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Wasser - Wie die Globalisten das Wasser unter Kontrolle bringen wollen und welche Folgen das hat (Gelesen: 1657 mal)
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Wasser - Wie die Globalisten das Wasser unter Kontrolle bringen wollen und welche Folgen das hat
05.08.2010 um 12:34:52
 
Leute, es ist Zeit das das Herrschaftssystem abgelöst wird durch unser neues System, doch es scheint so, als ob nicht verstanden wird, warum wir ein neues Rechtssystem brauchen. In der folgenden Playlist könnt ihr an einer Stelle erkennen, das gegen die Verursacher der globalen Probleme nicht mehr geklagt werden kann und das sollte euch doch die Augen öffnen, das wir hier etwas tun, was eine tatsächliche Wandlung der Weltgesellschaft bewirken kann, wenn wir das wollen.
Also schaut euch die Playliste an und denkt darüber nach, wie praktisch es wird wenn wir die ersten Schritte getan haben.

Mit jedem Schritt vervielfältigt sich nicht nur die Wirkung unseres Wollens, sondern auch die Möglichkeiten der praktischen Anwendung.
Deshalb glaube ich, das unsere Konzepte von euch bisher fortwährend unterschätzt werden in ihrer Wirksamkeit.

Flow - Wasser ist Leben

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« Zuletzt geändert: 30.07.2013 um 23:29:54 von freierMilan »  

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Veolia - Wie unsere Abfallfirma das Trinkwasser vieler Menschen kontrolliert.
Antwort #1 - 16.02.2013 um 20:24:56
 
Veolia - Wie unsere Abfallfirma das Trinkwasser vieler Menschen kontrolliert


Veolia Environnement S.A. ist mehr als das den meisten von uns bekannte Entsorgungsunternehmen. Es ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Umweltdienstleistungen. Seine Geschäftsbereiche sind Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft, Energie und Transport. Es besitzt eine Vermögensmasse von 50 Milliarden Euro, hat einen Jahresumsatz von rund 30 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit 330'000 Arbeitnehmer.

Veolia Environnement kann auf eine 160 jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken.  Am 14.12.1853 wurde in Paris die Wasserversorgungsgesellschaft Compagnie Générale des Eaux (CGE) gegründet. Ab 1861 ist es für die Trinkwasserversorgung von Paris zuständig. Andere Städte folgen in den kommenden Jahren, wie beispielsweise 1880 Venedig. Dies war der erste Geschäftserfolg im Ausland. 1884 dehnte CGE seinen Geschäftsbereich auf die Abwasseraufbereitung aus. Zu seinem hundertjährigen Jubiläum 1953 versorgt es 8 Millionen Menschen in Frankreich mit Trinkwasser und besitzt ein Leitungsnetz von 10'000km. In den folgenden Jahren kommen Dienstleistungen wie die Hausmüllsammlung oder die Wartung der nordamerikanische Stützpunkte der NATO in Frankreich hinzu. 1980 strukturierte CGE sich neu, um die vier Tätigkeitsfelder zusammenzufügen, für die Veolia heute bekannt ist. Es fusioniert dazu mit der Compagnie Générale Française de Tramways, ein traditionsreiches Nahverkehrunternehmen, der Compagnie Générale d'entreprises automobiles, ein Entsorgungsunternehmen und übernahm die Kontrolle der bereits 1967 angegliederten Compagnie Générale de Chauffe, ein Energieunternehmen. 1990 folgt die Übernahme der Gruppe Soulier, einem der größten europäischen Papier- und Kunststoffrecycler. Ein Jahr später steigt CGE in das Wasser-Geschäft in Deutschland ein. Es beteiligt sich an der OEWA Wasser und Abwasser GmbH, aus der sich Veolia Wasser entwickelte. 1998 nimmt CGE die Bezeichnung Vivendi an. Im folgenden Jahr wird der Konzern Vivendi Environnement gegründet, was eine Zusammenfassung der vier Geschäftsbereiche bewirkt. Ein Konsortium von Vivendi, RWE und Allianz übernimmt in Berlin die Trinkwassergewinnung und -versorgung sowie den Betrieb des Abwassernetzes und der Abwasserbehandlungsanlagen. 2000 folgt der Börsengang des Konzerns. Nach zwei Jahren reduziert Vivendi seine Beteiligungen an Vivendi Environnement, sodaß das unabhängige Unternehmen Veolia Environnement entsteht. 2005 werden alle Geschäftsbereiche unter den Namen Veolia und einen neuen Logo zusammengeführt.

