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Die Fratze der Gewalt (Gelesen: 3224 mal)
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Freiland, Weg der Freiheit 1
005 Die Fratze der Gewalt - Auf der Suche nach starkem Halt
Antwort #10 - 24.12.2013 um 10:35:12
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005 Die Fratze der Gewalt - Auf der Suche nach starkem Halt



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Auch mit diesem Teil stimme ich weitgehenst überein. Es gibt nur ein Problem, das ist die Frage nach dem ICH.
Da ich nicht mit dem verwendeten Termini nach Freud vorgehe, muß ich den Inhalt übersetzen.
Wenn das Ich der Wächter zwischen innen und außen ist, was bedeutet dann Ichstärke und Ichschwäche?
Bevor ich nicht die Psychische Struktur im neuen Modell vervollständigen kann, ist es für mich  vermutlich nicht möglich genau festzulegen, wie dort eine ICH-Stärke oder -Schwäche definiert werden könnte.

Was bedeutet selbst im herkömmlichen Freudgeprägten Modell ICH-Stärke und -Schwäche?
Zitat:
Ich-Schwäche ist eine aus der psychoanalytischen Instanzenlehre von Sigmund Freud abgeleitete Pathologie. Aus dem Zusammenspiel der ICH-Instanz mit den Instanzen ES und ÜBER-ICH sowie den Forderungen der Realität können psychische Störungen auftreten. Kann das Ich mit vernünftigen und realitätsgerechten Entscheidungen zwischen den divergierenden Anforderungen vermitteln, liegt eine Ich-Stärke vor. Unterliegt es hingegen einer der beiden anderen Instanzen oder passt es sich umstandslos den Anforderungen der Realität an, handelt es sich um Ich-Schwäche.

Quelle:wikipedia

Da kommen wir doch der Sache schon näher.

Aus dieser verkürzten Definition heraus betrachtet, kommt es also auf die Kohärenzkraft an, die die freudsche ICH-Stärke ausmacht. Dabei wird natürlich weiterhin angenommen, das es ein "realistisches" Außen gäbe und eine unbezweifelbare Vernunft mit der dieses Außen beurteilt werden könnte.

Was ist, wenn z.B. das Außen aber irrealistische Informationen liefert, wenn die Menschen sozusagen in einer Lüge leben, wohlmöglich da hineingeboren wurden?
Was ist, wenn klar wird, das die Vernunft mir nicht die Möglichkeit gibt solche Art Lügen als Falsch zu erkennen?

Aus der Definition oben geht das nicht hervor.

Wie erziehen/programmieren wir unsere Kinder für die Situation mit Hilfe ihres Seins überhaupt eine Realitätsprüfung durchzuführen ohne von den inneren "Instanzen" beeinflusst zu werden?

Uns sollte klar sein, das ca. die ersten 5 Jahre das Kind ohne Reflexionsmöglichkeit alles aufnimmt und erst mit der Sprache beginnt Reflexionen durchzuführen.

Wenn es einen Zusammenhang zwischen Reflexionsfähigkeit und Sprachfähigkeit gibt, dann könnten Eltern vor der Frage stehen, ob sie ihrem Kind möglichst frühzeitig viel Sprache anbieten, darauf hoffend, das dadurch frühzeitig eine Reflexionsfähigkeit etabliert wird, aber was ist dann mit der emotionalen Entwicklung? Wird diese dann abgeschwächt?

Als ich mich selbst hinterfragte, ob ich ein ICH-starker oder ein ICH-schwacher Mensch bin, stellte ich fest, das ich beides bin im Sinne Freuds. Ich suchte dann nach Bereichen des Lebens, wo ich nur ein kontinuierliches Verhalten/Empfinden hatte, um herauszufinden, in welchen Lebensbereichen ich ein Defizit feststellen könnte. Natürlich gingen mir dabei viele Erinnerungen an meine Kindheit ab. 
Und ich erfuhr, das ich einige Defizite mit der Zeit nicht durch äußere Orientierung kompensierte, sondern indem ich mich selbst stark machte. Vielleicht ist das aber auch ein Trugschluss.
Ich bemerkte, das ich an dieser Stelle gedanklich nicht weiter komme. Die Verknüpfungen in die "Vergangenheit" mit anderen Generationen im Sinne einer transpersonalen Psychologie waren größer als das, was mir das Freudsche Modell bot.
Dennoch ist der Ausschnitt 005 wichtig und ich bin noch nicht abschließend zu einer Aussage über dieses Phänomen der ICH-Stärke und -Schwäche im neuen Modell gekommen.

Würde ich weiterhin das freudsche Modell zur Grundlage nehmen, könnte ich auch meine Familien-Situation daran messen, doch ich verzichte erstmal darauf über diese zu schreiben. Das gehört hier vermutlich auch nicht wirklich her, wenn ich die Illusion eines neutralen Forschers aufrecht erhalten will Zwinkernd
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« Zuletzt geändert: 28.12.2014 um 12:40:41 von freierMilan »  

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Freiland, Weg der Freiheit 1
006 Die Fratze der Gewalt - Wenn die Fackel des Wachstums erlischt
Antwort #11 - 30.12.2013 um 17:17:30
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006 Die Fratze der Gewalt - Wenn die Fackel des Wachstums erlischt

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Locker und flockig erzählt Rüdiger Lenz hier die grundlegenden Schwierigkeiten unserer Gesellschaft.
Er schildert die Suchtstruktur unserer Gesellschaft. Ich kann nur jedm empfehlen diesen Absatz mehrmals anzuhören und genauu zu überlegen inwieweit er im eigenen Leben zutrifft.
Hier sind die Schlüssel enthalten, die uns bewußt werden müssen, um zur Freiheit zu kommen. Hier ist aber auch eine Generalkritik an der Methodologie des Ichs und dem Eigennutz-Prinzip enthalten, der wir seit Gründung der Mont Pelerin Society in Deutschland ausgeliefert sind.

Das Stichwort Bindungssicherheit als Voraussetzung für den inneren Selbstwert wird immer wieder unterschätzt und von der Gesellschaft regelrecht geächtet.
Die angesprochene Society ist angetreten den Kollektivismus zu vernichten. Deshalb die Ich-betonte Erziehungsmanipulation. Von wirtschaftlern zu erwarten, das sie die Sozialität einer Gesellschaft verstehen würden ist sicher eine Illusion, aber wir haben ja gesehen welchen Einfluß die wirtschaftsgedanken, den Ökonomismus, auf die Menschen hatte. Verallgemeinert als Kapitalismus muß dieser Weg in den Abgrund führen und wir wissen das, dürfen aber aufgrund der Manipulation nicht zum Kollektivismus zurückkehren. Haltlosigkeit bezüglich einer neuen Gesellschaft muß die Folge sein.
Wenn wir nicht lernen den auf Single-Gesellschaft und egoistischer Konsumbefriedung programmierten Weg zu verlassen, werden wir weder zu unseren Grundmotivationen vordringen können und sie wirklich erfüllen, noch als Gesellschaft überleben können.

