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Trauerarbeit um das alte Weltbild (überarbeitete Fassung) (Gelesen: 1822 mal)
freierMilan
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Trauerarbeit um das alte Weltbild (überarbeitete Fassung)
20.09.2010 um 19:27:15
 
Die erste Fassung dieses aufsatzes ist am 03.06.2008 geschrieben worden im alten ForumMilanum.
Aus gegeben Anlass(livestream-Diskussion bei Hiob über das Thema Verantwortung) habe ich nun diesen Aufsatz überarbeitet.

Trauerarbeit um das alte Weltbild (überarbeitete Fassung)


Ich habe mir, wie viele von euch auch, schon öfter Gedanken gemacht, warum so wenige Menschen bereit sind die Wahrheit in ihrem Leben zu suchen oder sie überhaupt wahrzunehmen. Es ist nicht nur die Wahrheit, um die sich die Menschen herum bewegen, sondern auch die Verantwortung, die damit verbunden ist mit dieser Wahrheiot umzugehen.
Und fast durch Zufall bin ich drauf gekommen.

Das individuelle Weltbild, indem jeder von uns lebt, ist geprägt von vielen Informationen, die wir im Laufe des Lebens verarbeitet haben oder die ohne bewusste Reflektion in uns einprogrammiert wurden. Es ist wie eine zweite Haut, dieses Weltbild, und es darf nicht erschüttert werden, sonst verlieren wir einen Schutz, der uns nach unseren Erfahrungen eben schützt. Wir haben schließlich damit überlebt und das prägt ganz tief.

Wenn jetzt aber neue Nachrichten kommen, die dieses Weltbild erschüttern, dann reagieren wir darauf ebenso, als hätte uns jemand gesagt, das wir eine tödliche Krankheit hätten und nur noch wenige Wochen zu leben, jedenfalls dann, wenn die neuen Nachrichten erheblich sind.
Ich schreibe bewusst in der Wir-Form, weil es nicht nur eine Beobachtung ist, die ich bei anderen gesehen habe, sondern weil auch ich durch diese Phasen, die ich gleich beschreibe hindurchgegangen bin. Nicht jeder wird alle Phasen wie beschrieben durchmachen, sondern sie können schwach und unmerklich sein oder heftiger als ich es darstellen kann. Das ist eben von unseren Erfahrungen abhängig.

Phase 1:
Zuerst wollen wir die neuen Informationen nicht wahr haben und beginnen uns von diesen Informationen zu isolieren.
Es kann nicht sein, was wir da erfahren haben und wir beginnen uns Dinge auszudenken, die die Informationen anders erklären oder behaupten der Informations-Überbringer würde uns betrügen wollen.
Wir behaupten beispielsweise, das diese Nachricht nicht in den großen Medien gekommen sei und das dies ja das Mindeste sei, um der Sache zu trauen. Wir denken es könnte in der Datenerhebung ein Fehler sein oder trainiert vom Fernsehen meinen wir, das dunkle Absichten bestünden und absichtliche Desinformationen verbreitet würde.
Falls die Menschen in unserer Nähe sich nicht mit einem auseinandersetzen wollen, wird die Isolation noch stärker. Die Konsequenz bedeutet für diese anderen Menschen, das sie uns für Querulanten oder für Verrückte halten und sie wünschen sich vielleicht sogar, das irgendwas passiert, damit staatliche Stellen sich um uns "kümmern". Ein Außenstehender kann uns dann vielleicht helfen, indem er uns Vertrauen anbietet und uns eventuell auch im Nicht-wahr-haben-wollen unterstützt und sehr behutsam aus der Isolation herausführt, indem jede Verleugnung überprüft wird. Wenn also jemand auf einen Menschen stößt, der in dieser Phase steckt, kann es verantwortungslos sein mit dem Holzhammer nun die harten Fakten anzubieten und es ist ebenso verantwortungslos einen solchen Menschen dann seinem Schicksal zu überlassen. Aber bei der großen Anzahl von Personen, die in dieser Phase stecken kann auch beim Helfer eine Situation der Überlastung auftauchen und da ist dann die Frage zu stellen, ob der Helfer immer auf alle eingehen kann ohne Gefahr zu laufen sich zu sehr um andere zu kümmern und seine eigenen Angelegenheiten und Ängste nicht zu bearbeiten. Es muß hier sicherlich ein Kompromiss gefunden werden und Konflikte sind quasi vorprogrammiert.