In der Kritik steht Veolia wegen der finanziellen Gewinne den es aus seinen Dienstleistungen generieren. Die vertragliche Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Veolia ist meist mittels Öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) geregelt. Diese Teilprivatisierung läßt die Infrastruktur im Besitz der Kommunen und nur die Betreibung und Wartung dieser, wird in die Hände privater Unternehmen gegeben. Ein börsennotierter Konzern wie Veolia ist an Gewinn interessiert. Dies sollte jeden klar sein, auch Politikern. Diese versprechen sich aus einer Privatisierung Gewinne aus den Verkauf und sinkende Ausgaben für die Kommunen, sowie geringere Preise für den Verbraucher, da private Unternehmen wirtschaftlicher arbeiten. Das tun diese auch, indem sie Angestellte entlassen, weniger Geld in die Wartung investieren und die Preise erhöhen.

Privat stammt aus den Lateinischen und bedeutet trennen oder berauben. Privatisierung kann folglich auch Beraubung genannt werden.

Die Kosten die den Konzernen durch die Teilprivatisierung oder durch Investitionen entstehen, werden durch Kredite gedeckt. Der teilprivatisierten Versorger, der in den Konzern eingegliedert ist, muss diesen selbst zurückbezahlt. Um trotz dieser finanziellen Belastung Gewinn abzuwerfen, wird der Preis für die Verbraucher erhöht aber nach Abzahlung dieses Kredites nicht gesenkt. Somit bezahlen die Verbraucher über Jahre mehrfach diesen ab. Einer der ersten Schritte nach der Teilprivatisierung ist den Versorger wirtschaftlich effizient zu gestalten. Hierzu wird die Belegschaft verkleinert. Daß die entlassenen Arbeitnehmer von der Gesellschaft finanziell abgesichert werden müssen, bedenken vor der Privatisierung wohl die wenigsten Politiker. In Anbetracht der persönlichen finanziellen Vorteile die so manche Politiker aus diesen Geschäft zieht, geht dies wohl unter. Die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft macht eine Unterscheidung, wessen Interessen man im Moment vertritt, auch nicht ganz leicht. Beispielsweise war der Franzose Stéphane Richard Vizepräsident von Veolia Environnement und wechselte danach als Kabinettsdirektor ins Finanzministerium. Nur zwei Jahre später ging er als Generaldirektor zur France Telecom.

In Frankreich wurde Veolia des Betrugs bei der Abrechnung der Wartungskosten für die Trinkwasserversorgung überführt. Es wurden unnötig viele Wartungsarbeiten berechnet, die aber in der Praxis nicht stattfanden, sodaß das Trinkwassersystem in diesen Kommunen einem immer schlechteren Zustand bekam. Als Folge dessen verringerte sich auch die Trinkwasserqualität. Dies ist in ganz Frankreich zu beobachten, daß mit am weitesten bei der Privatisierung der Trinkwassersysteme ist. Um einer eventuellen bakteriellen oder virulenten Gefährdung (jaja) der Bevölkerung entgegenzuwirken, wird das Trinkwasser flächendeckend gechlort. Chlor ist übrigens krebserregend. Welche Stoffe und wieviel hinzu geführt wird, ist den Unternehmen überlassen. Eine Kontrolle durch die Kommunen ist nicht immer möglich.