Übrigens der Titel "Wenn die Fackel des Wachstums erlischt" kann somit als Doppeldeutig aufgefasst werden.
Entweder erlischt die Fackel in uns und wir können nicht mehr wachsen oder aber es erlicht die Fackel des Wachstums außerhalb von uns, womit dann der erzwungene Wirtschaftswachstum gemeint sein kann. Wenn wir wollen das die innere Fackel nicht erlischt müssen wir eine Wirtschaft entwickeln die auf Wachstumszwang verzichten kann.

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Re: Die Fratze der Gewalt
Antwort #12 - 30.12.2013 um 18:55:05
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...is ja heftig, gerade diese einfache klare ausdrucksweise, ohne bewertungen zu verwenden, bewirkt, dass ich mich dem thema öffnen kann. ich sehe mich und erkenne ein bischen dies beschriebene verhalten wieder und sehe menschen um mich herum, die sich so verhalten und bin betroffen und erkenne. eigendlich konnten wir es alle sehen und wußten irgendwie, dass solch ein verhalten falsch ist...nicht echt und so. aber die zusammenhänge zu sehen und wie einfach im grunde alles ist wühlt mich auf und es kommen lauter neue fragen in meinen kopf.
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Freiland, Weg der Freiheit 1
007 Die Fratze der Gewalt - Ich bin zu doof
Antwort #13 - 02.01.2014 um 20:29:37
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007 Die Fratze der Gewalt - Ich bin zu doof

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Ach Rüdiger wie du mir aus dem Herzen sprichst Zwinkernd
Es ist so schön festzustellen welchem Blödsinn wir in frühen Jahren ausgeliefert waren und wie der lange Widerstand gegenüber den zugewisenen Beurteilungen endlich durch wissenschaftliche Überlegungen bestätigt wird.
Geht es euch auch so?
Du schaffst das nicht! Wer hat das nicht schon gehört?
Und das bekommen wir zu hören obwohl wir nicht mal angefangen haben oder wenn wir gerade dabei sind zu überlegen was beim ersten Versuch falsch gelaufen ist um einen zweiten besser vorbereitet zu wagen.
Und wenn das erstmal drin ist im Verhalten, wenn wir selbst glauben das wior das nicht schaffen kümmern wir uns auch nicht mehr darum.
Schlimm ist auch, das manche unsere Situation dann ausnutzen und uns auf einr andere Sache hinweisen. Mach lieber das und das! Wenn das dann auch noch etwas ist was uns noch weiter weg vom Leben hinein in die virtuelle Welt der Bedürfnidkreationen geschieht ist der Rest der Katastrophe schon vorprogrammiert.

Auf dieser Website wurde von den Menschen ungeheuer viel erwartet. Sie werden ernst genommen. Sie werden als Lesefähig angesehen. Sie werden in ihrer Rechtsempfindung respektiert. Überall sind möglichkeiten wo die Menschen verantwortung übernehmen können. Sie sollen sich beweisen, sollen sich trainieren können.
Und es ist egal wo sie damit anfangen.
Was aber waren die ganzen Mühen wert die wir uns machten damit Menschen Hand anlegen und mitmachen?
Einige wenige haben verstanden. Haben prompt eigene Projekte gebaut - Das ist ja gut, nur hat das dazu geführt das Energie von hier abgezogen wurde., denn zugleich wurden andernorts wie facebook den Leuten Bequemlichkeiten offeriert die genau in das Schema ich kann das nicht hineinpassen.
Selber etwas tun ist anstrengend, zu lernen und Probleme lösen auch.
Also bleiben hier nur die wackeren und unermüdlichen. Die echten Menschen die an sich glauben.

So einfach ist es sich aus der Programmierung rauszuholen. Es ist nur eine ganz kleine Entscheidung notwendig und dann konsequentes handeln.
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Freiland, Weg der Freiheit 1
008 Die Fratze der Gewalt - Neugierverhalten stärken
Antwort #14 - 29.01.2014 um 07:13:04
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008 Die Fratze der Gewalt - Neugierverhalten stärken

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Asche auf mein Haupt, denke ich dabei an das, was ich meinen Kindern dem Grunde nach angetan habe. Allerdings schüttel ich nun gleich meinen Kopf, um nicht in ein weiteres deppressives Loch zu fallen, weil ich erkennen muß, was ich kaum noch wieder gut machen kann.
Zum eigenen Schutz und nicht zur Rechtfertigung muß ich bemerken, das ich lange Zeit zwar geahnt und teilweise gewußt habe welche Wirkung die Angst auf mich hat und welche Wirkung ich dann in Angst auf andere habe, aber diese Angst ist ja nicht einen die irreal war, sondern daher rührte, was ich da draussen in der Welt furchtbares sah und ich mich dieser Verantwortung stellte.
Ein Dilemma das hier im Beitrag von Rüdiger nicht richtig hervortreten kann beginne ich nun beschreiben zu können, wozu mir bisher die Worte fehlten.
Konfrontiert mit der Situation Vater zu sein und vorher schon wach genug, um die Probleme der Welt an mich herankommen zu lassen, mußte bei mir eine zumindest kurzfristig unlösbare Situation entstehen lassen. Wie sollte ich bei einer solchen Welt und allgemeinen Zukunftsperspektive meine Verantwortung für meinen Sohn erfüllen können? Wie sollte ich ihm eine Perspektive, eine Zukunft geben können, wenn ich mit ansehen muß, wie uns allen die Zukunft gestohlen wird durch die soziopathischen Maßnahmen der Eliten? Was konnte ich denn nur tun?

Ich bin ein Stehaufmännchen.