Phase 2:
Wenn wir dann gemerkt haben, das die Informationen doch stimmen, dann entwickeln wir Zorn. Wir verspüren Neid auf die Anderen, die noch in der alten Welt leben und denen diese Informationen nichts auszumachen scheinen. Das führt zu unkontrollierbaren Wutausbrüchen auf alle, die nicht diese Informationen wahrnehmen und auch auf die, die als Ursache dieser Information ausgemacht werden, wie z. B. unsere Eltern oder Lehrer, die uns Falsches erzählt haben oder die Politiker, die ihre Verantwortung nicht wahrgenommen haben. Diese können weiter ihr Geld verdienen, es in Urlauben ausgeben und ihre Pläne realisieren, ohne darüber nachzudenken, in was sie verstrickt sind. Die Angst vor den Folgen dieses Wissens plagt uns zudem, wir empfinden unser Leiden vor dem Hintergrund der Katastrophen im Fernsehen als unwichtig. Hilfe kann Aufmerksamkeit sein, uns nicht aus dem Weg zu gehen und unseren Zorn notfalls auch zu provozieren, so dass es zur Aussprachen kommt. Wichtig dabei bleibt, dass die Betreuenden den Zorn von uns nicht persönlich nehmen sollen, da der Zorn sonst Gegenzorn provoziert, was einen fehlerhaften Kreis (Spirale des Streites) nach sich zieht. Wir können auch hier die große Verantwortung der Helfer zwischen den Zeilen lesen, die bei einem solchen Prozess wahrgenommen werden sollte. Wieder ist es eine Verantwortung sowohl dem Anderen als auch sich selbst gegenüber, denn nicht jeder kann den Zorn eines anderen unbeschadet oder unbeeinflußt standhalten. Es ist also wichtig für Ausgleich zu sorgen und mindestens jemanden zu haben mit dem danach die Sache nochmal reflektiert wird.

Phase 3:
Diese Phase stellt eine kurze flüchtige Phase dar, in der kindliche Verhaltensweisen zu Tage kommen, wie die eines erst zornigen, dann verhandelnden Kindes, das sich mit häuslichen Tätigkeiten eine Belohnung erhandeln will. Wir hoffen durch „Kooperation“ auf Belohnung, etwa eine Verlängerung des alten Weltbildes oder Erhalt des Arbeitsplatzes durch Lohnverzicht von den Schwierigkeiten freizukommen. Um uns in dieser Phase beizustehen hilft es, Schuldgefühlen, beispielsweise gegenüber Gott oder seinen Mitmenschen, mitunter befreiende Anerkennung einzuräumen. Wenn also erstmal klar ist, das dieser Versuch in Verhandlungen mit dem Alten zwar lobenswert, aber im Grunde sinnlos ist, kann die Erkenntnis reifen, das das Alte über Bord geworfen muß, um Platz für das Neue zu schaffen. Meist ist diese Phase mit Existenz-Ängsten verbunden und viele fallen in alte Verhaltensweisen zurück bis es keinen anderen Ausweg mehr gibt. Hier ist die Verantwortung des Helfers besonders schwer, weil in der Regel der Helfer nicht die Existenz absichern kann, sollte das möglich sein, um so besser und umso einfacher ist es aus dem alten System in ein neues zu gelangen. Der Helfer muß aber ebenso für sich selbst Verantwortung tragen und darf nicht seine eigene Existenz gefährden, nur weil er sich für den anderen verantwortlich fühlt.

Phase 4:
Die Erstarrung, der Zorn und die Wut wird in zwei Formen von Verzweiflung und Verlust abgelöst. Die erste Form ist reaktiv. Sie bezieht sich auf einen bereits geschehenen Verlust, d. h. beispielsweise der Arbeitsplatz ist verloren gegangen, oder die Erkenntnis, das die eigene Familie nicht mehr geschützt werden kann, weil das System mit dem der Schutz bisher gewahrt wurde durch die Informationen als Chimäre erkannt wird. Durch Bekämpfung dieser Sorgen mit beispielsweise einer politischen Gruppe oder der erforderlichen Selbstorganisation des Schutzes der Familienversorgung, kann uns nur soweit helfen, das wir nicht in die Depression fallen. Die zweite Form ist vorbereitender Natur und kümmert sich um die Zukunft unseres Umfeldes. Auch hier kann Intervention des Umfeldes uns helfen zur nächsten Phase vorzudringen, z. B. durch Berichte von einer zukünftigen Welt die aktiv von uns erreicht werden könnte, wenn wir die Informationen so nutzen, das wir Alternativen zu den kaputten Systemen entwickeln, d. h. das es eine Zukunft jenseits der Probleme gibt. Zuviel Zukunftsmusik stört jedoch das Trauern, das uns erlaubt vom alten Weltbild Abschied zu nehmen. Ohne subjektives Kennen der Angst und der Verzweiflung ist kein Erreichen der nächsten Phase in Sicht. Verantwortung bedeutet hier das das richtige Maß bezogen auf die jeweilige Person gefunden werden muß und das ist wirklich nicht einfach.

