hauptverantwortlich sind.

In Südafrika wurde der Weg gewählt Wahrheitskommissionen einzurichten.

Dabei wurde denen Straffreiheit versprochen die durch ihre Aussagen weiter oben in der Hierarchie stehende belasten oder die Beweise dafür liefern können das diese Menschenverachtende Handlungen durchführten.

Es ist doch so, Mord ist Mord. Aber wer den Mord beauftragt hat mehr Verantwortung, als der der ihn auf Befehl ausübt, solange er sich in einer gewissen Art im Zwang fühlt. Dennoch kann auch der Handelnde nicht aus der Verantwortung entlassen werden.
Insofern funktioniert das Beispiel von Südafrika nur bedingt.
Was ist mit den Geschädigten, die werden dadurch nicht wieder lebendig oder deren Hinterbliebene haben einen klaren Schaden zu tragen.

Dennoch ist es wichtig aus der Gewaltspirale auszusteigen und vor allem die wirklich Verantwortlichen zu fassen und mindestens dafür zu sorgen das sie aus den entsprechenden Positionen hinausbefördert werden.

Im Zusammenhang mit Friedensverträgen nach Kriegen gibt es die Amnestie-Klausel.
Es wird damit quasi ein Schlußstrich zur Vergangenheit gemacht.

Damit die Menschen neu anfangen können.
Es macht ja auch sinn endlich in der Gegenwart anzukommen und nicht in der Vergangenheit festzuhängen.

Deshalb ist diese Frage die du ansprichst dedi eine ungeheuer brisante Frage und die Antwort dieser Frage wird entscheiden ob wir es schaffen das Geheiß, den wir sind ja erst menschlich, auf eine moralische Menschheit erfüllen können oder nicht.

Was ist unser Ziel?

um es christlich/jüdisch auszudrücken Zwinkernd

Altes Testament - Auge um Auge Zahn um Zahn? also Gerechter Ausgleich zwischen zweien?
oder
Neues Testament - Leidensfähigkeit die das Verzeihen nutzt um den Frieden zu gewinnen?

Das Verzeihen ist auch im Budhismus eine der schwersten Übungen überhaupt.

Es ist ganz sicher keine Rechtfertigung, wie du dedi vermutest, die andere freisprechen soll.

Es gibt nämlich keinen Anspruch auf Verzeihen es wird immer ein freier Akt sein müssen.

Aber wir können ein Rechtssystem aufbauen, das den Richter verpflichtet eine Lösung bzw. einen Ausgleich zwischen den Kontrahenten zu suchen und durchzusetzen. Der Richter hat dann die Aufgabe einen für beide Seiten gangbaren Weg zu erfinden.
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Monse


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Antwort #7 - 30.05.2014 um 21:12:42
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Jeder sollte zersut vor seiner eigenen Haustfcre kehren   offensichtlich haben diese in Oberndorf keine Besen mehr, sonst we4re die Ffchrung schon ausgefegt!
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Mitgefühl und Täterschutz
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