Ein Problem bleibt nur solange ein Problem, solange keine Lösung da ist. Deshalb suche ich solange eine Lösung, bis ich eine gefunden habe oder die Situation so geändert habe, das das Problem nicht mehr auftreten kann.
In diesem Fall wird es fast absurd: "Ich muß mal eben die Welt retten Schatz" Zwinkernd
So war es natürlich nicht, mir war schon klar, allein kann ich nicht "die Welt retten". Aber ich wollte meinen Teil dazu beitragen aus ganzem Herzen, denn "die Welt retten" heißt doch im Grunde meinem Sohn eine Zukunft zu schenken oder um es anders auszudrücken: Es sollte noch etwas von dem, was ich mir von meinem Sohn geliehen habe, übrig sein. Wir haben nunmal die Welt nur von unseren Kindern geliehen. Und das was ich geliehen habe, würde ich gerne verbessert zurückgeben.
In einer so auf Konsum, vermeindliches Glück, Zerstreung, Leichtigkeit und Oberflächlichkeit fixierten egomanen Gesellschaft zu leben und Verantwortung gegenüber der Zukunft zu zeigen und zu leben, wird schnell der Eindruck entstehen lassen, das hier ein Kamikaze-Vorhaben am Start ist.
Der Druck unter dem ich stand war enorm. Einerseits dieser kleine neue Mensch, der es doch so wert ist ein erfülltes Leben zu leben und auf der anderen Seite eine grausame Welt und Menschen, denen es egal zu sein scheint, was aus der Zukunft unserer Kinder wird.
Natürlich achten Eltern zumindest zum Teil darauf, das es ihren Kindern mal besser gehen soll, aber mit welchen Mitteln erreichen sie diesen Wunsch?
Sie sind wie alle den Konsumzwängen, der auf Massenmanipulation aufsetzenden Public Relation ausgeliefert und glauben ihren Kindern dies und das liefern zu müssen. Sie geraten unter den Erfolgszwang, um ihren Kindern etwas bieten zu können. Aber sie verstehen nicht, das dieser anfänglich ganz natürliche Wunsch inzwischen von den Geschäftemachern mißbraucht gegen sie eingesetzt wird. Sie zerstören mit ihrem "guten Willen" die Zukunft aller Kinder. Sie sehen nicht mehr das Wesentliche was unsere Zukunft erst ermöglicht.
Ich wollte es anders machen. Ich wollte verantworten was ich tat und mußte mich deshalb dieser Angst stellen und da Lösungen suchen, wo andere längst sich mit dem scheinbar unausweichlichen arrangierten. Wie wir hörten verkümmerte ihr Gehirn, weil sie keine Lösung fanden.

Ich bin ein Stehaufmännchen.

Für mich gibt es keine unlösbaren Probleme. Wenn ich es nicht allein schaffen kann dann schaffen wir es vielleicht gemeinsam. Mein Engagement verstärkte sich. Ich suchte Lösungen. Bezog andere und deren handeln in die Lösung ein, erfand neue gesellschaftliche Systeme, sorgte dafür, das es wenigstens einen gangbaren Weg geben wird der gegangen werden kann, wenn sich Menschen dafür entscheiden, aber ich hatte die Wirkung der Angst unterschätzt.
Ich revidierte meine Strategie - nicht nur einmal - bezog die Angst ein in meine Strategie und baute psychologische Werkzeuge, um der Angst entgegen zu wirken oder sie gar aufzulösen. Bei mir selbst hatte ich damit wenigstens Erfolg.  Ich werde nicht mehr von Angst beherrscht und ich finde Lösungen. Aber ich hatte die Angst immernoch unterschätzt. Ich habe nicht bemerkt wie meine Angstbewältigung ebenfalls Angst erzeugt in meiner Umgebung. Meine Art gegen diejenigen vorzugehen, die versuchen mir bewußt oder unbewußt Angst zu machen ist stark geworden, macht mich quasi unangreifbar. Doch wie war die Wirkung auf meine Umgebung? Hatte ich das bedacht? Nein nicht wirklich. Ich dachte als Vater mußt du stark sein, mußt du die Familie beschützen. Doch in dieser Welt der Konzerne war das ohne seine eigenen Ideale zumindest zum Teil aufzugeben nicht möglich. Diese Ideale waren es ja die einen gerade stark machten.
Ich geriet in immer größer werdenden Konflikt mit dem soziopathischen System. Die vielen aufgedeckten Lügen der, Betrug sogar durch Freunde des persönlichen Vorteil Willens. All das gab mir keine Möglichkeit, das was ich versuchte zu beschützen, wirklich empfinden zu können. An Stellen, wo ich mich hätte auf meine Familie konzentrieren sollen, hatte ich keine Kraft mehr. Durchhalten war oft die Parole. Einfach durchhalten und standhalten gegenüber dieser von Außen initierten Angst. Diese Angst verursacht durch kalkulierter Verantwortungslosigkeit des soziopathischen Gesellschafts-Systems.
Am Anfang, als mein Sohn noch klein war, als er noch nicht zur Schule ging, da gelang es mir noch hier und da das zu tun, was Rüdiger ansprach die Neugier zu wecken. Doch als dann der Formungsprozess der Schule begann, gelang es mir immer weniger. Das ist noch ein anderes Thema wegen meiner eigenen Schulgeschichte.

Warum erzähle ich das alles aus meinem Leben? Weil es jemand mal erzählen muß. Es muß klar werden, wie Eltern, die sich wirklich bemühen ein echtes Leben zu leben und ihren Kindern eine Zukunft zu geben keine wirkliche Chance haben in dieser Gesellschaft ihren erkannten Aufgaben nachgehen zu können. Wieviel lieber hätte ich mich um meine Kinder gekümmert als im Widerstand gegen das soziopathische System meine Kraft zur Wandlung einzusetzen, damit meine Kinder eine Zukunft erhalten.
Wieviel ist mir deshalb verlorengegangen an schönen Momenten an Erlebnissen an der Teilnahme des Wachsens meiner Kinder?
Nun, unser Freundlichkeitsallergiker wird berechtigt sagen können "Heul nicht". Und das tu ich auch nicht, aber ich mache deutlich was wir tun, weil wir das Umfeld von anderen bilden und was ich getan habe und spreche es aus damit andere diese Gedanke nicht vor sich selbst verstecken müssen.
Ich spreche das aus, weil ich nicht mehr im Konkurrenzdenken verhaftet bin. Es interessiert mich nicht, das andere nun in meine Wunden greifen können. Ich mache mich angreifbar aber zeige, das ich keine Angst haben brauche davor meine Fehler anzuerkennen und zu sehen mir blieb kaum eine Wahl.
Rüdiger spricht an, das nicht nur Eltern umdenken müssen, sondern das gerade auch die (soziopathische) Schule geändert werden muß, wenn wir nicht permanent kranke Menschen erzeugen wollen.
Ich sehe meine Kinder, ich sehe wie sie wachsen und wie sie ihre Aufgaben lösen. Trotz meines Dilemmas haben sie nicht nur überlebt, sondern beginnen etwas aus ihrem Leben zu machen. Ich habe nicht versagt, auch wenn ich heute weis, das ich es hätte noch besser machen können, wenn ich noch mehr Information zur damaligen Zeit gehabt hätte, wenn mehr Menschen da gewesen wären, die nicht dem soziopathischen bzw. zwangsneurotischen Konkurrenzdenken verfallen wären. Die Weltkriege haben viele familiären Strukturen zerrüttet. Gewaltexzesse traumatisierten ganze Generationen. Massenmanipulation hat aus uns Sklaven des Konsums gemacht und bremst den generativen Heilungsprozess. Unsere Generation konnte nicht auf gewachsene Strukturen zurückgreifen. Doch ...