Phase 5:
Nach Neid und Zorn auf alle, die die Information nicht wahrhaben wollen, erwartet uns der Tod unseres alten Weltbildes und dehnt seinen Schlaf aus. Die Phase ist frei von Gefühlen, der Kampf ist vorbei, der Schmerz vergangen und wir wollen von den Problemen der Außenwelt in Ruhe gelassen werden. Somit ist dies die schwierigste Phase für die Personen im Umfeld, da sie auch Zurückweisungen erfahren müssen. Alte Menschen erreichen diese Zustimmungsphase weniger leicht, da sie auf ihr Leben, ihre Kinder und somit einen Sinn, zurückblicken können, der sich gerade durch die neuen Informationen relativiert hat. Stellen Sie sich einfach vor sie haben ein erfülltes Leben schon hinter sich und plötzlich ist das alles nichts mehr wert. Wie fühlen sie sich, sie können das alles nicht zurückdrehen und sie können die nun bewußt werdende Schuld am aktuellen Zustand nicht tragen weil es einfach zuviel ist.
An dieser Stelle ist es wichtig Menschen zu finden, die trotz der Widrigkeiten und der großen Probleme ausharren, um das alte Weltbild sterben zu lassen und ein neues aufzubauen und diese Neue ist bei alten Menschen anders als bei Menschen die noch Jung sind und ihr Leben noch vor sich haben.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass alle Phasen gemeinsam sich mit „Hoffnung“ beschäftigen und dass es ein Fehler wäre, dem durch die Informationen sich wandelnden Menschen die Hoffnung zu nehmen. „Ich habe mein bestes getan, um Ihnen zu helfen und ich werde fortfahren, um ihre Lage nach Kräften zu erleichtern“. So werden Freundschaften begründet.

Es ist nicht die passive Form der Solidarität, die hier eine Rolle spielt, sondern eine aktive Solidarität.

Mit der Schilderung dieser 5 Phasen eines Trennungsprozesses vom eigenen alten Weltbild haben wir ein Schema an der Hand auf Menschen unterschiedlich zu reagieren und ihnen zu helfen die Hoffnung auf eine bessere Welt zu behalten.

Wir brauchen nicht mehr ein Universal-Rezept zu suchen mit dem jedem Menschen geholfen werden kann dessen Weltbild ins Wanken gekommen ist oder der es untergehen lassen muß weil er erkannte das es eine Illusion war.

Wir brauchen auch keine Psycho-Therapie oder Rebirthing-Therapie um uns gegenseitig in unserem Leben beizustehen. Wir begleiten uns und gehen verantwortungsbewußt miteinander um, nutzen das "zwischen uns sein", die vielfältige Kommunikation, um die notwendigen Energien fließen zu lassen und somit jede Blockade in uns zu heilen.

VG Bernd
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« Zuletzt geändert: 09.09.2011 um 10:12:10 von freierMilan »  

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Re: Trauerarbeit um das alte Weltbild (überarbeitete Fassung)
Antwort #1 - 20.10.2010 um 04:18:11
 
Inzwischen wurde eine livestream-Sendung bei Hiobsbotschaft über dieses Thema gemacht und wir haben einen Zusammenschnitt davon auf Youtube hochgeladen.

Hier das Ergebnis:

Ausschnitte aus dem Livestream der hiobsbotschaft vom 20.9.2010 zum Thema:Trauerarbeit um das alte Weltbild.
http://www.livestream.com/hiob
http://www.livestream.com/medialmilanstation


YT-Direkt
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Antwort #2 - 09.02.2012 um 15:41:48
 
Übertragen aus dem alten Forum Autor: RKarow vom 07.06.2008, 11:49

An diesen Ausführungen ist viel dran. Andere Untersuchungen sprechen von Zyklen im 7-Jahresrythmus, wo sich der Mensch verändert. Dann ist da noch die Sache aus der Verhaltensforschung. Kindheit, Pupertät, Lebensstart, so zwischen 25 und 30, dann die Bewahrungszeit, so etwas ab 40 und die Ruhestellung. Das Wort muß nicht erklärt werden.
Die Ausnahmen werden jedoch die Welt regieren können:
Beispiel, die ewig Unruhigen, die Ihre Visionen und Ihre Kraft ein Leben lang auf Öffnung halten. Beispiel: Iris Berben will 350 Jahre alt werden, da die Zeit, in der wir leben, so spannend ist. Recht hat sie. Deshalb will ich 351 Jahre alt werden. Na, und mein Leben ist auch so verlaufen, daß ich keine Zeit zum Altern hatte. Meine Sexualität hat nachgelassen. Das ist auch gut so. Wie sagte ein deutscher Schriftsteller, dessen Namen ich leider vergessen habe? "Nun bin ich 60 und mein Sexbedürfnis ist auf 0, nun kann ich endlich frei denken" Na, also!
herzlich
Rainer Karow

Übertr5agen aus dem alten Forum Autor: BerndMatthes vom 08.06.2008, 21:15

Es ging mir weniger um die Zyklen denen jeder Mensch ausgesetzt ist. Es ging mir eher um eine Art Gesellschafts-Therapie, denn das alte Weltbild ist ja als Illusion erkannt durch die neuen Informationen.
Was geschieht dann?
Das ist ja etwa analog zu einer Auflösung einer Verdrängung.

Als ich die Sterbe-Phasen nach Kübler-Ross mir vergegenwärtigte sah ich das sterbende Weltbild einer sterbenden Person und ich stellte fest das sich diese Phasen nicht 1 zu 1 übertragen ließen, denn am Ende der Phasen ergibt sich hoffentlich ein neues Weltbild.