Auch erwähnenswert finde ich die Zusammenarbeit von Naturschutzorganisationen mit Veolia, sowie die finanzielle Unterstützung die diese erhalten. Als Beispiel sei hier die Renaturierung der Havel genannt.

Bevor die EU-Kommission die angekündigte Wasserprivatisierung durchsetzt, sollten wir aufwachen und uns unseres Handlungsrecht bewußt werden, daß jeder oder jede von uns besitzt. Man kann das Herrschaftssystem per PLRU-Erklärung verlaßen und mit anderen freien Menschen eine verfassungsgetragene Vereinigung erleben. Diese Vereinigungen können sich kooperativ in einen dezentralen Netzwerk organisieren. Die politischen Entscheidungen werden wie da getroffen, wo sie auch wirken und nicht von einer faschistischen EU-Diktatur getroffen.

In Freiheit zu leben bringt aber auch Verantwortung. Dies schreckt noch viele Menschen ab. Man ist für sich selbst verantwortlich und kann die Schuld nicht mehr aufs System schieben. Aber in Angesicht der Umstände und das was uns noch droht, 1984 von George Orwell läßt grüßen, sollte jeder an sich arbeiten und eine individuelle Revolution in seinen Denken und Handlungen vollführen, bevor es zu spät ist. Wie schriebt Friedrich Schiller treffend: „Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen."

mfg dedi

Quellen

Dokumentarfilm: Water Makes Money

Internet:
http://www.milanstation.de

http://www.veolia.de

http://en.wikipedia.org/wiki/Veolia_Environnement

https://de.wikipedia.org/wiki/Veolia_Environnement

https://de.wikipedia.org/wiki/Public_Private_Partnership

http://de.wikipedia.org/wiki/Privatisierung

http://de.wiktionary.org/wiki/privat

http://www.orange.com/en/group/management/France-Telecom-Orange-Group-s-General-...

http://www.nabu.de/nabu/kooperationspartner/nabu-partnerimportraet/12813.html
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« Zuletzt geändert: 13.10.2013 um 11:38:59 von dedi »  

"Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen"
Friedrich Schiller
 
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Re: Wasser
Antwort #2 - 22.12.2013 um 19:53:45
 

"Nestlé ausser Kontrolle Wem gehört das Wasser"
http://www.youtube.com/watch?v=EnbxpHMT3Uk
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Wasser - Wie die Globalisten das Wasser unter Kontrolle bringen wollen und welche Folgen das hat: Eisen
Antwort #3 - 24.12.2013 um 12:45:53
 
Warum will Nestlé auf der ganzen Welt die Quellen aufkaufen und was macht sie dann mit dem Wasser?

Es könnte sein, das im Video oben ein Fake gesetzt wurde. Nach dem Motto zwei Schritte vor und ein zurück wird möglicherweise gegen Nestlé gerade Front gemacht, weil Eisen in einer Reihe mit Schwermettallen genannt wurde.

Was bedeutet es aber wenn aus dem Wasser alles Eisen entfernt wird?

Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie

Anämie - Ursachen, Diagnose, Therapie

Jetzt wissen wir wie die "Krankheit" im Körper entsteht, aber wir wissen immer noch nicht wie das Eisen im Körper aufgenommen wird.

Wenn es richtig ist, das weltweit aus dem Trinkwasser die Mineralien herausgefiltert werden und durch eine Standard-Mischung danach wieder zugesetzt werden, dann ist möglichewrweise etwas faul mit der Standard-Mischung.
Kann es sein, das diese Mischung zu wenig Eisen enthält und das deswegen, weil rötliches Wasser das metallisch schmeckt nicht so gut verkauft werden kann?

Wenn ich wollte, das weltweit die meisten Leute dumm bleiben, dann würde ich versuchen ihnen das Eisen zu entziehen, denn eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns macht nunmal dumm.

Es würde zudem ein prima Geschäft mit speziellen Eisenpräparaten als Medizin und Spezieller Eisenhaltiger Nahrung als Gesundheitsnahrung entstehen.