Ich bin ein Stehaufmännchen.

Und es gibt noch mehr Stehaufmännchen. Vielleicht konnte ich meinen Kindern das trotz der erkannten Defizite beibringen. Vielleicht ist es wichtiger ihnen das Werkzeug an die Hand gegeben zu haben sich selbst wieder aufzubauen. Vielleicht entscheiden sie sich dieses Werkzeug anzunehmen und zu nutzen.
Es gibt keine unlösbaren Probleme, auch wenn uns die Angst dies immer wieder erzählen wird.
"Erfahrungen die unter die Haut gehen" können wir sie erreichen, wenn wir frühzeitig glauben das es keine Lösung gibt? Wenn wir immer nur eine optimale Situation erleben dürfen, geht nichts mehr unter die Haut. Eine "Behütete" Kindheit kann daher nicht, wie es allgemein angenommen wird, die Kinder in ihren Grundfähigkeiten stärken. Probleme sind dazu da, das wir sie lösen und ohne Probleme lernen wir nicht Lösungen zu erreichen.
Niemals aufgeben ist ein besserer Ratschlag als die meisten annehmen.
Neugier stärken heißt also auch, das wir davon ausgehen nirgendswo eine optimale Situation annehmen zu können. Eine IDEAL-Welt ist nur deshalb ideal, weil es sie nicht gibt, weil sie nicht existieren kann.
Warum sollen wir sie anstreben? Warum realisieren wir nicht, das das Beste nicht das "Beste" ist?
Was ich in anderer Weise als Rüdiger als Dilemma bezeichne ist die Unmöglichkeit in einer soziopathischen Gesellschaft zu erwarten, das Eltern in der Lage wären sich ihren Kindern tatsächlich so, wie sie es sollten und könnten zu widmen. Solange in künstlicher Weise die gesammte Natur durch die soziopathischen Strukturen vom Geldsystem angefangen über Wachstumszwang, totaler Kontrolle bis hin zur transhumanistischer Umformung in einen Zustand globaler Angst manövriert wird, können Eltern nicht allein die Verantwortung für ihre Kinder tragen. Alle Menschen, die sich aus den soziopathischen Klauen und dem zwangsneurotischen Verhaltensmuster beginnen zu befreien erkennen die Verantwortung, die sie haben, gemeinsam eine lebenswerte Zukunft für die nachfolgenden Generationen ermöglichen zu können.
Die Eltern müssen von diesem Kampf befreit/entlastet werden, ohne das sie sich den Zwangsneurosen ausliefern müssen und über den existenziellen Druck zurück ins Sklavenglied geführt werden. Sie müssen von denen beschützt werden, die gerade keine Kinder haben. Nur dann ist es möglich, das die Menschheit als Ganzes eine Chance bekommt.
Auch hier zeigt sich, das das Kooperations-Prinzip greift, sobald wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Nicht Singles gegen Familien ausspielen, nicht Junge gegen Alte, nicht Arbeiter gegen Nicht-Arbeiter, nicht Frauen gegen Männer usw.
Wir können nur als Ganze Gesellschaft aus der Menschlichkeit die Menschheit schaffen.

Smiley Smiley Smiley Smiley


 

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Freiland, Weg der Freiheit 1
009 Die Fratze der Gewalt - Die Vermeidung der Bequemlichkeit
Antwort #15 - 16.03.2014 um 07:03:00
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009 Die Fratze der Gewalt - Die Vermeidung der Bequemlichkeit


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Erstmal ist es natürlich wichtig den Menschen genau dieses was Rüdiger Lenz hier signalisieren will darzustellen. Ja, Probleme fördern das Denken in umfassenden Sinne. Doch bleibt hier ein Rest Kritik, denn wie wir ja schon gelernt haben darf dabei die Angst das Problem nicht lösen zu können nicht überhand gewinnen. Rüdiger Lenz hat deshalb schon die Sache mit dem Kortisol und dem Dopamin erwähnt. Wir kommen hier also in den Bereich dazwischen also zwischen Angst/Mißerfolg und dem Heureka ich habs/Erfolg. Wir sollten nicht nur bei Kindern, sondern auch bei uns selbst, darauf achten nicht vor Problemen davon zu laufen. Es ist eine Kunst diesen Weg wirklich zu gehen.
Einerseits: das Problem dem wir uns zuwenden sollte lösbar sein, sonst landen wir bei einer Kortisolausschüttung.
Andererseits: keine Probleme oder zu kleine Probleme fördern das Wachstum nicht weil dann nicht genug Dopamin ausgeschüttet wird.
Eine zu sehr behütete, zu sichere Situation erzeugt Stagnation der Vergrößerung des Netzwerkes unseres Denkorgans.
Eine zu problematische Situation überfordert uns und verhindert ebenfalls durch das Kortisol das wir unser Netzwerk stärker verknüpfen.
Ich habe das für mich bisser so gesehen:
Wir sollten eine Situation schaffen in der wir relativ sicher sind, also eine Situation in der nicht permanent ein Damoklesschwert über uns hängt weil sonst die Angst zu groß ist um kreative Lösungen zu erreichen (heute weis ich ja es geht um Kortisol!) und wenn wir in dieser Situation sind wo wri uns sicher fühlen sollten wir uns bewußt in kreative Unsicherheit begeben, also uns den Problemen stellen und sie notfalls auch suchen damit wir unserem Gehirn die Chance geben einen Erfolg zu erreichen.
Der Begriff "Kreative Unsicherheit" ist hier der Schlüssel.
Ein weiterer entscheidender Schlüssel ist bei Rüdiger Lenz wieder nur etwas versteckt zu erkennen. Ich möchte es noch einmal deutlich hervorheben.
Der philosophische Überbau initiiert durch die darwinsche Evolutionstheorie heißt: Konkurrenz sei ein natürliches Phänomen (die spitzen Ellenbogen bei Rüdiger Lenz). Ich sage dies ist eine moralische Projektion menschlicher Modellbildung auf die Natur. "Der der Erfolg hat im Konkurrenz-System sei von Gott geliebt" (Eine Einstellung des Glaubens in England in der Zeit Darwins)  Wir haben erlebt im sozialdarwinismus des folgenden Jahrhunderts wie dieser Gedanke in Leuten wie Hitler, Stalin, Roosevelt, Truman und anderen bis in die Herrenrassen-Idiologie pervertiert wurde und nach dem Ende des WK2 sich in dem Konsum und Leistungswahn einer egomanen Gesellschaft wandelt.
Ich behaupte aber, und damit mit ich nicht alleine, das nicht die Konkurrenz eine natürliche Kraft sei sondern das die Kooperation die entscheidende und universelle Kraft ist. Das was gleich als Anknüpfung im nächsten Teil bezeichnet wird von Rüdiger Lenz.
Also die falsche Lehre der Evolution nach Darwin und dessen Nachfolger hat uns eines der größten Probleme in der Gesellschaft beschert, weil dieses Denkmodell in Anwendung eine Reihe von Folgen erzeugt, die Angst fördert und dadurch die Menschen beherrschbar macht.
Deshalb können wir auch beobachten, wie dieses Modell die Grundlage für mind-control und für die Massenbeeinflussung liefert.