Andererseits könnte da auch ein Selbstmord anschließen oder aber der Mensch bleibt in irgendeiner Phase stecken.

Ein Teil der Symptome habe ich ja bereits life erlebt und wenn das wiederum andere bestätigen können....
Das wäre schon ein hübscher Ansatz die Menschen mit der Gegenwart zu "verheilen".

VG Bernd

Übertragen aus dem alten Forum Autor: horstgutekunst  vom 14.06.2008, 08:30

Liebe Freunde

Endlich! Endlich bin ich zuhause angekommen. Bei Euch!
Jetzt kann ich mich geborgen fühlen. Bin kein Spinner, Idiot, Fantast und Psychopat mehr.
Wir sprechen die gleiche Sprache und drücken aus, was unser Kern, im Kern uns sagt.
Zu Reden, fühlen, aus der Mitte, die das Gewissen sprechen lässt.
Die Sehnsucht Mensch zu sein, ein Ganzer, integriert in einem Barm (Mutterschoss, der Kosmos). Die Herzigkeit, die zu Erleben uns so glücklich und so sicher macht.

Miteinander sein, dies ohne Angst, vor Angriff auf die Würde.
Ge- und be-achtet werden, als ein Glied zu Gliedern, strebt, um seinen Sinn zu leben. Der Sinn ist und das ist analog der Gravitation als die schwächste Wirkkraft überhaupt, doch ist sie die bedeutsamste aller Kräfte, vorstellbar, das ist sie auch!
Sie zieht hinan, hinauf, hinunter, sammelt alles Leben zu sich hin.
Um es zu verbinden. Das ist in uns so eingeboren, dieser eine, tiefste, stärkste Sinn.
Zu helfen, schützen, bergen alles was da menschlich ist, dadrin.


Horst zu Euch ihr lieben! ...

Übertragen aus dem alten Forum Autor: deraegypter vom 14.06.2008, 12:47

Danke, Horst, für diese erfrischenden Worte und herzlich willkommen!

Läßt Du dann auch mal eine Rückmeldung kommen , warum Du nicht auf das Forum kommen konntest bzw. ob es am Browser gelegen hatte oder woran sonst? Da das Problem ab und zu auftritt, aber noch keiner zurück postete, was lso war, kann von der Milanstation aus auch nichts dingfest gemacht werden...

LG,

Übertragen aus dem alten Forum Autor: BerndMatthes vom 14.06.2008, 15:19

Lass mal @derAegypter, das Cooki-Problem wird es gewesen sein und IE, die Zeiten diesen Fehler endgültig auszumerzen sind vorbei.
Denke dran dies hier ist YaBB 1.4 Gold plus Erweiterung und Fehlerdebugging von mir.
Das forumMilanum der runden Tische ist YaBB 2.1. und die letzte stabile Version ist YaBB 2.2.2. Das neueste YaBB ist 3.1.Alpha.

Solange der Tipp mit Cooki löschen oder Firefox bzw. Opera nutzen funzt ist eine endgültige Fehlerbehebung unsinnige Arbeit.

Sollte es allerdings einen alten YaBB-Koder geben der das in nul Komma nix klären kann...

Übertragen aus dem alten Forum Autor: BerndMatthes vom 14.06.2008, 16:18

Herzlich Willkommen nun ganz offiziell Smiley

Zitat:
Endlich! Endlich bin ich zuhause angekommen. Bei Euch!
Jetzt kann ich mich geborgen fühlen. Bin kein Spinner, Idiot, Fantast und Psychopat mehr.
Wir sprechen die gleiche Sprache und drücken aus, was unser Kern, im Kern uns sagt.


Nun dann lassen wir die Kerne sprechen.
Mein Kern sagt mir das dieser @horstgutekunst doch etwas bezwecken könnte, wenn er ausgerechnet in diesem Thread etwas über sich bzw. über das, was andere über ihn sagen, schreibt.

Die im Eröffnungsposting aufgestellten Thesen sind ja nur ein erster Reflex, eine erste Symptom-Sammlung, ein erstes Spuren lesen von einem als hemmendes Problem erkannten Zustand unserer Gesellschaft bzw. seiner Glieder.

Ein Zuhause, eben ein Horst der Gemeinschaft durch Sprachgemeinsamkeiten, erinnert an Phase 4 bzw. der Überwindung von dieser Depressions-Phase.

Doch es kommt auf dein Empfinden dabei an, ob die Phasen, wie geschildert, bestehen bleiben können oder besser differenziert werden müssen. Die Erforschung der Randbedingungen und vor allem der Lösungswege die Gefahren der Phasen zu meiden, ist die kreative und analytische Arbeit, die von den Erfahrungsträgern geleistet werden muß, um dieses als Richtschnur für den Bau eines neuen Gesellschaftshauses verwenden zu können.

Zitat:
Der Sinn ist und das ist analog der Gravitation als die schwächste Wirkkraft überhaupt, doch ist sie die bedeutsamste aller Kräfte, vorstellbar, das ist sie auch!
Sie zieht hinan, hinauf, hinunter, sammelt alles Leben zu sich hin.