Na, was meint ihr was kann dem entgegenstehen?
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Für ein Recht auf Partizipation - doch Glauben heißt Handeln, darum nicht nur für das Recht, sondern mit dem Recht auf Partizipation für den Frieden in der Welt.
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Re: Wasser - Wie die Globalisten das Wasser unter Kontrolle bringen wollen und welche Folgen das hat
Antwort #4 - 26.12.2013 um 12:35:59
 
...

Ich habe zehn Jahre lang fast ausschließlich dampfdestilliertes Wasser getrunken und es hat mir entgegen schulmedizinischer Lehrmeinung nicht geschadet. Sie vergleicht die Wirkung von entionisiertem Wasser (welches tatsächlich hochgradig schädigend ist) irrtümlicherweise mit der Wirkung von dampfdestilliertem Wasser. Ich vertrete die These, dass der Körper nur bedingt durch anorganische Mineralien und Spurenelemente versorgt werden kann. Bedingt durch die Annahme, dass Mineralien und Spurenelemente organisch gebunden sein müssen um vom Körper verwertet werden zu können.

Ich habe mal davon gelesen dass ein niedrigerer Eisenwert im Blut nicht zwangsläufig etwas Schlechtes bedeuten muss. Es ging dabei um den Menstruationszyklus im Zusammenhang mit der Anfälligkeit für Infektionen.

Die Nahrungsmittelindustrie suggeriert dass Nahrungsmittel einer Ergänzung bedürfen, wie es beispielsweise bereits mit Jod flächendeckend der Fall ist und gesund ist das sicherlich nicht. Insofern würde meine Fragestellung darauf hinauslaufen, welche Wirkung es auf den Körper hätte, wenn Nahrungsmittel tendenziell mehr mit anorganischem Eisen angereichert werden würde. Aber anscheinend soll die bislang verwendete Form keine Nebenwirkungen haben...
http://www.enius.de/lexikon/e172.html
(Eisen III kenne ich eigentlich eher aus der Schwimmbaddesinfektion, es findet dort als Flockungsmittel Verwendung um Schmutzteilchen filterbar zu machen).

Zitat:
Warum will Nestlé auf der ganzen Welt die Quellen aufkaufen und was macht sie dann mit dem Wasser?


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Re: Wasser - Wie die Globalisten das Wasser unter Kontrolle bringen wollen und welche Folgen das hat
Antwort #5 - 04.01.2014 um 20:32:44
 
Aguas del Tunari, eine Tochterfirma von International Water Ltd., einem Firmenkonsortium mit Beteiligung der US-Baufirma Bechtel und des Energieunternehmens Edison aus Italien, handelte ohne öffentliche Beteiligung und hinter verschlossenen Türen mit der bolivianischen Regierung einen 40-jährige Monopolvertrag der Wasserver- und -entsorgung aus. Die Konzession beinhaltete die Konfiszierung und damit Enteignung gemeinschaftlich errichteter und genutzter Brunnen. Kurz darauf erfolgten Preiserhöhungen für die Konsumenten, deren Wasserrechnungen zwischen 50 und 250 Prozent anstiegen. Auf Proteste wurde mit äusserte Gewalt geantwortet...


Experiment Bolivien: Weltbank wollte den Regen privatisieren - 16.12.12

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« Zuletzt geändert: 05.01.2014 um 10:57:26 von freierMilan »  
 
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Re: Wasser - Wie die Globalisten das Wasser unter Kontrolle bringen wollen und welche Folgen das hat
Antwort #6 - 25.05.2014 um 21:08:36
 
Geheim-Verhandlungen: Wasser soll weltweit privatisiert werden

Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben 2012 weltweite, geheime Verhandlungen zur weitgehenden Deregulierung der Wasserversorgung, der Energieversorgung, des Finanz-, Gesundheits- und Bildungswesens begonnen. Sollten sie erfolgreich sein, wird es zu weitreichenden Privatisierungen kommen. Der Protest der Bürger, etwa gegen die Privatisierung von Wasser würde ins Leere laufen.