Die von Rüdiger Lenz dargelegten Beispiele dürfen nicht als ein im Außen angesiedelter Konkurrenzkampf (z.B. Welpen die in "Konkurrenz" um die Nahrung sich durchsetzen) gedeutet werden, sondern eine im Innern wirkende Optimierung der Zusammenenarbeit bzw. eine Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Außen und Innen.

Dieser gesellschaftlich-philosophische Überbau kommt auch in der Forderung von Rüdiger Lenz zum Vorschein wenn er von einer Fehler-Kultur spricht. Seit langem bin ich überzeugt, das es eine Fehlerfähigkeit ist, die uns als Mensch auszeichnet und die es uns ermöglicht kreativ zu neuen Lösungen vorzudringen. Hier sehe ich die Bestätigung durch Rüdiger Lenz. Ich möchte euch deswegen nocheinmal bewußt machen was es bedeutet wenn ein Fehler in einer Konkurrenz-Gesellschaft und wenn ein Fehler in der Kooperationsgesellschaft auftritt.
Konkurrenz Kooperation
Eigene Fehler werden möglichst versteckt um in der Konkurrenz zu anderen nicht aufzufallen. Eher machen wir andere für die eigenen Fehler verantwortlich. eigene Fehler brauchen nicht versteckt werden, weil in der Kooperation dadurch kein zusätzlicher Nachteil entsteht sondern eher Hilfe erwartet werden kann den Fehler abzufangen
Fehler werden nicht so schnell sichtbar wegen der Tentendenz den Fehler zu verstecken Fehler werden frühzeitig deutlich.
Die Erwartung an sich selbst keine Fehler zu machen erzeugt einen zusätzlichen Stress bei dem Einzelnen Die Bereitschaft Fehler der anderen aufzufangen erzeugt auch ein gewisses Maß an Stress aber er verteilt sich auf alle die nicht an gerade handeln sondern nur im Bedarfsfall unterstützend eingreifen.
Fehlerentdeckungen sind mit sozialer Zurückweisung verbunden und erzeugen ein Gefühl der Scham und der Niederlage Fehlerentdeckungen werden gemeinsam zu einer Lösung geführt und durch die gemeinsamkeit werden zusätzliche Bedürfnisse sozialer Annahme befriedigt.
Mit einem Fehler bin ich immer allein Fehler schaffen gemeinsames handeln
Fehler müssen groß sein um aufzufallen und werden auch groß weil sie nicht schon im Ansatz entdeckt werden können Fehler gehören zum Leben dazu und diese Akzeptanz und die schnelle Reaktionsmöglichkeit vermeidet große Fehler
 
Ich denke es gibt da noch mehr Aspekte.

Es ist also entscheidend um es mal auf auf einer anderen ebene zu betrachten das ein Bedingungsfreies Grundeinkommen in einer Konkurrenzgesellschaft negativ auf die Gehirnentwicklung wirkt während in einer Kooperationsgesellschaft dies nicht der Fall ist.
Das jeweilige Umfeld bestimmt das Ergebnis.
In der Konkurrenzgesellschaft wird das BGE dazu führen das bestimmte Menschen aus der Produktiven Szene der Gesellschaft ausgeschieden und in eine stagnative Hirn-Situation verfrachtet.
In der Kooprationsgesellschaft wird das BGE die nötige Grundversorgung gewährleisten das Damoklesschwert also entfernen, aber durch die Kooperative Grundmotivation werden diese Menschen nicht ausgeschieden aus dem produktiven Gesellschaftsbereich sondern sind in einer anregenden kreativen Unsicherheit der Erwartungen der Gemeinschaft eingebettet.
Wir erkennen das ein und das gleiche Systemmodell BGE völlig unterschiedliche Wirkungsweisen je nach Umwelt bewirkt und das das BGE nicht als einzelnes System betrachtet und beurteilt werden darf. Das BGE ist keine Lösung in der derzeitigen Wirtschafts-Organisation kann aber unter anderen Umweltbedingungen geradezu ein Schlüssel sein.
Da im Teil 009 gleich auf Teil 010 hingewiesen wird werde ich diesen Teil ebenfalls sofort interpretieren.
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Freiland, Weg der Freiheit 1
010 Die Fratze der Gewalt - Das Gehirn liebt Probleme
Antwort #16 - 16.03.2014 um 08:17:13
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010 Die Fratze der Gewalt - Das Gehirn liebt Probleme


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Auch diesem Beitrag kann ich einerseits zustimmen aber es gibt Aspekte und Formulierungen die würde ich momentan zumindest nicht derart absolut ausdrücken.

Das Gehirn ausschließlich als Anknüpfungsorgan zu sehen kann ich zwar nachvollziehen aber ich bin mir dessen noch lange nicht sicher ob es so wie geschildert nur funktioniert oder auch noch andere Eigenschaften hat die hier ignoriert werden um ein bestimmtes Modell der Betrachtung realisieren zu können.
Die Vorstellung der fortdauernden Anknüpfung scheint mir eine adaption von Luhmann zu sein der in seiner soziologischen Systemtheorie ebenfals von soclchen Anknüpfungsprozessen redet. Da dieses Modell wiederum auf Postulaten beruht bezüglich der Systementstehung im Allgemeinen die ich nicht mittragen kann, dem ich sogar ein anderes Modell entgegenstellen würde sind möglicherweise die Daten die zweifelsohne erhoben worden sind doch noch etwas anders zu deuten als es Rüdiger Lenz darstellt. Vielleicht nur in einer Nuance, aber diese würde die Sache möglicherweise noch stimmiger machen als sie bereits ist.
Was hier als Anknüpfung bezeichnet wird ist auf jeden Fall zuersteinmal eine Spur die jeder nachgehen sollte und sie ist tatsächlich ein Paradigmawechsle in der Modellbildung des Gehirns.
Doch nicht jedes Neue Modell erweist sich auf Dauer auch als Haltbares Modell.