Der Begriff Sinn stört mich etwas, weil ich, durch Heiddegger "verbildet", meine, das ein Sinn fuglos ist.
Doch siehe dazu mal in diesen Thread: Thema: neue Wissenschaft?
Der Sinn ist die Gottgegeben Spiegelung unseres Nicht-Wissen. Ein Test sozusagen, in dem wir geprüft werden, ob wir uns mehr der geistigen Illusion(Innenwelt) oder mehr der Wirklichkeit(Außenwelt) zuwenden. Die Suche nach dem Sinn, der angeblich durch Gott den Dingen eingegeben wird und den der Mensch nicht direkt erkennen könne, hat zwar die Neugier des Menschen in Richtung gebracht, aber er fesselt den menschlichen Geist in einer fuglosen Suche nach dem Sinn der Dinge.

Eine Cola-Dose,

ist sie da um Cola aufzubewahren?

Ist das ihr Sinn? 0=? 0=? 0=?

"Zen und die Kunst ein Motorad zu warten" machte es mir deutlich, das der tiefere "Sinn" einer Cola-Dose nicht der eines aufbewahrenden Gefäßes ist, sondern den Besitzer davor bewahrt ein teures Ersatzteil aus Deutschland von BMW zu bestellen (Der Autor schreibt dies in den USA). Denn eine BMW deren Lenkstange ständig nach unten rutscht kann sehr einfach mit einer Cola-Dose repariert werden.
ZEN ist die Kunst den tieferen Sinn zu entdecken, den der Hinter der funktionalen Oberfläche steckt, und daher noch keine Möglichkeit, sich von dem aus sich heraus seienden (göttlichen) Sinn (Absicht) zu trennen.
Der Fug, also das "sich in ein gedachtes System Einfügende" reicht aber ebensowenig aus, um sich durch den angedeuteten Paradigma-Wechsel hindurch zu bewegen.

Zitat:
Um es zu verbinden. Das ist in uns so eingeboren, dieser eine, tiefste, stärkste Sinn.
Zu helfen, schützen, bergen alles was da menschlich ist, dadrin.


Sicher ist da etwas zu vermuten, was sich manchmal zeigt wie Wahrheit und Wind und dennoch nicht festzuhalten ist. Die alten Chinesen sagten vielleicht unsere Zeit voraus ahnend, das nur das Wandelbare das Unwandelbare sei.
Moderne Wissenschaftler wissen darum und erzeugen "falsifizierbare" Theorien.
Sie sind sich bereits bewußt, das der alte von Platon dem Sokrates zugesprochene Spruch stimmt, wenn er sagt: "Ich weiß, das ich nicht weiß". *Anmerkung
Doch die Mächtigen wollen dies nicht realisieren denn dann würde es offenbar, das Jahrtausende lang zuerst "die Götter", dann "der Gott" und zum Schluss "die Wissenschaft" als Mittel verwandt wurden, um Herrschaft zu rechtfertigen.
Im letzten Jahrhundert kam noch ein weiteres Element hinzu durch Freud, der den Menschen zum potentiellen Triebtäter macht und die Rechtfertigung der Beherrschung archaischer Triebtätigkeiten des MenschTieres lieferte.

Jedes Instrument, ob eine Axt oder ein Zirkel, ein Buch oder nur ein Wort kann im gleichen Moment etwas Gutes oder Schlechtes bewirken.

Diese Erkenntnis ist im Vorhof der Überwindung möglich und hilft uns unsere Umgebung so zu strukturieren, das kein Mensch mehr über den anderen gestellt werden darf. Es läutet das Ende jeglicher privaten All-Macht Rechtfertigung ein und wird der Tod so mancher "Wüsten"-Religion und so mancher wüsten Wissenschaft werden. Wüste im doppelten Sinne gemeint.

Das Wesen des Menschen ist nicht die von Gott-vorgegebene Welt zu entdecken, sondern über den Erhalt seiner Selbst hinaus gehend die Freiräume zu erschaffen und zu verantworten, die außerhalb der automatisch entstehenden natürlichen Hierarchie durch uns selbst entstehen, z.B. Gerchtigkeit und universelle Liebe.

Entschuldige, wenn es dich stören sollte, das ich definitiv die Dinge benenne, doch aus meinem Anspruch die Welt subjektiv nur betrachten zu können, ergibt sich gleichfalls, das ich nicht die Wahrheit sagen kann, sondern immer nur meine verzerrte Sichtweise darlege.
Es ist nur hundertmal einfacher ohne "es könnte", "es müßte" und ähnlicher Relativierung einen Text zu verfassen und Stellung zu beziehen. Stör dich also nicht an den scheinbaren Absolutheiten, und nehme sie zum Anlass zu hinterfragen.

