Willkommen Gast. Bitte Einloggen

   NeuesForumMilanum
unabhängige Plattform für die Selbstverwaltung Milanstation
und die Vereinigung natürlicher Menschen
zur Förderung universeller Menschenrechte
 
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenPN an Administrator Milanstation VNM altesForum runde Tische  
 
Seiten: 1 2 3 4
Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze (Gelesen: 2948 mal)
M.F.S.


Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
14.11.2013 um 21:50:54
 
Die höchste Kunst zu kämpfen ist es, nicht zu kämpfen

...


Das Nichtkampf-Prinzip ist eine ganzheitliche Methode, zerstörerische Aggressivität, Gewaltverhalten, Konflikte, Kämpfe und Kriege zu verhindern.
Das Nichtkampf-Prinzip ist ein neuer Weg zum Frieden mit sich selbst und daher zum Frieden mit den anderen - ein ganzheitlicher Friedensansatz.
Das Nichtkampf-Prinzip ist Heilung der Gewalt und Heilung der Kampfgesellschaft - also Heilung aller Zivilisationskrankheiten der Seele.

Das Nichtkampf-Prinzip fördert den Ichsouveränen Menschen und Kooperativität in allen Bereichen des Lebens.
(http://www.nichtkampf-prinzip.de/)

http://www.youtube.com/watch?v=TeCSCRY__RY#t=3358
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 17.11.2013 um 02:32:30 von N/V »  
 
IP gespeichert
 
freierMilan
*****
Offline


Der Betreiber der Site
mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
Re: Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
Antwort #1 - 15.11.2013 um 15:20:45
 
Ja ein Ansatz der wichtig ist, aber es ist wie bei vielen Ansätzen, er ist einseitig und übersieht die Soziopathen.

Änderung:
Ich muß mich korrigieren was ich imBeitrag 26 mache.
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 15.12.2013 um 04:44:56 von freierMilan »  

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
IP gespeichert
 
M.F.S.


Re: Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
Antwort #2 - 15.11.2013 um 21:07:29
 
Ich hatte mir zunächst einmal die erste Stunde des Videobeitrags angehört und finde das er dort recht interessante Ansichten vertritt. Er erwähnt darin auch Aspekte aus seinem Lebenslauf,
ich denke als Kampfsporttrainer mit Türstehererfahrung und Anti-Aggressions-Therapeut wird er sich zwangsläufig mit der Problematik soziopathischen Verhaltens befasst haben und seine Erfahrungswerte entsprechend in seinem Ansatz vom Nichtkampf-Prinzip integriert haben. Eventuell werde ich sein Buch lesen und in dem Fall später nochmals in diesem Zusammenhang darauf zurückkommen.
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
freierMilan
*****
Offline


Der Betreiber der Site
mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
Re: Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
Antwort #3 - 16.11.2013 um 10:54:50
 
Jemand der sich damit beschäftigt wie auch immer muß nicht zwangsläufig mit den ponerologischen Thesen konfrontiert werden, denn vor der ponerologie gab es andere Thesen mit denen die Phänomene erklärt werden.

Soweit ich mich mit dem Herrn beschäftigt hab arbeitete er vorallem mit traumatisierten Menschen. PTBS etc.
Da ist er noch nicht zwingend an den soziopathen dran.

Zum Seitenanfang
 

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
IP gespeichert
 
M.F.S.


Re: Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
Antwort #4 - 16.11.2013 um 15:03:43
 
Zitat:
Jemand der sich damit beschäftigt wie auch immer muß nicht zwangsläufig mit den ponerologischen Thesen konfrontiert werden, denn vor der ponerologie gab es andere Thesen mit denen die Phänomene erklärt werden.


Ich kannte den Begriff Ponerologie noch nicht.

