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Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte (Gelesen: 784 mal)
Mike Frank Sonnenkalb
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Baden-Württemberg
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #30 - 29.04.2010 um 01:14:21
 
Zitat:
Schade, dass hier so viel auf der Du-oder-Sie-Thematik herumgeritten wird. Wie auch immer - meine diesbzgl. Praxis stelle ich hier nicht zu Diskussion.


Es lag weniger in meiner Absicht die heutige Anwendung des Personalpronomens in die Frage zu stellen oder Ihre persönliche Praxis zu tangieren, sondern vielmehr griff ich dieses Thema aus der Situation heraus auf, um beispielhaft einen vagen Ansatz für mögliche Ursachen der heutigen Problemlage zu finden. Vielleicht ist das unter diesem Hinweis retrospektive nachvollziehbar.

Zitat:
Das eigentliche Thema ist die Unterscheidung Kirche / V2-Sekte.
Die Zugehörigkeit zur Kirche ist heilsnotwendig; sogar die Tatsache, dass es dort Sünder gab und gibt, reicht nicht als Vorwand für einen Kirchenaustritt aus.
Die Zugehörigkeit zur V2-Sekte schließt vom Heil aus; sogar die Tatsache, dass auch hier eine skrupellose Lügenmafia eine gigantische Illusion schafft, reicht nicht als Vorwand für eine V2-Zugehörigkeit aus.


Wieso sollte eine Institutionszugehörigkeit eine Heilsnotwendigkeit sein?
Wie definiert sich die jeweilige Zugehörigkeit zur katholischen Kirche und zur V2 Sekte und wie lässt sich dies in der Praxis unterscheiden? Für mich ist das nach wie vor noch nicht ersichtlich.

Abgesehen von dieser Frage hieße das ja, dass selbst eine umfängliche Zuwendung zum Antichristlichen kein Vorwand für einen Kirchenaustritt sein dürfe.
Hieß es nicht auch „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“?
Imitiert die katholische Kirche Christi, indem sie beispielsweise Götzen anbetet und dem Mammon dient, sprich weltliche Reichtümer anhäuft? Das ist nicht erst seit kurzem so.

Zitat:
Es fragt sich auch, weswegen man mir etwas von - echten oder erlogenen - Sünden der Kirche unter die Nase hält.


Was mich betrifft, so ist die Antwort sehr einfach. Mein Eindruck ist Sie rechtfertigen die katholische Kirche, bringen jedoch keine Bereitschaft mit sich Dinge anzuschauen die sich nun mal nicht leugnen lassen. Betrachten Sie mein "unter die Nase halten" einfach als einen Versuch wachzurütteln als Voraussetzung für einen später beabsichtigten konstruktiven Dialog.
Meine rein persönliche Ansicht und Prognose ist es, dass die katholische Kirche an ihrem Fundament (Tradition) zugrunde gehen wird, wenn ihre Vertreter nicht eigeninitiativ! damit anfangen bestehende Missstände radikal (also bis an die Wurzel gehend) zu lösen. Wobei das eigentliche Thema nicht die Unterscheidung zwischen Kirche und V2 Sekte war, sondern „Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte“. Und auch diesbezüglich ginge es mir nicht darum die katholische Kirche anzuprangern, sondern Ursachen und Lösungen zu ermitteln.

Zitat:
Ich habe sowohl das Neue Testament als auch zuverlässige kirchengeschichtliche Texte gelesen - da ist immer wieder sowohl von wirklichem Versagen der als auch von übler Nachrede gegen die Jünger Christi die Rede.


Was meiner Ansicht nach kein Argument ist, denn Jesus bezog sich damit nicht explizit auf die katholische Kirche die es zum damaligen Zeitpunkt noch gar nicht gab.

Zitat:
Letztlich kann ich es niemandem abnehmen, selbst die Nachfolge Christi anzutreten.


Das sehe ich auch so und auch die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, gleichgültig welcher, kann kein Garant dafür sein.

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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #31 - 29.04.2010 um 05:08:30
 
PLingen schrieb am 28.04.2010 um 23:49:39:
Die Zugehörigkeit zur Kirche ist heilsnotwendig;


Entschuldigen sie Pater, aber wenn ich glaube dann ganz sicher nicht ans Bodenpersonal.

Ich bin mir recht sicher, das Jesus Christus nicht an eine Organisation in Form eines hierarchischen Priester-Feudalismus gedacht hat.

Und die zeigen Sie mir bitte mal auf, was es so notwendig machen soll, das eine Kirche wichtiger sein soll als der Glaube selbst?

Ich schrieb nicht umsonst  "Und unter jedem Stein werden wir finden."