Wir können dennoch durch diese neue sichtweise viele neuen Experimente machen und so vermute ich auch mit positiven Ergebnissen überwiegend rechnen.

Die beschrieben Verarbeitungskaskade von jüngeren Gehirnbereichen zu älteren ist allerdings schon eine ältere Theorie und von daher auch stärker belegt.
Arthur Janov und seine Primär-Theorie sei hier erwähnt.

Bei der Erklärung von Rüdiger Lenz wird allerdings etwas noch nicht problematisiert. Es ist nicht allein das Problem das einen bestimmten Zustand des Gehirns erzeugt und daher die Kaskade abgearbeitet wird bis zur Lösung. Es ist auch das Umfeld das mit dem Problem zusammen den Zustand bestimmt.
Bei hohem allgemeinen Stress wird ein bestimmtes Problem anders verabeitet als wenn kein Umwelt-Stress vorhanden ist.
Es kommt also immer auf die Gesamtsituation an.
Der letzte Teil seiner Darlegung ist ebenfalls sehr wichtig. Das also ein Zusammenhang besteht zwischen der Erregung und der dadurch möglichen Neu-Verschaltung oder Verschaltungsstärkung bestimmter Gehirnbereiche.
Aus dem gleichen Grund kann auch nicht einfach etwas vergessen werden, was bereits als Verabeitungsstruktur sich verfestigt hat.
Es muß dann erst wieder "verlernt" werden und bestimmte Verschaltungen müssen erst abgebaut werden, damit die Verarbeitung eines Reizes andere Bahnen laufen kann.
 
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011 Die Fratze der Gewalt - Lösungsfindung im Gehirn
Antwort #17 - 06.04.2014 um 12:45:32
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011 Die Fratze der Gewalt - Lösungsfindung im Gehirn

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Zu diesem Teil des Buches möchte ich einige Ergänzungen machen auch auf die Gefahr hin, das diese Ergänzungen vielleicht noch später in dem Buch Erwähnung finden.
Ich habe gelernt, das der Mensch oft zwischen Systemen Grenzen zieht, um sie besser unterscheiden und sich orientieren zu können. In Wirklichkeit wirken die Systeme in einer Einheit und in ständiger Wechselwirkung.
Das vorgetragene von Rüdiger Lenz ist dennoch eine gute Beschreibung der verschiedenen Gehirnbereiche und deren Funktionen. Wir sollten uns vor Augen führen, das alle Gehirnbereiche gleichzeitig gewissermaßen mehr oder weniger aktiv sind und wir eben das Ganze repräsentieren.
Wovon ist nun abhängig welches System gerade dominiert, also stärker als andere aktiv ist? Ist es so, das es allein davon abhängig ist, ob ein Gehirnbereich prinzipiell ein Problem lösen kann oder spielt da noch etwas eine Rolle?
Aus meiner Sichtweise, die von der gleichen Aufteilung ausgeht, sehe ich nicht nur die Lösungsfähigkeit im Fordergrund, sondern auch den Gesamt-Stress dem alle Systeme ausgesetzt sind. So würde beispielsweise ein Gehirnbereich nicht zu einer Lösung vordringen können, die es im ausgeglichenen Zustand erreichen könnte, wenn der Gesamtstress zu groß ist. Das wird auch gewissermaßen von Rüdiger Lenz angedeutet, indem er sagt: "Da das Großhirn und das Strinhirn entwicklungsgeschichtlich erst vor sehr kurzer Zeit entstanden ist, drängen uns alle älteren Hirnstrukturen ihre Vormachtstellung im Fühlen, Denken und Handeln auf." Er schildert hier, das eine "Verarbeitungsverschiebung" stattfindet zu Gunsten älterer Gehirnbereiche. Ähnliches hat bereits Arthur Janov beschrieben, wenn er die These aufstellt: Je höher der Stress ist, desto ältere Gehirnbereiche übernehmen die Arbeit. Er nennt die Erstprogrammierung eines Gehirnbereichs primäre Erfahrung. Rüdiger Lenz spricht von genetischen Programmen. Janov hingegen meint, das zwar solche grundsätzlichen genetischen Programme existieren, aber das die jeweiligen Gehirnbereiche auch durch ihre erste Benutzung in einer spezifischen Weise programmiert werden.
Es gibt hier ein Wort-Definitions-Problem. Was ist ein Programm und was ist Programmierung.
"Genetische Programme" deutet darauf hin, das es eine genetische Voraussetzung gibt, eine Determination. Doch seit Bruce Lipton wissen wir das Gene nur eine Blaupause sind und es auf die Umwelt ankommt, ob sie aktiviert werden. Nicht die genetischen "Programme" sind die Steuerungselemente, sondern die Umwelt dieser Blaupause.
Es müßte also eher gesagt werden, das die Gene, die dem Grunde nach inaktiven Bauteile sind, dann durch den ersten Gebrauch (primäre Verarbeitung von Außenreizen/Verschaltung) eine tiefsitzende Programmierung erhalten.
Es ist immer zweifelhaft ein biologisches System mit technischen Begriffen zu beschreiben.
Wir könnten meinen, das für die eigentliche Aussage von Rüdiger Lenz dies allerdings keine wesentliche Rolle spielen würde, da diese ja nur darstellt, das in den ältesten Gehirnbereichen eben diese "genetischen Programme" die Hauptrolle spielen würden.
Das von Janov gezeigte Modell lässt sich allerdings auf jedes Gehirnbereich beziehen, sodaß ein Prinzip daraus ersichtlich wird, was wir möglicherweise bei allen Lernprozessen anwenden können - die Grundprogrammierung jeder Prozessverarbeitung. (So wie wir eine Sache das erste Mal lernen werden auch ähnliche Vorgänge in folge einfacher erlernt)
Auch die Differenz in der Einfachheit eines Lernens, wie es Rüdiger Lenz darstellt, ist hier genauer erklärbar. Auf die primäre Programmierung setzen die anderen weniger stressigen Lernerfahrungen auf und differenzieren das ursprüngliche Programm. Weil in der Kindheit wesentlich häufiger neue Bereiche des Erlebens stattfinden, ist es auch klar, das dort wesentlich mehr verknüpft werden kann. Das schließt eben nicht aus, das auch im Alter gelernt werden kann und möglicherweise auch in der gleichen Geschwindigkeit, wenn die entsprechenden Anknüpfungspunkte existieren, aber die Breite des Lernspektrums kann eingeschränkt sein, weil bereits viele potenzielle Möglichkeiten der Anknüpfung durch stabilisieren bestimmter Verknüpfungen ausgeschlossen werden als Option.
Rüdiger Lenz hat dennoch recht, wenn ich seine Aussage als Faustregel betrachte, das in der Kinderzeit ein einfacherer Zugang zu vielen Lernmöglichkeiten existiert. Das sagt aber nichts darüber aus, ob das stattfindende Lernen auch zu einem effizienteren späteren Denken werden muß. Die Qualität der Lernsituation ist komplexer und kann m.E. nicht auf diese einfache Regel reduziert werden. Sie ist nur ein Hinweis darauf das wir einiges in der bisherigen Erziehung falsch machen.
Rüdiger Lenz sagt, das erst der Neokortex zeitlebens lernfähig sei. Einerseits bestätige ich erstmal diese These, aber ich würde es nicht wagen zu behaupten, das die älteren Gehirnbereiche nicht zeitlebens lernen können. Ich vermute eher, das erst, wenn wir die epigenetischen Aspekte beim Lernen erforscht haben, eingrenzbar ist, was wir auch im Alter in diesen Gehrinbereichen lernen können.