Zitat: „Das Böse gibt nur im Lichte einer wahrlich modernen und wissenschaftlichen Herangehensweise seine Geheimnisse preis. Diese Herangehensweise wird Ponerologie genannt -- ein Studium des Bösen -- abgeleitet von dem griechischen Wort poneros, 'böses'.“

Qielle: http://de.sott.net/article/2014-Das-1x1-der-Ponerologie-Lobaczewski-und-die-Wurz...

Zitat:
Soweit ich mich mit dem Herrn beschäftigt hab arbeitete er vorallem mit traumatisierten Menschen. PTBS etc. Da ist er noch nicht zwingend an den soziopathen dran.


Das sehe ich auch so, wobei daraus gegebenenfalls ein soziopathisches Verhalten resultieren kann. Außer durch ein Verfolgen der Entwicklungsphasen wüsste ich allerdings nicht, wie sich angeborene Soziopathie sonst noch von traumabedingter Soziopathie unterscheiden ließe.
Abgesehen von denkbaren Abstufungen im Schweregrad hinsichtlich letztgenannter, was wäre der grundlegende Unterschied wenn beides im Resultat Vergleichbares impliziert? Liegt der Unterschied darin, dass angeborene Soziopathie ein unveränderliches Anderssein impliziert und dass bei traumabedingter Soziopathie Aussicht auf rückwirkende Heilung bestehen kann (wobei sich mir hier zudem die Frage stellen würde, ob es auch einen point of no return geben kann)?
Einmal ungeachtet dessen, wo läge bei Beidem der gemeinsame Nenner im Hinblick auf eine Schadenbegrenzung? Ich denke er kann sich in einem konsequenten Umgang finden, wie siehst Du es?

Rüdiger Lenz hatte den Wert von Erfahrungen betont und dass Erwahrungswerte nicht durch angelernte Theorie ersetzbar seien. Wie bereits erwähnt denke ich, dass sich kaum eine Möglichkteit der Unterscheidung bietet, wenn man sich unmittelbar mit soziopahtischem Verhalten konfrontiert sieht (zumal ja auch noch erschwerend hinzukommen kann, dass es aufgrund der Chameläonartigen Eigenschaft soziopathischen Verhaltens schwierig sein kann es überhaupt als solches erkennen zu können). Wenn sich sozipopathische Charaktere unter seinem Klientel einfinden, wird er daher wahrscheinlich zumindest zunächst einmal nicht wissen wodurch ihre Bösartigkeit begründet ist und aus dieser Unkenntnis heraus aus seinen Erfahrungen etwas gelernt haben, das fände ich in dem Fall sehr interessant.

Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
freierMilan
*****
Offline


Der Betreiber der Site
mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
Re: Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
Antwort #5 - 16.11.2013 um 23:04:31
 
Es geht m.E. um verschiedene Ebenen.

Eine Ebene ist die philosophisch-strategische Ebene.
Und eine andere die Ebene des Heilungswillens.

Heilung mag eine engültigere Lösung versprechen muß aber vermutlich mit hohen Opfern erkauft werden.

Eine Mischung aus beiden Ebenen ist m.E. deshalb der falsche Weg, weil die Situation nicht die eines Lazarettes ist.

Diejenigen die es zu heilen gelten würde sitzen über den Machtpositionen und werden nicht auf die Ebene des Schlachtfeldes geschweige denn in ein Lazaret kommen.

Wer geheilt werden soll muß es selber wollen. Das und genau das kann von einem Soziopathen nicht erwartet werden.

Das Problem ist von dir Mike durchaus richtig eingeschätzt. Wir kennen derzeit keine Heilmethode für Soziopathen die ihre empathielosigkeit "angeboren" haben.
Wir kennen auch keine für Soziopathen die erst nach ihrer Geburt vermutlich durch Traumas erworben haben. Wir vermuten aber das es eine gäben könnte.

Aus diesen Daten zu schließen das eine auf nicht-Kampf aufbauende Strategie das Problem lösen könnte ist sehr riskant.