Konstruieren sie bitte keine Schwäche des Menschen, mit deren Hilfe die Spaltung vom göttlichen immer wieder gerechtfertigt wird und in dessen Spalt dann die Hierarchie der Priester gebaut wird.

Die Heils-Lehre geht nunmal im Sinne der Religio von der Absolutheit Gottes aus und behauptet nunmal, das es eine Rückbindung an den Urgrund geben müsse und das die Menschen in diesem Psychodrama erlöst werden sollen.

Eine geschicktere Form der Manipulation werden wir selten finden.

Die Unterdrückung des ursprünglichen Betens, das die Einheit mit "Gott" gleichwohl herstellt wurde nicht durch den Glauben bewirkt, sondern durch die Priesterhierarchie, die sich in den Gemeinden und eben in der Kirche und ihren Formalismen, die nicht mehr dem urchristlichen Wissen und der urchristlichen Erfahrung entsprechen. Die Kanonoisierung (Stichwort 1.Konzil von Nicäa) hat das Christentum korrumpiert und mit der weltlichen Macht verbunden.
Und diese Cäsaropapisten die aus dieser unheiligen Allianz hervorkamen und selbst durch die Aufklärung sich mit Hilfe von Geheim-Logen bis in die heutige Zeit an der Macht halten können haben immerfort die Gutwilligkeit einfacher Menschen schamlos ausgenutzt.

Die "Kirche" (gemeint ist hier nicht mehr der ursprüngliche Sinngehalt einer Glaubensgemeinschaft, sondern der Gebietskörperschaft entfaltende und die  Juristischen Personen konstituierende Moral-Initiator, der mit den weltlichen Herrschern am gleichen Tisch sitzt und dem Volk die Bibelschriften und viele, sehr viele Artefakte bis heute ebenfalls vorenthält) ist in ihrer Historie eine über 1600 Jahre währende Machtgeschichte und es war für diese Art Kirche immer ein leichtes Menschen als "Nicht-Menschen" zu bezeichnen und zu verleumden, damit für diese die Liebe Gottes verwehrt werden konnte.

Zitat:
Folgen der Kreuzzüge:
1. Sie bewirken einen religiösen Aufschwung; obgleich sie ihren Zweck nicht dauernd erreichten, sind sie doch das großartigste Ereignis des Mittelalters und geben dem Zeitabschnitt einen idealen, tief religiösen Charakter; sie zeigen den Triumph des Christentums über den sinnlichen Menschen, der alles verläßt, um ein ideales Gut zu erreichen;

Es war ein ideales Mittel eben gerade die Menschen, die in Mitteleuropa vielleicht keine Berserker in ihrer Herrschaft waren weit weg zu schicken.

Zitat:
2. sie retten und sichern Europa vor der mohammedanischen Weltmacht für Jahrhunderte;

Es gibt dazu ja einige Beispiele die zeigen, das Muslime und Christen sehr wohl friedlich miteinander lebten. Krieg ist im genauen Gegensatz zur christlichen Lehre!

Zitat:
3. sie bringen einen Fortschritt der geistigen Bildung und einen neuen Gesichtskreis, befördern Künste Gewerbe, geographische und naturwissenschaftliche Kenntnisse, arabische und griechische Literatur;

Das ist nicht die christliche Folge, sondern die Kunst römischer Assimilations-Politik. Das Christenum selbst ist von den Römern assimiliert worden. Und zugleich wurden die Christen, die nicht zu brechen waren, weil bei ihnen die Spaltung vom Urgrund nicht möglich war und demzufolge auch keine priesterliche Hierarchie griff ausgesondert durch die Kanonisierung.

Zitat:
4. sie veredeln das Rittertum (Blütezeit seit 1100), besonders durch die geistlichen Ritterorden;

Eine andere Interpretation ist, das die ersten ins römisch-christliche assimilierten Stämme der, wie die Römer sie nannten, Barbaren oder Germanen oder fremdes Volk (diot) gegen andere noch freie Stämme gehetzt wurden eine angeblich höhere christlich-römische Kultur auf ihren Fahnen vorwegtragend. Grausamste Massaker gegen Sachsen Bayuwaren und andere zeigen uns die Kehrseite dieser "Orden".
 
Zitat:
5. sie wecken den Gemeinsinn der Völker, beleben den Glauben und die christliche Liebe (großartige Stiftungen, Orden etc.), vermehren das Ansehen der Kirche und des Papstums;

Das ist doch pures Wunschdenken.
Es wurden plötzlich Steuern erhoben(füreinen germanischen freien Menschen ein unvorstellbarer Akt der sogar zu einigem Widerstand gegen die römisch-christlichen führte) und germanische Stämme die keine Erbfolge bei ihren Führern kannten wurden zum Erbkönigtum gebracht. Das römische Familienrecht wurde nur noch der Herrschafts-Familie gestattet und es entstand erst die Leibeigenschaft.