Viel Kraft, Mut, Gelassenheit und Liebe wünscht
Bernd

* Anmerkung aus wikipedia: Die kodierten Zeichen können die Griechen selbst dekodieren alles unified symbol system Zwinkernd
Die geläufige Übersetzung von οἴδα οὐκ εἰδώς, oída ouk eidós, [oi̯da ou̯k ei̯dɔːs] trifft nicht den Sinn der Aussage. Wörtlich übersetzt heißt der Spruch „Ich weiß als Nicht-Wissender“ bzw. „Ich weiß, dass ich nicht weiß“. Das ergänzende „-s“ an „nicht“ ist ein Übersetzungsfehler, da die Phrase „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ auf altgriechisch οἴδα οὐδὲν εἰδώς, oída oudén eidós, [oi̯dɐ ou̯ˈdɛn ei̯dɔːs], heißen würde. Mit seiner Aussage behauptet Sokrates also nicht, dass er nichts wisse. Vielmehr hinterfragt er das, was man zu wissen meint.

Übertragen aus dem alten Forum Autor: deraegypter vom 06.07.2008, 02:59

Zitat:
[quote]Um eine Form, in unserem Kosmos in Erscheinung treten zu lassen, muss die Energie ein dimensionsloser Punkt sein.
(Euklid)


Zitat:
Das ist die Zahl Eins!

Bewegt sich der Punkt, als Energie, in die Raumzeit hinein, gebiert er die Raumzeit und so wird eine Linie daraus. Eine Linie, hat einen Anfang und ein Ende.
Jetzt ist es die Eins der Punkt und der Anfang und der Endpunkt; dazwischen die Linie. Das ist die Zahl Drei = bewegter Punkt wird Linie.

Wo ist jetzt die Zahl Zwei?

Bei diesem Vorgang, ist erst die Dimension, die Länge geboren!

[center]Die Zahl 3 ist die Schlüsselzahl der „Eindimensionalen Welt“!

Nach der Ersten Offenbarung ist schon die Drei entstanden!

Die Zahl Zwei kann nur durch eine S p a l t u n g, also eine Verdoppelung der Zahl Eins, der Ureinheit entstehen.

Damit ist die Dualität der Raumzeit geboren!

Die Zahl Zwei kann nur geboren werden, wenn sich zwei Einheiten gegenüberstehen.

Wenn sich die Einheit spaltet, so kann sie das nur, indem sie ein Spiegelbild nach aussen projiziert und so entsteht aus der Einheit, eine Zweieinheit.
Die Spaltung, ein Prinzip, das die Teilung und die Multiplikation erst ermöglicht!
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Freiland, Weg der Freiheit 1
Re: Trauerarbeit um das alte Weltbild (überarbeitete Fassung)
Antwort #3 - 09.02.2012 um 15:48:01
 
Zitat:
Teilung, im Sprachgebrauch:

„Die Ver_Zweiflung, der Zweifel, der Zwiespalt, die Trennung usw.“,

Aber auch: „Die Verbindung, die Ver_Einigung, die Vervielfältigung“.
Ich möchte hier nur auf Wunsch weiter ausführen.
M. E. genügt es vorerst, denn ich kann nicht voraussehen, ob dieses schon Sinn mache und auf ein Verständnis stosse.[/center]

Horst Gutekunst



Übertragen aus dem alten Forum Autor: raban vom  06.07.2008, 09:47

Hallo Ihr Lieben,

noch ganz "frisch" dabei, hier in diesem interessanten Forum, stelle ich fest, daß inzwischen aus dem Eingangsthread ein philosophischer geworden ist.
Natürlich ist dies aus dem Thema heraus auch unvermeidbar, sind es doch IMMER die Philosophen gewesen, und sie sind es auch weiterhin, die den Sinn des Lebens zu erklären, zu deuten und zu beschreiben versuchen.
Ich teile unbedingt die Aufstellung der "Phasen", da wir nun mal ausgesetzt sind, mit der Realität unseres DASEINS, ob wir uns dem gesellschaftlich entziehen wollen oder nicht. Die Wirklichkeit holt uns daher sehr schnell wieder ein.
Ich möchte bei diesem Thema einen anderen Aspekt IN die Diskussion einfließen lassen. Nicht nur die Hoffnung stirbt zuletzt, sondern auch die Gewißheit, daß ALLes SEIN einen Sinn haben MUSS- so selbst zerstörerische Kräfte, die wir ALLe natürlich nicht wollen. Mir hat im Laufe meines Lebens Wissen, also Information, Reflektion meiner Ur-Ängste, Aufarbeitung meiner Kindheit bis hin zu Teil-Erlebnissen aus früheren Leben, geholfen, zumindest die Wirklichkeit BESSER zu verstehen, abschätzen zu können. Diese Gewißheit, die ich meine, bestätigt sich im zunehmenden Alter. Natürlich werden Skeptiker, die davon zum ersten mal erfahren, darüber "lächeln", aber es IST trotzdem so, wie es IST: die Rückkehr der Menschheit zur Form von Lemuria. Dieses Urreich, welches vor ca. 12.000 Jahren sein jähes Ende fand, lebt weiter und beginnt sich erneut zu "formen", nicht materiell, physisch, sondern unbedingt erst mal IN uns. Und genau dazu gehören eben AUCH, Erkenntnisse, wie diese hier beschriebenen "5 Phasen", philosophische Hinterfragungen und die Bereitschaft querdenkend ALLes mit ALLem zu verknüpfen, um daraus nicht nur einen Sinn zu erkennen, sondern die "kosmische Aufgabe".