Überall da wo beim "Gegner" eine gewisse Moral oder eine gewisse Empathiefähigkeit erkennbar ist mag diese Strategie des Nicht-Kampfes funktionieren wenn auch dort Opfer zu erwarten wären. Aber überall dort wo keine Empathiefähigkeit erkennbar ist wäre es die falsche Strategie.

Erst wenn die gesellschaftlich führenden Positionen nicht mehr von Hintermännern abhängig sein kann und diese Posten mit empathiefähigen Menschen besetzt sind ergibt sich die Chance die Nicht-Kampf-Strategie auf allen Ebenen umzusetzen.

Dann wäre es aber auch keine andere Strategie als die, die wir von Gandhi kennen. Die Kraft der Wahrheit Satyagrahi.

Die Hoffnung mit der Nicht-Kampf-These als einzige These die Wandlung zu vollziehen die ein Überleben der Menschheit garantiert ist zu gering als das ich dafür irgendwen opfern wollen würde.

Die Hoffnung durch einen Mix verschiedener Strategien, also auch die der Nicht-Kampf-These, ist m.E. wesentlich größer.
Anstatt Hoffnung kann auch Wahrscheinlichkeit gesagt werden.

Ich bezweifle also nicht das an der Nicht-Kampf-These etwas dran ist nein ich glaube sogar das sehr viel da dran ist, aber wir haben derzeit nicht die Möglichkeit auf andere Strategien zu verzichten.
Zum Seitenanfang
 

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
IP gespeichert
 
M.F.S.


Re: Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
Antwort #6 - 17.11.2013 um 15:23:44
 
Danke bernd, ich finde schlüssig und stimmig was Du beschreibst. Hier noch aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachtet...

Hoffnung auf einen Mix verschiedener Strategien impliziert allerdings auch, dass eine Nicht-Kampf-These keine ungeteilte Willensausrichtung hat. Und womöglich ist es gerade solch eine Willensausrichtung, die ermöglichen kann dass sie machtvoll wirkt (vergl. auch Patanjalis Sutren Kapitel 2 Vers 35). Aber solch eine Willensausrichtung würde auch nicht aus Strategie, sondern vielmehr aus Einsicht resultieren (vergl. z.B. Laotse mit Sunzi für ein Unterscheiden von Weisheit und Strategie) und ihre Wirksamkeit würde auch nicht Ohnmacht, sondern vielmehr deren Überwindung implizieren. So wie Du ja auch die hinter der Wahrheit (vergl. auch „Die Ehrfurcht: Wesen und Wandel der Tugenden“ S. 231/232 über Wahrheit und Wahrhaftigkeit) liegende Kraft erwähnt hast. Insofern wären aus dieser genannten Perspektive betrachtet Ausweichstrategien eigentlich Hintertüren der Angst. Aber wie es der eingangs erwähnte Leitsatz (ich habe ihn korrigiert, da ich den falschen zitiert hatte) bereits impliziert, geht der höchste Kunst zu kämpfen - nicht zu kämpfen – jedoch auch ein Stufenweg der Kampfkunst zuvor als dessen Krönung sie zu betrachten wäre. Wobei der Raja (König) Yoga dies auf direkterem Wege zu realisieren trachtet.

Du hattest an anderer Stelle einen sehr interessanten Satz zitiert:
„Man wird nur schlauer wenn man gegen Schlauere Gegner spielt  (Fundamentals of chess 1983)“