Zitat:
6. sie befördern die Entstehung selbständiger Gemeinden, die Entwicklung des Bürgertums, die Verminderung der Leibeigenschaft, die Erledigung vieler Lehen und dadurch die Vergrößerung der Hausmacht vieler Fürsten;

Auch hier muß zu bedenken gegeben werden was Lehen überhaupt sind. selbstständige Gemeinden (wohl nur im Sinne von christlichen Gemeinden?) Ausmacht der Fürsten vergrößern auf wessen  Kosten?
Mittelalter Hanse? Handelskontore Körperschaften Corporationen Privilegienschutz ...
Sehen sie dasbitte nicht so einseitig. Papst Innozens derdie Inquisition erfand weil er die Heiler vernichten will die noch den direkten Zugang zu der Natur kannten und die den Medizinern die aus dem Kriegshandwerk kommend nicht nach der Ursache einer Krankheit fragen durften, sondern die Truppen schnellstmöglich wieder Einsatzbereit machen sollten und denen auf dem Land die Heiler im Wege waren. 
Zitat:
7. sie führen zu einem Aufschwunge des Handels, zur Blüte der italienischen Republiken;

Das auf die Kreuzzüge zu beziehen ist für mich nicht nachvollziehbar.

Zitat:
8. viele getrennte Orientalen werden zur Kirche zurückgeführt, die Mission im Orient wird erleichtert."

Mission - Tja - Mit Schwert und Bibel oftmals dokumentiert - insbesondere von spanischer Seite um an das Gold heran zu kommen. Recherchieren Sie mal die Geschichte des Goldes in den Kirchen. Sie werden grausiges entdecken.
Das natürlich diese Motive, Gold und andere Schätze aus dem Orient oder der neuen Welt zu gewinnen als "Blütezeit in Folge der Kreuzzüge" betrachtet wird ist eigentlich eine Geschmacklosigkeit.

Entschuldigen Sie Pater, und sagen Sie mir bitte nicht das diese geschichtlichen Dokumente auf die ich meine Aussagen beziehen kann alles nur Propaganda sei. Ich könnte mich sonst genötigt fühlen zu hinterfragen von welchem Geld denn der Petersdom gebaut wurde!

Wieso es einige Päpste nicht lassen konnten Dokumente zu fälschen, um ihrer Macht willen.
Um esmalmit einem deutschen Dichter zu sagen: "Sie predigten öffentlich Wasser und tranken heimlich Wein" Sie wissen sich wen ich meine.

Ich will nicht ungerecht sein und so möchte ich auch erwähnen, das es einige Wenige in der Kirche gab, die tatsächlich in Christis Nachfolge gingen. Doch diese finden sie meistens nicht in höheren Positionen der Kirchen-Hierarchie.

Mehr als 1600 Jahre Betrug an der Kirche durch die Kirche - so könnte es trefflich ausgedrückt werden - von Menschen die sich Christen nennen und Berserker sind begangen.

Wenn ich glaube, dann glaube ich sicher nicht ans Bodenpersonal. Ich bin und verantworte und das macht mich frei und stark im Frieden und unbeugsam gegenüber jedem Unrecht.

Keine Tadition kann das persönliche Streben nach Wahrhaftigkeit ersetzen.

Keine Gemeinschaft kann mir die Verantwortung über mich selbst abnehmen.

Keine Macht der Spaltung kann die Kraft der Wahrheit besiegen.

Kein Wissen kann mir die Arbeit der persönlichen Erfahrung abnehmen, wenn gleich auch Wissen hilft, solange es wahrhaftig und gewissenhaft genutzt wird.

Aus den dargelegten Gründen meines Zeugnisses ergibt sich letztlich, das es nur logisch ist das die "Kirche" in Form eines hierarchischen Instrumentes Platz machen muß für eine Kirche die erneut die Gemeinschaft von kooperativen gleichwertigen Menschen mit höchstem Respekt vor ihrer Handlungssouveränität darstellt. Dort wird es keine "Eingeweihten", keine Hochgrade, keine Bischhöfe oder Päpste, alsokeine höher gestellten Personen mehr geben.
Wie heißtes doch so schön naiv?
Wir sind alle Gottes Kinder oder wie es die Bauern 1525 in Memmingen sagten: "Ist es unbrüderlich und dem Wort Gottes nicht gemäß, dass der arme Mann nicht Gewalt hat, Wildbret, Geflügel und Fische zu fangen. Denn als Gott der Herr den Menschen erschuf, hat er ihm Gewalt über alle Tiere, den Vogel in der Luft und den Fisch im Wasser gegeben."

