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Fukushima Katastrophe (Gelesen: 3133 mal)
M.F.S.


Fukushima Katastrophe
10.10.2013 um 16:36:08
 
Ich übernehme es mal aus der NAM hierher (danke an dedi):

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/08/taifun-danas-naehert-sich-...

Zitat:
Auf dem Blog Fukushima Diary findet sich am Dienstag eine lapidare Nachricht:

„Wie der meteorologische Dienst Japans mitteilt, wird Taifun Nummer 24 „Danas“ die Ablage von Fukushima am 10. Oktober 2013 erreichen. Gegenwärtig befindet sich der Taifun in der Nähe von Okinawa. Er zieht mit 30 km/h in Richtung des Nord-Ostens von Japan. Der Druck beträgt 935hPa. Der Meteorologische Dienst klassifiziert den Sturm als „sehr stark“. Seit Mitte September konnte Tepco nicht verhindern, dass die Wassertanks überlaufen, wenn ein Taifun an der Anlage vorbeizog.“


Zitat:
Auf dem „Tagebuch von Fukushima“ betätigt sich der 27jährige Zivil-Ingenieur Iori Mochizuki als Chronist der Ereignisse in Fukushima

Die Sturmwarnung bereitet Mochizuki Sorgen. Denn erst vor wenigen Tagen hat er Fotos gepostet, wie dilettantisch die Betreiberfirma Tepco die havarierte Anlage von Fukushima Daiichi sichert: Mit Plastik-Planen und Sandsäcken.


Zitat:
In dem schwerbeschädigten Unit 4 lagern 1.300 zum Teil schwer beschädigte Brennstäbe. Wenn das Gebäude weiter beschädigt wird und die Brennstäbe einander berühren, kann es zu einer nuklearen Katastrophe kommen, die 15.000mal stärker ist als der Atombombenabwurf von Hiroshima http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/01/sturm-warnung-in-fukushima...


Zitat:
Yale-Professor Charles Perrow, der eine Studie über die Vertuschungen von Hiroshima bis Fukushima geschrieben hat, analysiert in der Huffington Post:

„Die Zustände im Unit 4 sind verheerend. Die Brennstäbe müssen kontinuierlich gekühlt werden und dürfen einander nicht berühren. Wenn es zu einem Unglück kommt, müssten alle umliegenden Gebiete einschließlich Tokios evakuiert werden. Wenn die insgesamt 6.357 Brennstäbe auf der ganzen Anlage nicht dauerhaft gekühlt werden, würde es zu einer Kernspaltung kommen. Dies würde die gesamte Menschheit bedrohen, für tausende Jahre.“


Zitat:
Am Montag gab Tepco bekannt, dass ein Arbeiter versehentlich die Kühlung im Reaktor 1 ausgeschaltet hatte. Er hatte irrtümlich auf den Ausschalt-Knopf gedrückt.


Zitat:
Tepco teilte mit, dass es kein eigenes Handbuch für die Steuerung der Kühlung gäbe.


Zitat:
Über die Arbeiter, die zur Rettung von Fukushima eingesetzt werden, schrieb der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil in den Blättern für deutsche und internationale Politik:

„Ein spezielles und sehr tragisches Kapitel ist der Einsatz billiger Arbeitskräfte für die Drecksarbeiten in Fukushima. Die Rekrutierung solcher Arbeiter und deren Vermittlung an das Kernkraftwerk Fukushima (und andere KKW) erfolgt als einträgliches Geschäft auch durch die Yakuza, die japanische Mafia. Sie werben unter anderem Obdachlose von Parkbänken an oder verpflichten zahlungsunfähige Schuldner zur Erbringung dieser Arbeiten. Der japanische Journalist Suzuki Tomohiko war im Sommer 2011 mehrere Wochen bis zu seiner Enttarnung als Arbeiter in Fukushima tätig und hat seine Beobachtungen in einem erschütternden Buch beschrieben. Tomohiko befasst sich seit Jahren mit den Yakuza und zeigt ihre engen Verflechtungen mit der japanischen Nuklearindustrie auf. In Fukushima wird mittlerweile auf Plakaten davor gewarnt, sich für solch gefährliche Einsätze anwerben zu lassen. Bereits 1979 hat Kunio Horie nach Einsätzen in drei japanischen KKW die Arbeit der ,genpatsu gipsys‘ oder „tsukai sute genpatsu rôdôsha“, der ,AKW-Wegwerfarbeiter‘, in beeindruckender Weise beschrieben. Diese bislang viel zu wenig diskutierte Schattenseite der Kernenergienutzung betrifft im Übrigen nicht nur Fukushima und Japan. Auch in der Bundesrepublik werden Leiharbeiter in Kernkraftwerken eingesetzt. Sobald ihr Strahlenpass voll ist, nimmt man die nächsten Leiharbeiter – oder einen neuen Strahlenpass. Es wäre nämlich schlichtweg zu teuer, die qualifizierte Stammbelegschaft bei Arbeiten mit hoher Strahlenbelastung zu ,verbrennen‘.“


Seit diesem Artikel vom 08.10.2013 schwiegen sich die Medien im Weiteren über den Taifun Danas aus, so als wäre es keiner Behandlung wert oder vielleicht auch so als würde man die Ruhe vor dem Sturm abwarten. Wie es scheint sollte der Taifun sich wohl abschwächen und dieser Kelch könnte an uns vorüber gehen, aber es bahnt sich auch schon das nächste Desaster an:

Zitat:
In der Umgebung des japanischen Atomkraftwerkes Fukushima steigt die atomare Strahlung drastisch an. Im Meerwasser eines der beschädigten Reaktoren des AKW wurden die höchsten Werte seit zwei Jahren gemessen.

http://www.dw.de/strahlung-um-fukushima-steigt-drastisch/a-17149638

Zitat:
Innerhalb eines Tages ist die Cäsium-Belastung im Hafen von Fukushima um das 13-fache gestiegen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/nach-bauarbeiten-starke-caesium...

Irgendwann wird es wohl auch der Letzte raffen müssen, dass es so nicht weiter gehen kann. Hoffentlich bevor es zu spät ist. 
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dedi
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Re: Fukushima Katastrophe
Antwort #1 - 11.10.2013 um 22:09:31
 
Aufgrund der wenigen Nachrichten über Fukushima in den deutschsprachigen (Alternativen)Medien bin ich auf die englischsprachige Seite Fukushima Diary gestoßen. Auf ihr gibts aktuelle Meldungen direkt aus Japan.
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dedi
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Re: Fukushima Katastrophe
Antwort #2 - 12.10.2013 um 23:17:45
 
China übt Druck auf Japan aus, daß internationale Experten zur Hilfe gezogen werden.

Ist es mittlerweile so gefährlich und/oder will sich China damit zwecks Propaganda in ein besseres Licht rücken?

Qui bono?

China wird nervös: Fukushima zerstört Pazifik, gefährdet Menschheit
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dedi
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Re: Fukushima Katastrophe
Antwort #3 - 14.10.2013 um 10:43:09
 
Was lernt unsere Regierung aus Fukushima? Wir könnten doch auch unser Wasser aus der Asse ins Meer leiten:

Nicht nur Fukushima- nein auch Deutsche Behörde will Asse-Wasser ins Meer leiten
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M.F.S.


Re: Fukushima Katastrophe
Antwort #4 - 14.10.2013 um 12:21:14
 
... weinend

Am Ende des Artikels findet sich ein Zitat von Albert Einstein:

„Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.“

Eine Freundin von mir meinte mal..."Wände haben Ohren und in Wänden wohnen Mäuse. Mäuse haben große Ohren". Menschen wie morbide Mäuse, hier noch ein weiteres Zitat von Einstein:

"Ich habe einen schweren Fehler in meinem Leben gemacht — als ich den Brief an Präsident Roosevelt mit der Empfehlung zum Bau von Atombomben unterzeichnete; aber es gab eine gewisse Rechtfertigung dafür — die Gefahr, dass die Deutschen welche bauen würden."
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Re: Fukushima Katastrophe
Antwort #5 - 16.10.2013 um 02:28:51
 
http://diepresse.com/home/panorama/welt/1464819/Global-2000-warnt_Taifun-Whipa-n...

http://www.welt.de/vermischtes/article120928271/Jahrzehnt-Taifun-steuert-auf-Fuk...