Nun, ich gehe mal davon aus dass psychopathische Menschen als Strategen gerissener sind. Gerissener als Menschen bei denen Mitgefühl, Einfühlungsvermögen und Unrechtsbewusstsein zusammenwirken, weil diese Eigenschaften aus Sicht eines Psychopathen höchstwahrscheinlich nicht als Stärken sondern als Schwächen gewertet und dementsprechend als Angriffsflächen kalkuliert werden. Insofern stehen Erstgenannte eigentlich mindestens so lange auf der Verliererseite bei einer Konfrontation mit Letztgenannten, bis sie aus leidvoller Erfahrung lernen dass es ein Irrglaube sein kann von dem eigenen Gewissen ausgehend auf die Beweggründe von soziopathischen Menschen zu schließen. Strategien implizieren potenziell auch immer eine Berechenbarkeit, den Strategien von Soziopathen (die vielleicht nur dann und deshalb unberechenbar erscheinen, wenn und weil man sie nicht kennt) mit Gegenstrategien zu begegnen betrachte ich als riskant. Es setzt zum einen eine innere Stärke voraus sich nicht in Vergleichbares hineinziehen zu lassen (also nicht selber zu dem zu werden was bekämpft wird) und zum anderen setzt es eine Überlegenheit voraus. Einen Hinweis darauf Psychopathie nicht zu unterschätzen,  könnte in diesem Zitat aus dem Film Revolver gefunden werden „Je raffinierter das Spiel, desto raffinierter der Gegner“ und aus dem folgenden Zitat vielleicht auch welche Leidenslust mit dieser Raffinesse einhergehen kann „Je stärker das Gefecht, desto süßer der Sieg“. Verglichen mit dem in dem obigen Absatz Dargelegten wären Lernerfahrungen in der Bekanntschaft und im Umgang mit den Strategien von psychopathischen Menschen vielleicht einem stufenweisen Lernen im Schachspiel vergleichbar, bei man sich irgendwann aus Einsicht als König von der strategischen Kriegsführung einer Psychopathie löst und sich nicht mehr von ihrem Fallenstellen und ihren Fangnetzen vereinnahmen lässt.
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
freierMilan
*****
Offline


Der Betreiber der Site
mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
Re: Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
Antwort #7 - 19.11.2013 um 04:21:01
 
Ahimsa ist ein Wort das auch Gandhi benutzte im Zusammenhang mit Satyagrahi.

Zitat:
Hoffnung auf einen Mix verschiedener Strategien impliziert allerdings auch, dass eine Nicht-Kampf-These keine ungeteilte Willensausrichtung hat. Und womöglich ist es gerade solch eine Willensausrichtung, die ermöglichen kann dass sie machtvoll wirkt


ahiṁsā = (nom. sg. f.) Nichtverletzen, Gewaltlosigkeit
Patanjalis Sutren Kapitel 2 Vers 35

Das ist durchaus anzunehmen. Die Geschichte zeigt jedoch das die Menschen sich nicht alle in einem identischen Zustand befinden und das können sie auch nicht selbst wenn sie es wollten. Jeder fängt sein aktuelles Leben an einem bestimmten Gegenwartspunkt an und ist der jeweiligen Situation ausgesetzt. Aktuell ist auch, das Gewalt praktiziert wird, sie also bereits da ist. Deshalb bildet sie auch immer unterschiedlichen Kontext zu den jeweiligen Menschen, verursacht daher unterschiedliche Entwicklungs- bzw. Erfahrungsprozesse.

Daraus folgere ich das ein gesellschaftlicher Zustand der Ahimsa leider nicht möglich ist.

Würde ich die Ahimsa auf einen einzelnen Menschen beziehen, dann mag es wohl sein, das die radikale Form eine entsprechende Wirkung erzeugen würde, aber eben nicht überall auf der Erde.

Die Wirklichkeit kennt viele verschiedene Ausdrucksformen und daher finde ich es naheliegender einen Mix von Strategien ins Auge zu fassen.
Der Effekt eines Mixes würde mehr Menschen zusammenführen als eine einseitige Strategie es erreichen kann.
Zum Seitenanfang
 

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
IP gespeichert
 
M.F.S.