Wohl aufgemerkt da steht "den Menschen" und nicht "den Christen"!

Was haben sich die Christen da selbst angetan, als sich ein Teil von ihnen als etwas Besseres hinstellten?

Wohin setzte sich Jesus? Zu seinen Jüngern?

Daraus den missionarischen Eifer abzuleiten ist der nächste Frevel.

Nicht die Lehre und nicht die Kirche macht einen gläubigen Menschen aus, sondern sie macht aus dem Gläubigen einen belesenen formalistischen Fahrradfahrer. Nach oben buckeln und nach unten treten.

Nicht der geschäftliche Erfolg macht den guten Menschen aus, wie einige andere, die sich als Christen bezeichnen meinen, indem sie denken, das dieser Erfolg Gottgewollt sein müsse.

Nicht die Armut, Selbstgeisselung oder Askese bringt uns zu Gott. Dies führt uns nur an Erfahrungen in den Niederungen der Menschlichkeit - es fehlt derletzte Schritt - sich persönlich zu entscheiden und sich selbst einen Sinn zu geben in Demut zur Gemeinschaft und zu sich selbst.

Das Thema dieses Threads ist die Aufdeckung des Betruges und dieser Betrug ist größer als der Himmalaya. Die im Grunde lächerlichen Skandale, um die Kirche sind Ablenkung von der Höllenfahrt, durch die, die Menschheit, durch viele Religionen verursacht, gehen muß, bis sie erkennen, das sie nicht schwach und gebrechlich sind, sondern stark.

Viele Grüße
bernd matthes

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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #32 - 29.04.2010 um 18:50:41
 
Zu diesem Thema gäbe es unendlich viel zu sagen wobei ich aufpassen muss,das der "Loki" in mir nicht zu stark her vorkommt.

Ich denke,das es so viele Austritte gibt liegt auch in der Ansicht,das sobald die Gedanken und Gebete an Gott oder Götter aufhören,diese nicht mehr Existieren können,sie verschwinden ins Nichts.Ohne Menschen ist Gott oder die Götter nichts,sie brauchen uns.

Aber mal was anderes wie sieht es mit der Angeblichen Unfehlbarkeit Gottes aus? Ich denke nicht,das Gott Unfehlbar ist,werde mich später dazu noch äußern.
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #33 - 29.04.2010 um 22:40:45
 
Weiterführend zum V2-Gebilde heißt es:

Zitat:
1. Küble bezeichnet das Gebilde des sog. "Zweiten Vatikanischen Konzils" (V2) als "katholische Kirche". Das V2-Gebilde ist zwar derzeit am ehesten wegen sexuellen Mißbrauchsfällen im Gespräch, tatsächlich ist sein Kern aber der radikale Abfall vom katholischen Glauben: In zahlreichen umfangreichen und v.a. aus gegebener Unmöglichkeit unwiderlegt gebliebenen Studien haben sog. "Sedisvakantisten" eindeutig bewiesen, dass das V2-Gebilde nicht die Kennzeichen der wahren Kirche
(einig, heilig, katholisch und apostolisch) aufweist, d.h. gar nicht die katholische Kirche ist. Dass das jeweilige sichtbare Oberhaupt des V2-Gebildes, momentan Joseph Ratzinger, alias "Benedikt XVI.", dementsprechend auch nicht Papst ist, ist dabei nur ein Mosaikstein.


Zu lesen hier!
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #34 - 30.04.2010 um 14:15:55
 
Tja, leider (auch) hier nichts Nennenswertes.
Die ollen Kamellen, die hier mal wieder gegen die Kirche geschleudert werden, werden auch die ermüdendenden Wiederholungen nicht wahr.

So einen Müll kann ich auch überall anders haufenweise finden, dafür brauche ich nicht noch das Forum Milanum.

Nun gut: Mir ging es ja darum, andere zu mobilisieren, um Unrecht abzustellen. Aber wenn diese anderen sich bemüßigt fühlen, nur selbst der Kirche Unrecht zu tun (durch Nachkäuen abgelutschter Propagandalügen), stellt sich die Frage, ob es diesen anderen wirklich um die Sache geht.
Ich bin eigentlich unpolitisch und tue das, was ich tue, als Teil meines seelsorglichen Dienstes. Und dafür verweise ich immer wieder auf die Enzyklika "Mit brennender Sorge", gegen den Nationalsozialismus; (Papst Pius XI., 1937): Zitat:
"Die erste, die selbstverständlichste Liebesgabe des Priesters an seine Umwelt ist der Dienst an der Wahrheit und zwar der ganzen Wahrheit, die Entlarvung und Widerlegung des Irrtums, gleich in welcher Form, in welcher Verkleidung, in welcher Schminke er einherschreiten mag. Der Verzicht hierauf wäre nicht nur ein Verrat an Gott und Eurem heiligen Beruf, er wäre auch eine Sünde an der wahren Wohlfahrt Eures Volkes und Vaterlandes."
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Der bislang letzte Papst war Pius XII.
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #35 - 30.04.2010 um 15:19:04
 