Die Aussage, das die, wie ich es sage, auf Bernays zurückführbare Massenpsychologie (Popaganda) das Medium für Politik und Werbung ist und dort eben die älteren Gehirnbereiche angesprochen werden, unterstütze ich voll. Das haben wir in unserem Mind-control-Thema und in anderen Themen schon oft explizit herausgearbeitet.

Fazit, auch wenn es feine Differenzen in der Modellbildung der Beschreibung gibt zwischen Rüdiger Lenz und mir, stimmen wir in der Tendenz durchaus überein. Die Differenzen könnten auch durch die Einschränkung, die eine Themenwahl für ein Buch erzeugt, entstanden sein und ein mögliches Gespräch in der diese Fragen näher angesprochen werden könnten, würde sicherlich das Thema weiter vertiefen können und die Aussagen genauer werden lassen.
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012 Die Fratze der Gewalt - Das Gehirn bildet sich seine eigene Welt
Antwort #18 - 21.09.2014 um 19:49:43
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012 Die Fratze der Gewalt - Das Gehirn bildet sich seine eigene Welt

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Bei diesem Abschnitt habe ich kein gutes Gefühl zu dem was Rüdiger Lenz aussagt. Ich kann zwar nicht definitiv sagen, hier liegt Rüdiger Lenz falsch, weil ich einiges ebenso sehe wie Rüdiger Lenz, aber mir ist bewußt, das der Bereich der Bewußtseins-Philosophie gerade in den letzten 20 Jahren durch die neurologischen Erkenntnisse enormen Veränderungen unterworfen ist. Vieles von alten Vorstellungen hat sich mittlerweile als falsch herausgestellt und einiges altes ist plötzlich in den Mittelpunkt der Betrachtung geraten.
Insbesondere Formulierungen wie "...dies bestimmen immer die übergeordneten Muster, die Familie die Kultur und die Gesellschaft, das politische System." sind für mich nicht schlüssig. Es wird hier eine Einflußhierarchie festgeschrieben, die wir aus unserer Erkenntnislage leider noch nicht bestätigen können.
Es wird von Rüdiger Lenz auch all zu einfach dargestellt, wie das Gehirn zu dem wird, was es wird. So finden die Traumatischen Erlebnisse kaum eine Erwähnung. Es ist zwar richtig das genetisch ein ungeheures Potenzial des Gehirn ermöglicht und es ist auch richtig, das die Umwelt, in der ein Mensch groß wird bestimmtes Potenzial entfalten hilft und anderes nicht entfaltet, weil es nicht benötigt wird für die entsprechende Umwelt, aber dennoch würde ich daraus nicht entnehmen, das hier ein Vorrang irgendeiner Entwicklung vorgegeben ist. Das Selbstbild eines Menschen, wie es im Gehirn repräsentiert wird, ist durchaus abhängig von dem, was die Umwelt ermöglicht, also beispielsweise die Familie oder die Gesellschaft ermöglicht, aber dennoch gibt es immer wieder Ausnahmen, wo eben nicht erklärbar ist, warum ein Mensch sich in eine bestimmte Richtung entwickelt, die durch Familie oder andere Umwelt nicht vorgesehen war. Eine Gesellschaft die bereit ist vieles zu ermöglichen erhöht die Entscheidungsmöglichkeit wohin sich der Mensch entwickeln kann. Um so stärker werden wir beobachten können an welchen Stellen der Mensch lernt Entscheidungen zu treffen, vor allem dann wenn zwischen Störung und Kompensation größere Zeitspannen liegen und somit auch stärker reflektierte Gedanken zur Handlung beitragen können.
Das Selbstbild des Menschen ist heute sehr stark durch das Selbstbild vom Körper dominiert. Ich sehe hier allerdings zwei Tendenzen. Einmal das durch unsere Gesellschaft das Körpergefühl wahrnehmen sehr stark gedämpft wird und daher viele Menschen ihren Körper gar nicht als ihren Körper empfinden und zweitens das sich eine Tendenz breit gemacht hat den Körper nach äußeren Idealen zu verformen.
Beides hat oftmals negative Folgen für den Menschen da der natürliche biologische Vorgang des Wachsens und der Regeneration unterdrückt wird. Die Menschen glauben sich zu verbessern aber sie machen sich eher krank und anfällig.
Immerhin gibt Rüdiger Lenz uns erste Ansätze den Menschen anders zu betrachten als es von Alters her üblich ist und weißt mit Recht daraufhin, das die übergeordneten Muster des Verhaltens aus Familie und Gesellschaft enorman Einfluß haben.
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013 Die Fratze der Gewalt - Hirn an - Hirn aus
Antwort #19 - 28.12.2014 um 14:24:33
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013 Die Fratze der Gewalt - Hirn an - Hirn aus

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Rüdiger Lenz beschreibt hier etwas, was die meisten von uns in Erstaunen versetzen kann.
"Wir", d.h. die, die das durch unsere Vorstellung von Bildung als allgemeine Leitmethode akzeptiertes Lernen internalisierte Modell benutzen denken ineffektiver als sie dachten.
Doch auch wenn ich Rüdiger Lenz zuersteinmal durchaus was den beschriebenen Versuch betrifft recht geben mag, ist es nur ein Teil dessen, was wir in neuester Zeit über die Verarbeitung von Informationen im Gehirn herausbekommen haben. Erst nach der Gesamtschau der neuen Erkenntnisse  würde ich es wagen die Schhlussfolgerungen zu ziehen die Rüdiger vorwegnimmt.

