Willkommen Gast. Bitte Einloggen

   NeuesForumMilanum
unabhängige Plattform für die Selbstverwaltung Milanstation
und die Vereinigung natürlicher Menschen
zur Förderung universeller Menschenrechte
 
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenPN an Administrator Milanstation VNM altesForum runde Tische  
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Carrageen (E 407) (Gelesen: 459 mal)
freierMilan
*****
Offline


Der Betreiber der Site
mischt halt auch mit
:-)

Beiträge: 8401
Freiland, Weg der Freiheit 1
Carrageen (E 407)
28.12.2011 um 03:19:07
 
Durch Zufall bin ich vor etwa einem Jahr auf den Begriff Carrageen gestoßen. Angeregt durch eine Unterhalltung mit jemanden aus der Heilpraktiker-Szene ging ich der Sache einmal nach und möchte jetzt vor der Verwendung dieses Nahrungsmittelzusatzstoffes warnen.

Doch erst schauen wir mal was es mit diesem Stoff aufsich hat.

Wikipedia ist deine Feind Zwinkernd http://de.wikipedia.org/wiki/Carrageen#Gesundheitliche_Aspekte

Da in wikipedia ja nur - ehm - "objektive" Daten sein können, weil es dort ja eine sogenannte Neutralitäts-Pflicht gibt, ist so manches was dort steht doch mit inzwischen erheblichem Zweifel zu genießen.

In diesem Fall können wir im obigen Link aber schon leichte Zweifel erkennen, da ja zumindest schon Studien erwähnt werden, die eine Unschädlichkeit nicht mehr vollständig bestätigen.

Interessant ist auch, das es einen Widerspruch zwischen wikipedia und z.B. die Verbraucher-Initiative e.V. gibt.

Während wikipedia immerhin die Herstellung so beschreibt:
Zitat:
Zur Herstellung von Carrageen aus Rotalgen werden die Algen gewaschen und in alkalischer Lösung gekocht.

finden wir hier: http://www.zusatzstoffe-online.de/zusatzstoffe/6.e407_carrageen.html folgendes:
Zitat:
Herstellung:
Carrageen wird mit Hilfe von heißem Wasser aus Rotalgen gewonnen.


Aber abgesehen von solchen Unstimmigkeiten möchte ich mal den Food-Detektiv zu Worte kommen lassen:
Zitat:
407 | Carrageen

Die Risiken
Carrageen steht nach Ansicht einiger Wissenschaftler in Verdacht, die Ausbreitung von Geschwüren im Magen-Darm-Trakt und sogar Brustkrebs zu fördern. Andere Forscher sehen das Risiko eher als gering an. Die besagten Krebsarten entstehen zwar, so weit herrscht Einigkeit, nur bei bestimmten Carrageen-Sorten (mit kleinerem Molekulargewicht), für Lebensmittel zugelassen sind ganz andere Sorten (mit größerem Molekulargewicht). Jedoch, so die Carrageen-Kritiker, können die krebsverdächtigen Sorten auch im handelsüblichen Lebensmittel-Zusatz E407 enthalten sein (als Verunreinigung sind bis zu 5 Prozent zugelassen). Zudem könnten die unschädlichen Varianten bei der Verdauung in die gefährlicheren Carrageen-Arten umgewandelt werden. Diese wiederum lösten in Studien mit Ratten und anderen Nagetieren Darmkrebs aus, schädigten die Darmschleimhaut und verursachten Darmgeschwüre;jedenfalls wenn sie in größeren Mengen gefüttert wurden. Reagenzglasversuche legten überdies den Verdacht nahe, dass dieses Carrageen an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt sein könnte. Das eigentlich unverdauliche Carrageen wird bei einem niedrigen Molekulargewicht von Zellen der Darmwand aufgenommen und dort nicht weiter abgebaut. Die Folge könnte möglicherweise der Zelltod, daraus resultierend eine Zerstörung der Darmwand und die Entstehung von Krebszellen sein. Die US-Forscherin Joanne Tobacman bringt daher steigende Raten von Brustkrebs und auch Geschwüre im Verdauungstrakt mit dem zunehmenden Verzehr des Verdickungsmittels in Zusammenhang. Sie regt an, die weit verbreitete Verwendung des Zusatzstoffes in der üblichen westlichen Kost zu überdenken.

weiterlesen

Auch foodwatch zeigt uns fast die gleichen Informationen
AUGUST 2009: Immer wieder stoße ich auf den Begriff Carrageen, selbst bei Produkten wie Bio-Sahne. Was bewirkt dieser Stoff und ist er unbedenklich?

Es gibt aber eine Spur, wir wollen ja wissenschaftlich korrekt vorgehen, die auch etwas scheinbar positives über Carrageen berichtet vom 15.12.2010 :
Marinomed's Iota-Carrageen ist gegen H1N1 Viren wirksamAktuelle Studie in PLoS ONE veröffentlicht
Ob das allerdings mit der Grippe-Inferei zu tun hat und in diesem Rahmen eine solche Studie veröffentlicht wurde entzieht sich der Recherche.

Aha, Carrageen gehört also in die Nase und nicht in den Magendarmtrakt - vereinfacht gesagt.

Kommen wir zum Selbstversuch, denn das was ich bisher darüber gelesen habe überzeugt mich nicht. Doch vorher noch etwas über das Gespräch, das die ganze Sache ausgelöst hat.

Da wurde es nämlich noch etwas anders dargestellt. Es sei nämlich nicht nur bekannt, das Carrageen Magengeschwüre bei Ratten auslöse, sondern es werde mit diesem absichtlich Magengeschwüre in Tierversuchen ausgelöst, um dann Medikamente für die Heilung testen zu können.
Das liese den Gedanken entstehen das hier bewußt eine Krankmachende Substanz in die Nahrung eingebracht wird um dann die Symphtome mit einem zu bezahlenden Medikament beseitigen zu können.

Und auch wenn das nur ein kleiner Unterschied ist, zeigt es, wie durch die Art der Veröffentlichung doch an der Meinung gedreht wird.

Nun zum Selbstversuch ist nur folgendes zu sagen:

Als ich von der Wirkung von Carrageen erfuhr stellten wir unsere Nahrung um. Wir machen gerne mal eine Sahnesauce und vor der Umstellung hatte ich bei solchen Essen fast immer Sodbrennen und Föllegefühl.
Kaum das wir nur noch Carrageenfreie Sahne verwendeten bis heute ist bei solchen Essen mit viel Sahne nicht ein einziges Mal Sodbrennen aufgetreten, selbst dann, wenn es so gut geschmeckt hat, das ich mich hoffnungslos überfressen hab - keine Beschwerden.

Für mich ist es spürbar ein Unterschied und in meine Küche kommt Carrageen nicht mehr rein.
Zum Seitenanfang
 

Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1