Es mag jetzt ein wenig "verwirrend" herüberkommen, und auch ich selbst bin "nur" auf dem WEG der Erkenntnis; dennoch war es mir ein Bedürfnis, hier zu antworten, wissend, daß in diesem Forum Menschen sind, die nicht dem "Wahnsinn dieses Alltags" verfallen sind, sondern auch mal "innehalten und reflektieren"------

LG raban

Übertragen aus dem alten Forum Autor: deraegypter vom 07.07.2008, 06:28

Zitat:
Die Zahl Zwei gibt mir den Anlass, über die Unendliche Zahlenreihe nachzudenken. Die Zwei, wie ihr Name es sagt, eins und eins. Ein, spaltet sich zu seinem Gegenstück. Das Gegenüber, das Du die Zweieinheit sein sollte!
Die Ver_Zweiflung, der Zweifel, die Trennung, die Not, der Defizit, der Schmerz, das Elend. Die Spaltung (Neurose), im menschlichen Sinne
Wahr_genommen.

Das Gegenteil davon. Das ist wäre Brücke: "Die Verbindung von Eins, zu Eins." Zielt auf die Kommunikation, die Verschmelzung, die Vereinigung die Multiplikation. Damit ist Überfluss usw.
Also Adam und Eva. Mann und Frau. Als Eine Seele.
Die Seele, Geist, ist geschlechtslos. Eins und Eins = 3.
Warum?
Um ein Drittes zu erzeugen!
Die Kontinuität des Lebens.
Ich freue mich und begrüsse das ewig weibliche   E l e m e n t  an unserer Suche teilzunehmen und lade das Gegenstück dazu herzlich ein.
Das hat bisher sehr gefehlt, wie es mir scheint.

Horst Gutekunst



Übertragen aus dem alten Forum Autor: BerndMatthes vom 08.07.2008, 05:21

Na dann wollen wir den Kabalisten mal einen Strick drehen ...

Die Eins, die Einheit, das Alles, braucht um sich zu sehen den Spiegel, das Du und daher die Zwei. Die Drei ist der Schied, das Dazwischen, das, wo die Kommunikation den Konsenz erzwingen muß, um darüber etwas von Eins zum Anderen vermitteln zu können und das gleichzeitig die Trennung ermöglicht, die Fehlerhaftigkeit in sich bergend und so die Schöpfung aus sich heraus ohne großen Uhrmacher zu verwirklichen zwischen dem Ich und dem Du.

Belege? 8(

Wozu?

Haben das Kabalisten jemals nötig gehabt? 0=d
Sie setzen voraus, es gäbe einen Zusammenhang zwischen dem Abstraktum Zahlen und der Wirklichkeit.
Na wenn jeder so seine Denkweise aufbaut, dann muß ein solches Chaos entstehen wie wir es erleben.
Jeder glaubt mit ein paar Zahlenspielerreihen und passenden Zusammenhängen die Geburt einer Welt beschreiben zu können, doch wer kann eigentlich sagen die Welt sei geboren? Doch nur der der selbst eine Geburt hatte und daher kaum anders denken kann als überall da wo etwas Geburtsähnliches passiert prompt von Geburt zu reden.
Den Menschen ist der Unterschied von passen und stimmen noch immer so fremd, das ihnen das Analogie-Verfahren des geozentrischen Zeitalters den Kopf verwirren muß.

Aber gelingt es einem eine Sache mit Hilfe von Eselsbrücken zu beschreiben kann mensch gewiss sein das dieses Wissen auch noch in tausenden von Jahren existiert. Schlau waren die Kabalisten und so manche anderen Kulturmacher, denn sie haben sich die viralität der Worte sehr zu nutzen gemacht.

Wer aber sich nicht zum Esel machen lassen will, der vorgegebene Eselsbrücken überquert, kann eventuell auf Ergebnisse kommen, die tiefer gehen als jede Zahlenmystik.