Angela Merkel rief zum Abschluss des EU-Wahlkampfs in Worms kämpferisch aus: “Mit mir wird es keine Chlor-Hühner geben!” Die Fixierung auf dieses Reizthema ist Teil einer beispiellosen Desinformations-Kampagne der Bundesregierung.

Denn tatsächlich wird seit 2012 hinter den Kulissen ein viel gefährlicheres Abkommen verhandelt. Wasserversorgung, Energieversorgung, Finanz-, Gesundheits- und Bildungswesen sollen weltweit dereguliert werden. Die Leiharbeit würde die klassischen Arbeitsverhältnisse verdrängen. Die globale Zwei-Klassen-Gesellschaft wäre perfekt. Lokale, mittelständische Unternehmen würden gegenüber internationalen Konzernen ins Hintertreffen geraten: Gerade in sensiblen Bereichen wie Wasser oder Energie können große Unternehmen den Mittelstand fast immer überrollen.

Abseits der Verhandlungen zum viel kritisierten Freihandelsabkommen TTIP laufen nämlich seit 2012 geheime Verhandlungen zu einem anderen globalen Abkommen, das weitreichende Folgen für die europäischen Bürger haben könnte. Das Abkommen TiSA wird von 50 Staaten weltweit verhandelt und umfasst den grenzüberschreitenden Austausch von Dienstleistungen. Die daran beteiligten Staaten streben eine weitgehende Deregulierung des Dienstleistungssektors an. Das Abkommen könnte den Konzernen den weltweiten Handel mit Leiharbeitern ermöglichen.

Das „Trade in Services Agreement“ (zu Deutsch: „Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen“) wird derzeit zwischen den USA, den 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie 21 weiteren Staaten verhandelt. Dazu zählen unter anderem Kanada, Mexiko, Japan, Israel, die Schweiz und die Türkei.

Diese 50 Staaten repräsentieren etwa zwei Drittel des globalen Handels mit Dienstleistungen. Gegenstand der Verhandlungen, die bereits seit 2012 unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, ist eine weitreichende Deregulierung von öffentlichen Dienstleistungen. Darunter fallen Wasserversorgung, Energieversorgung, Finanz-, Gesundheits- und Bildungswesen.

Erst kürzlich war eine Petition der Initiative right2water in Brüssel abgeschmettert worden: Die EU-Kommission hatte erklärt, dass sie nicht zuständig sei. Vor dem Hintergrund von TiSA erscheint diese Entscheidung in einem ganz neuen Licht: Die EU-Kommission wusste, dass es auf multinationaler Ebene Verhandlungen gibt, in die sie eingebunden ist. Daher konnte sie den Unterstützern der Petition leichten Herzens sagen, dass sie mit diesem Thema nichts zu tun hat (mehr dazu hier).

Für die Privatisierung des Wassers ist TiSA die ideale Voraussetzung.

Der Vertrag kann nämlich auf weitere Bereiche ausgeweitet werden, wie der ORF berichtet. Während es beim sogenannten GATS-Abkommen, das bereits den Versuch der WTO-Staaten zur Ausdehnung des Dienstleistungssektors darstellte, noch Schutzklauseln für Bereiche von besonderem öffentlichen Interesse gab, sollen solche Ausnahmeregelungen bei TiSA komplett entfallen.

So enthält TiSA sogenannte „ratchet clauses“ (zu Deutsch: Stillhalte-Klauseln), welche einmal durchgeführte Privatisierungen öffentlichen Eigentums auf Dauer zementieren sollen. Diese Klauseln würden „jeden weiteren Liberalisierungsschritt zu einer vollendeten Tatsache machen, die auch in Zukunft nicht mehr rückgängig gemacht werden kann“, warnt ein Bericht von Public Services International (PSI).

