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Berufung zur Begeisterung anstatt Erziehung zur Bildung (Gelesen: 467 mal)
freierMilan
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Der Betreiber der Site
mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
Berufung zur Begeisterung anstatt Erziehung zur Bildung
22.10.2013 um 01:00:53
 
Liebe Freunde und Freundinnen,

ich bin Vater und ich hab mich bemüht meinem Sohn und meiner nagenommen Tochter mehr zu geben als ich es bekommen hab und ich muß sagen, das es mir nicht gelungen ist wenn ich mein heutiges Wissen zu Grunde lege. Nun ich glaubte schon wesentlich mehr zu beachten und meinen Kindern mehr Möglichkeiten zu geben. Summerhill war mir ein Begriff  und Montesorie und doch hab ich mich nicht getraut bestimmte Entscheidungen zu treffen, die mich noch viel weiter gebracht hätten und meinen Kindern größere Freiheit größere Begeisterung hätte geben können.

Wenigstens hab ich meinen Kindern schonmal das mitgeteilt was ich inzwischen erfahren hab.

Eine große Einschränkung, die mich regelrecht korrumpiert hat, ohne das ich mich dagegen wehren konnte, obwohl ich Widerstand geleistet hatte, war die Schulpflicht und die Gedanken der verschiedenen "Erwachsenen" die meinen so muß Erziehung sein und nicht anders. Ich war in so vielen Dingen in Konflikt mit der Umwelt, hatte soviele Fronten mich gegen falsche Wertsetzungen und Strukturen zur Wehr zu setzen da ich Kompromisse einging nur um meine Stabilität zu erhalten. Ich wußte doch aus der eigenen Erfahrung als Kind in der Schule wie ich mich gegen die Autoritäten durchsetzen mußte. Ich wurde mit meiner Begeisterung als Kind genauso allein gelassen, wie es sich im Laufe meines Lebens doch weiterhin wiederholte. Wirkliche Begeisterung mit anderen zusammen gab es selten. Ich war und bin gewissermaßen unfähig eine Begeisterung zu initiieren auch wenn ich Begeisterung kenne und sie gerne teilen wollte. Aber es kommt eben dieser Kampf aus der Schule immer wieder hervor wo ich meine Begeisterung für etwas rechtfertigen und durchsetzen mußte und dies ist nicht sehr oft wirklich gelungen.

Mit Summerhill Montesory und Leboyer und Janov war meine Forschung wie ein Mensch sich von den Prägungen befreit oder sie gar nicht erst bekommt nicht zu ende. Dr Hüther hab ich ja schon ein paar mal in Artikel von mir eingebaut und darauf hingewiesen, das hier weiteres Potenzial zu entdecken ist das Menschen endlich mit ihren Kindern und mit ihrer Umwelt anders umgehen lernen.
Inzwischen wußte ich ja, das ich obwohl es ja nicht meine Absicht war also trotz aller Mühe wieder große Fehler gemacht habe. Und ihr könnt mir glauben das mich das sehr runtergezogen hat und ich nicht wußte was ich wirklich noch ändern oder wieder gut machen könnte.

So das ist meine Geschichte bis heute und nun kommt da dieses Video zu mir (Danke Lynnie) Dieses Video das bestimmt alle Leserinnen und Leser zuersteinmal schockieren wird und in die gleichen oder ähnliche Konflikte stürzt, die ich oben geschildert habe.
Lasst euch also überraschen und seid nicht traurig. Wenn wir jetzt anfangen die Welt zu verändern und denen, die jetzt Kinder bekommen oder zur Schule schicken sollen den Rücken stärken, das sie Entscheidungen treffen können, die wir selbst uns nicht erlauben konnten:

"Ich war nie in der Schule" - André Stern im Gespräch mit Teresa Arrieta

YT-Direkt
Veröffentlicht am 03.04.2013
www.change-tv.eu André Stern, 1971 in Paris geboren und aufgewachsen, Sohn des Forschers und Malort-Gründers Arno Stern, ist verheiratet und Vater eines kleinen Jungen. Er ist Musiker, Komponist, Gitarrenbaumeister, Journalist und Autor, unter anderem des Bestsellers "... und ich war nie in der Schule" sowie, gemeinsam mit Arno Stern, des Buches "Mein Vater, mein Freund", das 2011 erschienen ist (alle veröffentlicht im Zabert Sandmann Verlag, München). Als Freibildungsexperte ist er ein gefragter Referent, der sich international (Europa, USA, Kanada, Afrika, Indien) an der Seite von zukunftsorientierten Akteuren der Bildungslandschaft stark engagiert. Daneben arbeitet er eng mit seinem Vater zusammen und ist mit Prof. Dr. Gerald Hüther Gründer und Leiter der Stiftungsinitiative "Männer für morgen". Ferner leitet André Stern auch das "Institut Arno Stern ­ Labor zur Beobachtung und Erhaltung der spontanen Veranlagungen des Kindes" und initiierte die Bewegung "Ökologie des Lernens". Er ist einer der Protagonisten in "Alphabet" (Arbeitstitel), einem Film von Erwin Wagenhofer ("We feed the world" et "Let's make money"), der 2013 in die Kinos kommen wird.
www.andrestern.com


Diese Lernperspektive ist für uns deshalb wichtig weil wir uns Gedanken machen sollten auch "Schule" wieder verantworten zu können. Das was gerade abgeht in der Schule und was wir selbst erlebten ist ein Menschenrechtsverbrechen.

Wir haben unseren Kindern die Begeisterung gestohlen und uns wurde die Begeisterung gestohlen
Deshalb sind wir und unsere Kinder so anfällig dafür Ersatzbefriedigung als Erfüllung zu sehen
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« Zuletzt geändert: 22.10.2013 um 09:32:20 von freierMilan »  

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
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dedi
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2+2=4

Beiträge: 379
Re: Berufung zur Begeisterung anstatt Erziehung zur Bildung
Antwort #1 - 22.10.2013 um 23:22:02
 
Ich habe es gewußt.

Bevor ich in der Schule war, habe ich mich z.B. dafür interessiert wieviel Tonnen Wasser ein großes Schiff auf der Elbe verdrängt. Eine Antwort habe ich nicht bekommen. Solche Fragen an meine Eltern und Verwandten wurden mit Schuleintritt immer weniger. Zum Glück ist das Schulsystem nicht perfekt und einige können ihre Begeisterungsfähigkeit retten  Smiley auch wenn es schwer ist sie wieder zu wecken.
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"Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen"
Friedrich Schiller
 
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hogendorn
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freundlichkeitsaller
giker

Beiträge: 25
Hamburg
Re: Berufung zur Begeisterung anstatt Erziehung zur Bildung
Antwort #2 - 11.04.2014 um 14:01:55
 
Da muss sogar ich mal grinsen (Ich weiß: Hochmut kommt vor dem Fall. Viele werden dieses noch schmerzlichst begreifen müssen.). Jeder Vater ist der beste Vater, welcher er sein kann. Meine Pädagogengeschichte kennst Du, ich war nicht untätig. Mit harten Jungs, welche mit Feuer spielten (kann aua machen!!!) habe ich mit Feuer gespielt, damit sie einen Umgang finden. Der Kontakt zu den Jungs wurde mir untersagt. Der Gesetzgeber und damit die Autoritätshörigen sind nicht auf dem neuesten Stand, was Pädagogik angeht. Schule bildet Menschenkapital aus. Es ist gewollt, auch wenn viele Pädagogen, oder wie meine Jungs sagten "Gogen", das nicht verstehen. Sie wollen in Masse das Beste und machen nur Blödsinn. Gogen sind Gutmenschen, reflektieren innerhalb ihres Wissenstandes. Es gibt Böse, auch da, die meisten möchten helfend tätig sein. Kinder interessiert nicht Chemie, oder Physik, bis es einen Grund gibt, dieses Wissen zu erlangen. Es ist so einfach und doch so schwierig, da finanzielle Interessen befriedigt werden wollen.
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Salvaria
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