Re: Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
Antwort #8 - 19.11.2013 um 11:14:05
 
Völlig richtig bernd, Menschen sind verschieden und dass sich nichtkampf fatal auswirken kann will ich keineswegs bestreiten. Ich wollte damit auch keine Formel mit Allgemeingültigkeitsanspruch aufstellen, sondern lediglich auf einen denkbaren Lösungsansatz und Entwicklungsprozess hindeuten (siehe Themenüberschrift), welcher letztlich immer nur individuell geklärt und angegangen werden kann. Ich sehe auch keinen Widerspruch zu dem was Du zum Ausdruck brachtest, denn ich hatte ja auch noch das andere Beispiel mit der Kampfkunst angeführt: Wenn ´nicht Kämpfen´ die höchste Kunst zu kämpfen ist, impliziert es geschärfte Krallen die eingezogen werden wenn und weil sie sich nicht mehr als Notwendig erweisen.

Für den Fall dass Du es bevorzugen solltest, das Angesprochene eher im Sinne der praktischen Bedeutung für eine Gemeinschaft zu behandeln, vielleicht würde sich eine historische Begebenheit mit fatalen Folgen für eine Betrachtung anbieten, um zu schauen was man daraus lernen könnte?
Beispielsweise wo ein vergleichbarer Schicksalsbezug besteht, die Templer könnten im Sinne der Kampfunst Betrachtung finden und die Katharer im Sinne von Ahimsa.
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
freierMilan
*****
Offline


Der Betreiber der Site
mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
Re: Konflikt, Kampf, Eskalation...Lösungsansätze
Antwort #9 - 20.11.2013 um 16:40:24
 
Werter mike

ich wollte dich nicht kritisieren mit meinem Beitrag. Durch deinen Beitrag wurde mir allerdings bewußt, das es zwei Situationen gibt, die aus der Strategie-Betrachtung sich als gefährlich erweisen könnten.

Die eine Situation ist, das eine gute Strategie die scheitert von bestimmten Menschen oft so gerechtfertigt wird, das eben ein entsprechendes Prinzip nicht vollständig und von allen Beteiligten eingehalten wurde.
Das ist die Rechtfertigungs-Situation und das Nicht-Kampf-Prinzip in Reinform könnte so eine Strategie sein, die wegen der unterschiedlichen Menschen scheitern könnte und dann eben so dennoch verteidigt werden könnte. Aus der Logik, die ich oben entfaltet hab, ergibt sich aber, das solche Prinzipien zwar Möglichkeiten offenbaren, aber eben keine Garantie des Erfolges haben können.

Die zweite Situation ist, das ein Stratege erst dann, wenn in diesem Fall alle tatsächlich Nicht-Kampf praktizieren loslegen will, also die Reinform wählt und sich der Wichtigkeit der Prinziperfüllung bewußt ist.
Es kann natürlich sein, das dadurch viel zu lange gewartet wird und daher auch dieser Ansatz scheitern könnte.

Gandhi sagt sinngemäß: "Wenn du nicht die Kraft hast mit Gewaltfreieheit zu "kämpfen" dann laufe wenigstens nicht feige weg"  Ihm war also letztlich die Wahrheit bzw. Wahrhaftigkeit wichtiger als die Methode.

Ihm scheint die Problematik ebenfalls bekannt gewesen zu sein. Er brach Kampanien ab, weil Gewalt auftauchte. Und sein innerer Kampf war einer der schwersten Kämpfe. Auch das er seine Leute immer wieder von dem Nicht-Kampf-Prinzip sozusagen überzeugen mußte.

Zitat:
Für den Fall dass Du es bevorzugen solltest, das Angesprochene eher im Sinne der praktischen Bedeutung für eine Gemeinschaft zu behandeln,


Ich denke das jede Strategie erst dann beurteilt werden kann, wenn sie praktisch erprobt wurde. Und selbst dann ist kein letztgültiges Urteil möglich.

Entscheidend ist m.E. das Zusammenwirken verschiedener Komponenten.
Zum Seitenanfang
 

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
IP gespeichert
 
Seiten: 1 2 3 4