Ein Beispiel: Die Stadt Paris verkaufte im Jahr 1985 die kommunale Wasserversorgung an die Konzerne GDF Suez und Veolia. In der Folge stieg der Wasserpreis um mehr als Doppelte und die Wasserqualität nahm aufgrund mangelnder Wartung stetig ab. Aus diesem Grund kaufte Paris die Wasserversorgung im Jahr 2010 von den Konzernen zurück. Dieser Schritt der Rekommunalisierung wäre durch die Stillhalte-Klauseln nicht mehr möglich. Dasselbe gilt für die Rekommunalisierung der Energie in Hamburg nach einem Volksentscheid.

Die Konzerne bereiten sich offenbar schon vor, um an dieser Plünderung des öffentlichen Eigentums teilnehmen zu können: Der französische Versorger Veolia will beim Abriss stillgelegter deutscher Atomkraftwerke mitmischen. “In Deutschland ist dieses Potenzial sehr groß – das ist ein Markt, der auf Jahrzehnte hin Arbeit verspricht. Veolia kann dort sein gesamtes Know-how in Sachen Entsorgung, Abwasser und Energie einbringen”, sagte Deutschland-Chef Etienne Petit der Wirtschaftswoche.

TiSA strebt eine Lockerung der Regeln zur internationalen Leiharbeit und des Niedriglohnsektors an. So wird „der internationale Austausch von Arbeitskräften erleichtert […], damit auch in Industrienationen das weltweite Lohngefälle ausgenutzt werden kann. Warum aufwändig anderswo neue Fabriken bauen und einheimische Arbeitnehmer einstellen, wenn man die eigenen Fabriken problemlos mit billigen Arbeitskräften von anderswo betreiben kann?“, so die Piraten-Partei über TiSA.

Bei den Verhandlungen zu TiSA sind besonders die USA sehr auf Geheimhaltung bedacht. So bestanden die USA darauf, dass die Inhalte „für fünf Jahre nach Inkrafttreten eines TISA-Abkommens oder nach ergebnislosem Ende der Verhandlungen geheim gehalten werden müssen“, so der Bericht von PSI.

Welche Folgen die unkontrollierte, geheime Privatisierung in Griechenland hatte, zeigt eine sehr interessante Dokumentation von right2water (Video am Ende des Artikels): Die Griechen wurden wegen der Schulden geradezu in die Privatisierung getrieben. Sie haben kaum Möglichkeiten, sich zu wehren. Sie fürchten, dass die Wasserpreise steigen – weil der französische Konzern Suez natürlich an der Maximierung des Profits interessiert ist.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/25/geheim-verhandlungen-wasse...
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Ecuador - Neues Wassergesetz
Antwort #7 - 01.07.2014 um 20:23:22
 
Parlament von Ecuador verabschiedet Wassergesetz

Gesetz bestätigt Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht. Alle Formen der Privatisierung sind verboten

Quito. Nach langen Diskussionen hat das Parlament von Ecuador am Dienstag mit großer Mehrheit ein neues Wassergesetz verabschiedet. Damit wurde das bis dahin geltende Gesetz von 1972 ersetzt. Möglich wurde die Reform durch die neue Verfassung Ecuadors, die nach dem Amtsantritt von Rafael Correa als Präsident 2007 durch ein Referendum verabschiedet wurde.

Parlamentspräsidentin Gabriela Rivadera führte aus, dass mit der Verabschiedung dieses Gesetzes eine Schuld beglichen würde. Es verbietet wegen der Bedeutung des Wassers für das Leben, die Wirtschaft und die Umwelt alle Formen der Privatisierung. Ebenso wenig kann Wasser Gegenstand einer kommerziellen Vereinbarung der nationalen Regierung mit einer anderen Regierung, eines multilateralen Abkommens oder eines privaten internationalen oder nationalen Unternehmens sein. Wasser soll ausschließlich ein öffentliches Gut sein.

Die 163 Paragrafen umfassende Gesetzesnovelle regelt, dass die Zuständigkeiten für alle Fragen des Wassers beim Staat liegen. Damit sollen der sichere und gleichberechtigte Zugang sowie der Schutz des Wassers garantiert werden. Wasser wird damit als Teil der Nahrungsmittelsouveränität, des Schutzes der Ökologie und der Produktion bestimmt.