Wie passt mit dem geschilderten zusammen, das das Gehirn seinen Stoffwechsel ständig bestrebt ist herunterzufahren und nur die Störung von Außen (oder auch von innen) dazu führt das der Stoffwechsel steigt?
Dieser Fakt spielt hier im Beispiel noch keine wirkliche Rolle. Oder doch?

Im Beispiel werden zwei Stoffwechsel-Situationen beobachtet, die eine Situation kann als konkrete Problembewältigung betrachtet werden und führt daher schneller dazu das der Stoffwechsel heruntergefahren werden kann bzw. sich gar nicht erst so aufschaukelt.
Die andere Situation betrachtet den Stoffwechsel wo ein Lösungsstau entsteht. Der Mensch kann nicht in das geschehen eingreifen also werden die auftretenden Signale (Störungen) nicht zu einer Handlung umgesetzt und ständig kommen neue Signale dazu. Sie können nur abgeleitet werden, wozu, so vermute ich, weitere Stoffwechselvorgänge nötig sind.

Die Faustregel Gehirn denkt nur solange es für ein Problem eine Lösung sucht und diese dann in Handlung umsetzt dann geht es wieder in einen Ruhezustand.

Das wirft natürlich weitere Fragen auf.
Da wird z.B. gesagt der Mensch würde nur 10% seines Gehirn nutzen.
1. können wir nur bisher den Stoffwechsel des Gehirns messen und nehmen an das dies ein Ausdruck auf der materiellen Ebene sei vom denken. Wir tun also so als ob wir denken messen und messen in Wirklichkeit nur den Stoffwechsel.
2. Wenn das Gehirn schnellstmöglich wieder seinen Stoffwechsel runterfahren will dann ist eigentlich der Mensch intelligenter, der das auch schneller schafft, also insgesammt weniger Stoffwechsel zeigt, dessen Gehirn also effektiver das Problem einer Lösung zuführt.
Wir müßten also daher annehmen je weniger Stoffwechsel messbar ist sagen wir mal 5% statt 10% desto effektiver sind die Verschaltungen im Gehirn.

Insofern ist die Aussage wir benutzen "nur" 10% unserer Gehirnkapazität eine sehr irreführende Formulierung.

Deswegen halte ich es momentan noch zweifelhaft ob die Schlussfolgerung von Rüdiger Lenz hier zutreffend ist und durch das vorgeführte Experiment bestätigt wird.
Aber es könnte sein das die Aussage des videos durch andere Zusammenhänge dennoch bestätigt wird.
Herr Thomas Metzinger berichtet von einem Experiment bezüglich der Objektblindheit.
Hier ist es fast so, wie Rüdiger Lenz es beschreibt.
Wenn ein Mensch eine konkrete Aufgabe hat blendet er alles was nicht zur Aufgabe zu gehören scheint und störend wirken könnte aus seiner Wahrnehmung aus. Selektive Wahrnehmung hat sicher etwas damit zu tun.

Das Experiment was Rüdiger Lenz schildert soll nach seiner Aussage Teil eines umfassenden Experiments sein bei dem es um die Globalisierungsfunktion des Gehirns geht und die zu Verfügungstellung von Ressourcen. Das ist für Rüdiger natürlich ein sehr wichtiger Themenbereich, der für seine Arbeit hohe Wichtigkeit besitzt.
Das was wir bisher nur verallgemeinernd als Programme bezeichneten zeigt uns nun differenziertere Aspekte.
So müssen wir wohl unterscheiden zwischen Programmen, die ganz dicht an der Blaupause, also am genetischen Determinismus angesiedelt sind und Ausdruck der primären Benutzung eines Gehirnbereichs darstellen und Programmen, die durch das gezielte Erlernen von bestimmten Methoden eingeübt wurden und dazu führen fachspezifische Aufgaben einfacher zu lösen. Bei beiden wirkt die obige Faustregel der Stoffwechselminimierung durch Problemlösungen, aber beide sind auch Einschränkungen unserer Entscheidungsmöglichkeiten durch bereits geschehener Optimierung von Lösungsstrategien.
Es ist natürlich möglich das die geschehene Optimierung doch nicht die optimale Lösungsstrategie ist, aber der antrainierte Weg eine optimalere Lösung versperrt. Doch sicher ist das nicht. Daraus allgemein zu schließen, das deshalb im zweiten Durchgang wie die Forscher behaupten eine bestmögliche Optimierung darin gesehen wird, das der Stoffwechsel im ganzen Gehirn verstärkt war, kann ebensogut ein Trugschluss sein und eben nur den Ausdruck darstellt einer eigentlichen Überlastung des Gehirns durch das durch nicht-Handlung  aufstauen der Lösung.
Natürlich könnte dies gewissermaßen auch bedeuten, das durch die "künstliche" Hinderung der Handlung und den dadurch entstehenden Lösungsstau komplexere Lösungsstrategien ermöglicht werden und dann zu optimierteren Denkstrukturen führen die später dafür sorgen das in der Wiederholung in der dann auch gehandelt werden darf schneller das verringern des Stoffwechsels ermöglicht wird und das durch derlei Situationen auch dazu führen kann die vormalig optimierte Handlungschema aufgegeben (verlernt) werden kann.
Mit Rüdigers Aussage über Kreativität stimme ich deshalb dennoch überein, auch wenn ich diese Form als kreative Unsicherheit bezeichne die nur einen Aspekt der Kreativität darstellt.
Dr. Gerald Hüther zeigt aber noch einen anderen Weg der Kreativität, nähmlich den über die Begeisterung. Gelingt es mir jemanden von einer Problemlage zu begeistern wird auch der Stoffwechsel angeregt und es kommt zur Ausschüttung von wachstumsfödernden Stoffen die eine Vernetzung als die Anknüpfungen voran bringt. Und das geschieht, ohne das ich das Gehirn durch ein Problem erst in den Alarmzustand versetze.
Daher gehen mir dann auch die letzten Schlussfolgerungen von Rüdiger Lenz erstmal zu weit. Sicher ist es richtig das wir von unserer bisherigen Art der Bildung schnellstmöglich Abschied nehmen sollten, aber deshalb müssen verschiedene Künste die bereits über Generationen eine Optimierung erfahren haben nicht verteufelt werden, aber sie können erweitert werden durch Begeisterung für ein offeneres Denken.
Die andere Seite von bestimmten Denkmustern ist nämlich, das sie in einer gewissenweise auch für Stabilität sorgen können, die ein erhebliches Maß an Sicherheitsgefühl bzw. der Abwesenheit von Angst ermöglichen.
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