Schönen Gruß an Horst

Übertragen aus dem alten Forum Autor:Aeon   vom 07.01.2009, 17:07

Hallo!
Die übertragung der Sterbephasen auf den Aufwachprozess ist schon interessant und wenn ich mich zurück erinnere an die Zeit als mein Weltbild "zerstört" bzw. Ich aus meinem Wachtraum gerissen wurde kann ich auf jeden Fall Paralellen erkennen.
Die Sache ist aber leider die, dass die Menschen, die eine Art Wahrheitserlebniss haben (durch einen Film oder ein Buch ect.) jederzeit die Möglichkeit haben umzudrehen und zurück in die alte Realität flüchten können. Das ist meiner Meinung nach das große Problem bei diesem Vergleich.
Wird einem Menschen mitgeteilt, dass er Krebs im Endstadium hat, so wird über ihn ein Todesurteil ausgesprochen, dem er sich nicht entziehen kann.
Wird er dagegen mit schreklichen Wahrheiten konfrontiert, hat er zwei Möglichkeiten: 1. Er willigt ein. Nach dem Motto: "Mein altes Weltbild muss "sterben" und was danach passiert ist mir unbekannt.
2. Er rettet sich zurück in seine alte Realität. Er vertraut den Massenmedien und tut die Menschen, die diesen nicht trauen als Verschwörungsspinner ab.
Ich denke, dass 90% der Menschen nicht den Tod des Weltbildes wählen, wenn sie vor eine solche Wahl gestellt werden.
Was mich zu der Frage bringt, warum, wir (Die Infokrieger) den Tod des Weltbildes wählten?
Müssen schon gewisse Vorraussetzungen erfüllt sein um diesen Schritt zu wagen?

Übertragen aus dem alten Forum Autor: BerndMatthes vom 07.01.2009, 17:54

Herzlich Willkommen @Aeon

Zitat:
Die Sache ist aber leider die, dass die Menschen, die eine Art Wahrheitserlebniss haben (durch einen Film oder ein Buch ect.) jederzeit die Möglichkeit haben umzudrehen und zurück in die alte Realität flüchten können.


Das entspricht genau...

Phase 1:
Zuerst wollen wir die neuen Informationen nicht wahr haben und beginnen uns von diesen Informationen zu isolieren.

Wenn jemand "umdreht und zurück in die alte Realität flüchte"t, dann isoliert er sich auch von der Wahrheit, indem er sie leugnet, aber der Krebs und die Wahrheit bestehen weiter.

Deine Fragen sind dennoch wichtig auch wenn deine Begründungen zu Frage wegfallen.

Zitat:
Was mich zu der Frage bringt, warum, wir (Die Infokrieger) den Tod des Weltbildes wählten?


Es gibt ja auch Krebskrankediedie erste Phase sofort überspringen. Vielleicht finden wir die Antwortwenn wir parallel fragen warum manche Menschen sich ihrem Sterben stellen können.

Zitat:
Müssen schon gewisse Vorraussetzungen erfüllt sein um diesen Schritt zu wagen?

Das würde ich annehmen. Wer ein Leben führt, das die Wünsche nicht ständig auf Morgen verschiebt, hat es vermutlich einfacher sich dem Ende zuzuwenden. Übertragen ausgedrückt: Je weiter ein Mensch sozusagen in seiner eigenen Zukunft lebt desto größer ist die Differenz zwischen Wunschbild und Realität. Ist das erreichen des Wunschbildes sehr vom alten Weltbild abhängig, wird auch viel dieses Wunschbildes zerstört.

Die Voraussetzungen sind sozusagen von der Lebensweise bestimmt.

VG Bernd

Übertragen aus dem alten Forum Autor:Aeon   vom        07.01.2009, 21:28

Zitat:
Das entspricht genau...

Phase 1:
Zuerst wollen wir die neuen Informationen nicht wahr haben und beginnen uns von diesen Informationen zu isolieren.

Wenn jemand "umdreht und zurück in die alte Realität flüchte"t, dann isoliert er sich auch von der Wahrheit, indem er sie leugnet, aber der Krebs und die Wahrheit bestehen weiter.


Das Problem ist nur der Unterschied zwischen Krebs und Wahrheit. Der Krebs holt den Menschen zwangsläufig und innehalb kurzer Zeit ein.
Die Wahrheit kann sehr lange Zeit verdrängt werden. Sie wird den Menschen natürlich auch irgendwann einholen, spätestens dann wenn er in einem faschistischen Polizeistaat lebt.
Ist dieser erst einmal installiert ist alles jedoch schon zu spät.
Das ist das Hauptproblem: Solange es den Menschen noch gut geht können sie in ihrer Illusion leben und es ist ihnen egal ob die Wahrheit existiert oder nicht.
Will sagen: Die Wahrheit kann vorläufig ohne Konsequenzen verdrägt werden, der Krebs dagegen nicht .

Übertragen aus dem alten Forum Autor: BerndMatthes vom 07.01.2009, 23:15

Ich würde diese Unterscheidung nicht machen wollen, denn jenach Krebsart bemerkst du bei manchen auch am Anfang nicht all zu große Schwierigkeiten. Solange es dir sozusagen gelingt dich mit diesen Schwierigkeiten zu arrangieren mußt du nicht darauf reagieren. Mit der Wahrheit ist es nicht anders. Und analog zu der Sache, das auch Krebs im Anfangstadion manchmal noch heilbar ist und dann aber ab einem bestimmten Stadium kaum mehr, kann es eben auch für die Wahrheit manchmal zu spät sein. Gerade des halb ist es ja wichtig eine Methode zu finden jemanden der in diese erste Phase gerät so anzusprechen das die Wahrheit nicht verdrängen kann.
Genau diese Methoden müßten Feldversuch-mäßig ausprobiert werden sobald Ansätze überlegt wurden.

VG Bernd


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