PLingen schrieb am 30.04.2010 um 14:15:55:
Tja, leider (auch) hier nichts Nennenswertes.
Die ollen Kamellen, die hier mal wieder gegen die Kirche geschleudert werden, werden auch die ermüdendenden Wiederholungen nicht wahr.

So einen Müll kann ich auch überall anders haufenweise finden, dafür brauche ich nicht noch das Forum Milanum.


Entschuldigen Sie Pater, aber wenn sie solches behaupten, dann fordere ich Sie persönlich dazu auf die angeblichen Propaganda-Lügen, die hier verbreitet werden, näher zu bezeichnen, sonst muß ich annehmen, das Sie hier nur polemisieren und nicht zur Aufklärung beitragen wollen.

Ich erwarte ihre Erklärung dazu umgehend, denn ich glaube nicht, das Sie sich anmaßen können über das ForumMilanum derart zu urteilen.

Es ist sehr schlechter Kommunikations-Stil mit solchen Behauptungen ohne jeglichen Bezug zu argumentieren. Ich denke Sie sollten, wenn Sie schon auf das "Sie" bestehen, auch einen entsprechenden Respekt unserer Arbeit gegenüber an den Tag legen, sonst bekäme ich die Überzeugung, das Sie mit zweierlei Maß messen, was Ihrer Glaubwürdigkeit und Ihrem Streben nach der Wahrhaftigkeit nicht gerade förderlich wäre.

Zitat:
Ich bin eigentlich unpolitisch und tue das, was ich tue, als Teil meines seelsorglichen Dienstes.

Womit sie Ihre eigentliche politische Entscheidung bereits umfassend und zum eigenen Nachteil getroffen haben?

Zitat:
Und dafür verweise ich immer wieder auf die Enzyklika "Mit brennender Sorge", gegen den Nationalsozialismus; (Papst Pius XI., 1937): Zitat:
"Die erste, die selbstverständlichste Liebesgabe des Priesters an seine Umwelt ist der Dienst an der Wahrheit und zwar der ganzen Wahrheit, die Entlarvung und Widerlegung des Irrtums, gleich in welcher Form, in welcher Verkleidung, in welcher Schminke er einherschreiten mag. Der Verzicht hierauf wäre nicht nur ein Verrat an Gott und Eurem heiligen Beruf, er wäre auch eine Sünde an der wahren Wohlfahrt Eures Volkes und Vaterlandes."


Nicht zu vergessen ist diese Enzyklika sicherlich, aber die Hierarchie mit dem Papst an der Spitze ist ansich das Problem. Ich denke nicht, das es hinzunehmen ist, das wir von dem Menschen, der in jedem Papst ist, uns abhängig machen sollten, nur weil dieser ein derartiges Amt inne hat.

Die katholische Kirche hat über Jahrhunderte hinweg die Menschen dumm gehalten, um ihre Glaubensmacht aufrecht zu erhalten. Und die Päpste wechselten.
Diese Problematik, die aus dem hierarchischen System und seiner Selbsterhaltungsfunktionen erwächst ist keine Propaganda-Lüge, sondern eine systemische Eigenschaft.

Dogmatismus ist die Selbstüberhöhung des Menschen hier in der Form christlicher Religiösität, die nur als Feigenblatt für die Machtgier so mancher hinter dem Papst stehenden Organisation diente.

Wenn ich irren sollte, werter Pater Lingen, dann zeigen Sie es mir, aber blöcken sie nicht von Propaganda, wenn die katholische Kirche eben genau die Methoden der manipulierten Gewohnheit(Bernayse) selbst seit Jahrhunderten schamlos nutzt. Ich spreche nicht von den angestrebten Idealen, die ideal bleiben müssen, weil sie sonst ihren Status nicht halten können.
Ich spreche von praktischem Glauben, der auch wahrhaftig gelebt wird.

Da sehe ich sehr wohl Menschen in den Religionen die positiv auffallen, doch genau diese Menschen werden wiederum als Feigenblatt benutzt, um die Macht-Machenschaften zu verschleiern.