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/15/fukushima-taifun-wipha-zie...

http://www.youtube.com/watch?v=avANvcRYkrY



Könntet Ihr es mir bitte mitteilen, falls Ihr in Erfahrung bringen solltet was der Name „Wipha“ bedeutet?! Ich habe einen sehr eigentümlichen Bezug und Zugang in dem Bemühen die Wirklichkeit zu verstehen und könnte mir vorstellen dass es mir vielleicht hilfreichen Aufschluss geben könnte.

Ich habe zwei Fragen, hinsichtlich der es mich interessieren würde wie Ihr darüber denkt:

1. Kann es sein, dass es im Sinne einer fraktalen Welt Parallelen zwischen großen und kleinen Wirbeln gibt (ich meine nicht nur den Grundprinzipien nach, sondern ebenso in einem synchronen Zusammenhang)?

2. Könnte zwischen Sonnenstürmen und Taifunen ein Zusammenhang bestehen?
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dedi
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Re: Fukushima Katastrophe
Antwort #6 - 16.10.2013 um 10:52:43
 
Update: Heftiger Taifun – Erdbeben – “Strahlende” Lebensmittel für Fast-Food-Kette – Tepco Pleite?

1. Ja, wie im großen so im kleinen, größere Wirbel regen kleine an, umgekehrt genauso.

2. Ja, die Sonne ist der bestimmende Faktor für unser Wetter und das Klima. Einer erhöhten Sonnenaktivität folgt auch eine erhöht Wetteraktivität.

Zu Wipha habe ich nichts gefunden außer das es ein Thailändischer Name ist. Mich erinnert der Klang, wenn ich ihn denn richtig aussprechen, an Viper, bisl proll-amerikanisch (gangsta) also Vipa ausgesprochen.
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Re: Fukushima Katastrophe
Antwort #7 - 16.10.2013 um 18:53:22
 
...Danke dedi. Ich hatte irgendwo davon gelesen dass Viper wegen der Ähnlichkeit auch versehentlich verwendet wurde. Deine Anmerkungen zu meinen Fragen finde ich stimmig (sie gingen mir durch den Sinn als ich einen Kometeneinschlag in die Sonne beobachtete - http://wissenschaft3000.wordpress.com/2013/05/14/httpwp-mep1nmic-89y/). Falls es Ansichten gibt die gegen solche Zusammenhänge sprechen würden, würden diese mich auch interessieren.
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M.F.S.


Re: Fukushima Katastrophe
Antwort #8 - 17.10.2013 um 23:04:24
 
Zitat:
Nach dem Taifun WIPHA hat der Betreiber Tepco in der Atomruine Fukushima angeblich nur gering belastetes Wasser abgelassen. Tepco öffnete an neun Auffangbecken, die hunderte Tanks für verseuchtes Kühlwasser umschließen, die Abflusshähne. In den Becken hatte sich immer mehr Regenwasser angesammelt.
http://de.euronews.com/2013/10/17/japan-taifun-setzt-akw-fukushima-zu/
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Re: Fukushima Katastrophe
Antwort #9 - 18.10.2013 um 16:05:38
 
Der britische Atom-Manager Adrian Simper sieht die größte Gefahr von Fukushima in den Krokodilen, die in den Sümpfen leben. Er würde jederzeit mit seiner Familie nach Fukushima ziehen. Es sei ein wunderbarer Ort. Simper arbeitet für die Internationale Atom-Müllabfuhr. Für dieses Unternehmen ist die Katastrophe ein fantastisches Geschäft - finanziert mit 38 Milliarden Euro vom japanischen Steuerzahler.