Nach Angaben der Abgeordneten Lourdes Tiban haben in Ecuador 72 Prozent der Bevölkerung einen Anschluss an das öffentliche Wassernetz. Neben der Versorgung der privaten Haushalte ist die Versorgung der Landwirtschaft von großer Bedeutung. Der Botschafter Ecuadors in Deutschland, Jorge Jurado, erklärte gegenüber amerika21, er gehe davon aus, dass bisher etwa 60 Prozent des Wassers illegal angeeignet werde.

In Bezug auf die Nutzung zur Produktion legt das Gesetz die obligatorische Wasseraufbereitung fest. Das Wasser dürfe die Umwelt nicht belasten. In Ecuador sind insbesondere die Böden und das Grundwasser durch die in der Landwirtschaft verwendeten Pestizide und durch die Förderung von Mineralien, Erdöl und anderen Rohstoffen belastet. Bei Verstoß gegen das Gesetz sind Strafen bis hin zum Lizenzentzug für die Produktion vorgesehen.

Das Gesetz gibt für die Festlegung der Tarife für die Wassernutzung einen Rahmen vor. Für die Bevölkerung soll es eine kostenlose Grundversorgung mit sauberem und sicherem Wasser geben. Darüber hinaus sind die Tarife vom Volumen, der Effizienz der Nutzung, dem Beitrag zur Erhaltung der Wasserversorgung und der Arbeitsplatzbeschaffung abhängig.

Den indigenen, afro-ecuadorianischen und anderen ethnischen Gruppen werden besondere Rechte zugestanden. Ein plurinationaler Rat für die Planung und Verwaltung des Wassers ist gesetzlich verankert. Auch sichert das Regelwerk den Schutz und die Weiterbildung der Verbraucher.

Der Entwurf für das Wassergesetz lag schon seit vier Jahren vor. Zunächst hatte die regierende Alianza Pais jedoch keine Mehrheit im Parlament. Im Vorfeld fanden in allen Provinzen Diskussionen über das Gesetz statt. Insgesamt waren rund 1.600 soziale Organisationen beteiligt. Die Parlamentspräsidentin bedankte sich am Dienstag für die Teilnahme an der Ausarbeitung.

Die Debatte wurde von Demonstrationen einiger politischer Gruppen begleitet, die der Regierung vorwerfen, das Wasser der Privatisierung preiszugeben. Außerdem kritisieren sie die Zuständigkeit des Staates für die Verwaltung des Wassers.

Nach Auffassung von Botschafter Jorge Jurado "lügt die Opposition", wenn sie behauptet, dass das Gesetz Privatisierungen Vorschub leiste. Der Text sei in dieser Hinsicht ganz deutlich. Zudem lege schon die Verfassung in Artikel 318 das Verbot der Privatisierung und die Zuständigkeit des Staates für das Wasser fest. Des Weiteren regelten die Paragrafen 129 und 130 die Verfahren für unrechtmäßig angeeignetes Wasser. Jurado war bis zu seiner Ernennung als Botschafter an der Erarbeitung des Wassergesetzes beteiligt.

Am Tag des Beschlusses im Parlament fand eine große Demonstration zur Unterstützung und eine kleinere in Ablehnung des Gesetzes statt. Die Polizei trennte die beiden Gruppen.

Parlamentspräsidentin Rivadera kündigte nach dem Beschluss über das Wasser die zeitnahe Verabschiedung eines Bodengesetzes an.
https://amerika21.de/2014/06/102783/wassergesetz-ecuador
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Freiland, Weg der Freiheit 1
Re: Wasser - Wie die Globalisten das Wasser unter Kontrolle bringen wollen und welche Folgen das hat
Antwort #8 - 02.07.2014 um 23:51:20
 
Das sollte den Damen und Herren Sklavenaufsehern der BRD mal gehörig unter die Nase gerieben werden.
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