Ich differenziere hier und weise sie darauf hin, auch als ich in meinem vorigen Beitrag deutlich dies zu dem Begriff Kirche darlegte.

Jedoch ist in der Konstruktion der Kirche in der Religio (Der Abspaltung Gottes vom Menschen und der daraus konstruierten Notwendigkeit einer Rückbindung) bereits der Kardinal-Fehler enthalten, weil diese Abspaltung und die daraus gewonnene Möglichkeit der Hierarchie-Bildung erst die Macht gebiert, die der "Kirche" (hier die Organisation) inne wohnt.

Die Konstruktion von absoluten Werten, die einer quasi personifizierten Gottheit zugeordnet wurde, mit den Begriffen Allmacht, Ewigkeit, Allwissenheit usw. und die für die Spaltung und die Religio verantwortlich zeichnet, würde durch das Verbot der Schaffung eines Bildes von Gott aufgehoben.

Also, wenn ich mir als Glaubender kein Abbild Gottes machen würde, könnte ich ihm auch diese Attribute nicht zuordnen, die erst diese Abspaltung verursachen.

Ich bin. - Das reicht um zu sein - ich liebe meinen Nächsten wie mich selbst - Wer sollte diesen Satz widerlegen können? - Wo darin nichts zum Ausdruck kommt, wie ich mit mir selbst umgehe.   Der Satz macht nur Sinn, wenn der unausgesprochene Egoismus des Selbsterhaltes im Kontext steht oder aber eine göttliche Instanz als Richter konstruiert wird.  Der gerechte Gott? und schon sind wir wieder bei den Abbildern. Gott gab dem Menschen die Freiheit - Wozu wenn er zugleich die Regeln brachte? Traut er den Menschen nicht zu Selbstverantwortung zu haben?

Er traut seinem Werk nichts zu? Oh doch ich glaube er traut dem Menschen dies zu und dafür braucht der Mensch weder eine Religio noch eine Hierarchie. Er traut dem Menschen alles zu, sonst hätte er ihm die Freiheit nicht gegeben. Ob der Mensch sich aber als menschlich erweisen wird zeigt erst die Zeit.

Unter jedem Stein kannst du ihn finden! Denn wer sucht der wird auch finden!
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #36 - 04.05.2010 um 20:05:11
 
Auf meine Anfrage, den Fortgang dieses Threads entsprechend zu würdigen erhielt ich heute diese E-Mal von Pater Lingen:

Zitat:
[...]

Wie (resp. ob) es mit mir im Milan-Forum weitergeht, ist derzeit noch offen. Sollte es tatsächlich zu einem echten Wechsel in Deutschland kommen (also nicht nur das "Etablierten"-Karussel), dann hätte es eigentlich nur Sinn, wenn auch die Kirche ihren gebührenden Stand hätte. Alte Lügner durch neue Lügner (s. o. antikirchliche Lügenpropaganda) austauschen, wäre keine wirkliche Verbesserung.

Auch die Legitimation der OMF-"brd" ist nicht so wahnsinnig spannend. Denn die wichtigste Legitimation eines Staates besteht in seiner Bindung an das Naturrecht.

Die Lehre vom Naturrecht!


Formale Aspekte können, je nachdem, sehr wichtig sein - aber das Naturrecht ist immer von alles entscheidender Bedeutung. Ohne Gerechtigkeit ist jeder Staat nur eine Räuberbande (Augustinus).

Zitat:
Außerdem mischen immer noch die Zeugen Jehovas mit, was mich sehr beruhigt...


Ähm - meinten Sie "beUNruhigt"? Das Treiben der "Jehova"-Sekte muss doch
jedem bekannt sein.

Ob Sie diesen Text im Forum veröffentlichen, überlasse ich Ihnen. Aber Sie sollten ihn wenigstens an alle schicken, die bei Ihnen quasi hinter meinem Rücken über mich herziehen.

Mit christlichem Gruß
P. Rolf Lingen


Hier nun meine Antwort:

Lieber Pater Lingen!

Ob und wie es mit dem Forum weitergeht, insbesondere, falls sich ein Wechsel in Deutschland ergeben wird, ist außerhalb Ihrer und unserer überschaubaren Reichweite, denn selbst der Einfluß, den wir ausüben können, steht mit seiner letztendlichen Verwirklichung ebenfalls in den Sternen, sind es doch viele Aspekte, die eine Rolle spielen und noch spielen werden, die wir jetzt noch gar nicht im Blick haben.