Der Strategie-Direktor der britischen Nuclear Decommissioning Authority (NDA – also der britischen Müllabfuhr für Nuklearabfälle)
1
, Adrian Simper, versteht die Aufregung um Fukushima nicht. Er ist von einer Reise nach Fukushima zurückgekehrt und sagte dem Sender Channel 4: „Wir müssen uns um Dinge wie die Kontrolle über das Grundwasser kümmern, damit wir uns auf unseren Kampf gegen die Alligatoren konzentrieren können und uns nicht mehr damit beschäftigen zu haben, dass wie die Sümpfe trockenlegen.“
*


Die NDA (der Name ist besonders originell, denn die Abkürzung steht im Wirtschaftsleben für Non-Disclosure-Agreement, also Vertraulichkeits-Vereinbarung
2
) ist nur im Namen eine Autorität: Sie ist die Aufsicht über den Abtransport von Atom-Müll – und betreibt gleichzeitig ein Unternehmen, das als radioaktive Müllabfuhr ihr Geld verdient.

Simper ist ein gestandener Atom-Manager: Er arbeitete für British Nuclear Fuels und war dann für die Finanz-Struktur der Atom-Müllabfuhr NDA zuständig. Er arbeitete in der Abteilung Forschung und Entwicklung für Sellafield und andere Atom-Konzerne. Der Mathematiker ist ein Finanzfachmann. Er ist außerdem Chairman von International Nuclear Services (INS). Diese Firma, die zu 100 Prozent der NDA gehört. INS verdient sein Geld als Müllabfuhr für Sellafield und Dounreay. Diese Firma wiederum hat eine Tochterfirma, Pacific Nuclear Transport Limited (PNTL), an der auch der französische Atomkonzern Areva und ein Konsortium von japanischen Atom-Firmen beteiligt sind.

Für diese Firmen ist der Reaktor-Unfall von Fukushima ein glänzendes Geschäft: Die Entsorgung der radioaktiven Teile wird faktisch zur Gänze vom japanischen Steuerzahler bezahlt. Die Aufräumarbeitern, die von Tepco operativ durchgeführt werden, kosten nach aktuellen Berechnungen des japanischen Rechnungshofs 38 Milliarden Euro.

Das sind lediglich die Berechnungen, wenn alles so bleibt, wie es ist.

Die Entsorgung wird den japanischen Haushalt für 31 Jahre belasten, bis dahin soll Tepco das Geld zurückgezahlt haben. Bis zum Jahr 2044 werden allein die Zinszahlungen eine halbe Milliarde Euro betragen – auf denen der Steuerzahler sitzen bleiben wird, berichtet die Japan Times. Die Regierung muss für die Entsorgung Kredite aufnehmen.

Insgesamt wurden von Tepco bereits mehr als 21 Milliarden Euro an die Bewohner der Region ausgezahlt, die wegen des Unfalls ihre Häuser hatten verlassen müssen. Die Arbeiter, die gesundheitliche Schäden erlitten haben, haben noch keinerlei Entschädigungen erhalten. Etwa 20.000 Arbeiter sind bisher bei den Aufräumarbeiten eingesetzt worden.

Simper sagte Channel 4, dass er davon ausgehe, dass es keinen Grund gäbe, die Bewohner noch länger von Fukushima fernzuhalten:
„Die Menschen werden selbstverständlich hierher zurückkehren und hier leben. Tatsächlich glaube ich, dass die Leute heute bereits zurückkehren könnten. Ich würde nicht zögern, mit meiner Familie nach Fukushima zu ziehen – es ist ein wunderbarer Teil der Welt.“


...Nicht gerade unpassend zu seiner letztgenannten Aussage, die (symbolträchtige)
rosarote Brille
die er sich aufgesetzt hat.
...

Fundstelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/18/britischer-atom-manager-fu...

1.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nuclear_Decommissioning_Authority
2.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geheimhaltungsvertrag

*
: Wie meint er das?

Sind die Alligatoren die radioaktiven Stoffe, um die sich die Firma kümmert? Und soll anstatt dass radioaktives Wasser abgepumt wird versucht werden das Grundwasser zu isolieren? Wie soll das gehen?

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