Wie bereits schon mehrfach deutlich gemacht und versucht, dar zu stellen, bemühen wir uns - zumindest kann ich insoweit für meine Person sprechen -, alle Seiten zu beleuchten. Dabei spielt es keine kleine Rolle, welcher Propaganda wir alle und auf jeder Seite aufgesessen sind uns sein könnten, denn genau das wollen wir ja outen. Es sollen eben nicht Lügner an der Macht bleiben und weiterhin Lügen verbreiten oder andere Lügner Gelegenheit dazu erhalten. Einen erheblichen Anteil an der Entstehung ziemlich großer Lügengebilde hat auch die Kirche. Will sie ihren gebührenden Platz in der Zukunft haben, muß sie zwingend ihre Lügen eingestehen. Natürlich gehört sich das für alle Seiten und besonders für die verfälschten Geschichtsereignisse, die den Menschen bestimmte Denk-, Ansichts-, Glaubens- und Handlungsweisen auferlegen und aufzwingen sollen, um das Konkurrenzsystem am Leben zu erhalten für die althergebrachten Machtbesessenen Herrscher. Dabei ist es auch völlig egal, ob es sich um weltliche Herrscher handelt oder um geistliche bzw. kirchliche. Der Vatikan selbst ist das übelste Lügengebilde...

Nun, darum es uns in jedem Staat an Gerechtigkeit mangelt, weil das System nicht mit der Natur kooperiert und insgesamt die darwinistischen Lügen am Leben erhalten will, obwohl dereinst derselbe am Ende seines Lebens seine Theorien selbst als falsch verwarf. Das sind die größeren Lügen, an der auch die Kirche krampfhaft festzuhalten sucht und sich in immer größeren und weiteren Lügen verstrickt, sind sie auch in noch so schöne Worte gekleidet. Es gibt einen großen Haufen von Menschen, die sich einbilden, schlauer als Gott zu sein usw. Das hat auch der Teufel getan und sich ganz sicher geirrt. Allenfalls kann es einige geben, die ebenfalls schlauer als der Teufel sind. Den auszutricksen, ist schon manchen gelungen, wobei sie dazu sicher auch andere Hilfe bekamen.

Gerade Ihnen als Priester müßte es nicht fremd sein, daß es immer wieder solche Menschen gibt. Sie auf den "rechten Weg" zu geleiten, wäre eine Maßnahme, nicht aber, sich umzudrehen und zu gehen. Sie auf den so genannten "rechten Weg" zu manipulieren, ist dabei die denkbar schlechteste Lösung, die sich die Kirche jemals hat einfallen lassen.

Die Machneschaften unter Jus Regicidii haben Sie, trotz meiner Anfrage, mit keinem Wort erwähnt und aufzuhellen zu helfen gesucht.
Gerade auch Ihnen, als Theologen, dürften die Machenschaften um die Herrschaft aus jener Zeit zwischen Kirche und Adel nicht fremd sein. Dazu muß man sich nicht mit der Zeit der französischen Aufklärung beschäftigt haben oder Philosophie studiert haben.

Es ist auch nicht besonders sachlich, irgendwelche Behauptungen und Anschuldigungen in den Raum zu stellen und sie in keinster Weise auch nur im Ansatz zu begründen oder zu belegen. Es ist der kleine Mann, von dem der große lebt und es ist die Glaubensgemeinschaft, von der die Kirche lebt. Jedenfalls nach dem vorherrschenden Prinzip. Den Anspruch der Kirche auf einen gebührenden Stand, wie Sie ihn vorbrachten, möchte ich nicht mit Machtallüren gleichsetzen, um die ehemalige Alleinherrschaft zurück zu gewinnen. Jedoch wäre es naheliegend. Priester verschiedener Religionen gehen hin und sind Verfechter ihrer Kirchen, nicht aber ihres Glaubens, woraus sich aber gleichzeitig nicht zwingend ersichtlich zeigt, daß das Eine höher und das andere niedriger bewertet wird. - Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft gehen daher und stellen Fragen und bekommen keine Antworten. So auch jetzt der Eindruck, den Sie gerade vermitteln. Nicht jeder findet die Worte, die Sie vielleicht erwarten und nicht jeder kann sich mit dem gleichen Niveau äußern. Bisher sind nur wenige Behauptungen schlecht belegt worden und nur einzelne gar nicht, unabhängig davon, ob der Leser die Belege akzeptiert. Ihre Behauptungen unbelegt zu lassen, in dem provokanten Stil, den ich sehr schätze, führt nur dazu, was Sie gerade auch als persönlichen empfinden, den hier in diesem Forum bis jetzt ganz sicher niemand beabsichtigte. Ich kann Ihnen deshalb zusichern, daß hier noch niemand hinter ihrem Rücken über Sie hergezogen ist. Jedenfalls ist mir davon bis hierher nichts bekannt. Vielleicht irre ich in der Annahme, daß Sie die Fragen als Angriffe gegen die Kirche werten und diese aus mir unerfindlichen Gründen so persönlich nehmen, daß Sie sich selbst angegriffen fühlen, hat man Ihnen ja auch nicht unerheblich zugesetzt, wie ich anhand Ihrer Publikationen inzwischen lesen durfte.

Der bisher immer noch fehlende Beweis an anderer Stelle in Bezug auf die Mormonen, die beschuldigt wurden, mit den Bilderbergern etwas zu tun zu haben, scheint auch keine Aufklärung zu finden. Es scheint niemanden wirklich zu interessieren. Sie liefern aber eine Beschuldigung gegen die Zeugen Jehovas. Hier ist auch kein Beweis geliefert worden. Meine Suche nach Ihrem Hinweis ergab nun folgendes:

Sekte der Zeugen Jehovas!
Zeugen Jehovas und UN!


Wie sagte ein Jesuitenpriester?

Gebt mir ein Kind unter sechs Jahren und ich mache den gläubigsten Christen aus ihm...

So oder so ähnlich wurde wohl geäußert...

Wer sagt uns denn, daß die Beweise nicht selbst getürkt sind. Diese Frage richtet sich zunächst nicht gegen die Beweise selbst, sondern gegen die Herkunft. Ein Laberforum ist ein fragwürdiger Beweis. Hetzkampagnen laufen auch auf anderen Foren und auf anderer Ebene in alle möglichen Richtungen. Ich denke, wir haben in diesem Forum keine unmündigen und saudämlichen Idioten, die alles einfach nur so glauben, was man ihnen erzählt und viele prüfen selbst. Sie haben mit ihrem Thema eine Diskussion ausgelöst, bei der man jetzt schon erkennen kann, wer an welchen Punkten eine fest gefahrene und vorgefertigte Meinung oder gar Überzeugung hat und sie auch nicht in Frage stellen läßt oder gar einfach nur nicht überprüfen will.

Der Glaube des Christentums ist lebendig?

Da hege ich so meine argen Zweifel, wenn Menschen nicht einmal mehr ihre Fragen stellen sollen und auf die gestellten eine Antwort bekommen, auf die sie dann vermutlich eine neue Frage haben werden, weil sie mißtrauisch geworden sind und die Redlichkeit der Kirche anzweifeln, deren Lügen bereits anders und an mehreren Stellen offenbar geworden sind.

Sie tragen auch Verantwortung für Ihre Schaafe im Internet, wenn sich durch Ihre Anregung Diskussionen ergeben, Fragen gestellt werden. Das ist dann auch Kirche... Dabei spielt es keine Rolle, welchen Glaubens die Teilnehmer sind. Diskriminierung durch die Kirche? Man könnte es glauben, wenn es heißt: DIE ZEUGEN JEHOVAS! Wer sagt denn, daß der kleine gläubige Zeuge Jehovas völlig informiert ist, was die Obrigkeit tut? Die schwarzen Teufel... Nein... Es mag auch unter ihnen welche geben, wie es unter den weißen Teufeln, tatsächlich solche gibt. Es sind nicht nur die Rassisten oder die Zeugen Jehovas, die funktionalisiert werden. Wir alle werden funktionalisiert und es liegt an uns, das wahr haben zu wollen und können. Wir müssen das erkennen und erkennen lernen. Zur Wahrhaftigkeit gehört auch, solches, und mehr, zugeben zu können.

Somit kann unser aller Bauen an einem Gerechtigkeitssystem und einem Wechsel der "politischen Landschaft" auch nur menschlicher Natur sein und bleiben, denn das in der Bibel beschriebene Gerechtigkeitssystem wäre ja eines von völliger Fehlerlosigkeit.

In diesem Sinne bitte ich also um entsprechende Kooperation Ihrerseits, mag der Fortgang nicht immer in ihrem Geschmack sein, wie ich mich zeitweise auch an verschiedenen Dingen stoße, aber ein freud'sches System wird immer zum Scheitern verurteilt sein, weil die Menschen nun einmal nicht fix eingeordnet werden können.

Mit herzlichem Gruß Ihr,
Michael Landgraf-Roos
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conradi
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #37 - 05.05.2010 um 21:26:48
 
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Warum ich mich hier nicht mit einklinkte? Weil ich in religiösen Fragen dummes Schaf bin - sprich meine Höflichkeit und meinen Respekt und Achtung würde ich verlieren,sollte ich etwas anfangen zu schreiben u8nd zu belegen.

Pater Lingen, sind Ihnen die Geschichten bekannt, wie man versuchte hinter die Geheimnisse zu lommen, wo das Gold der Indianer ist? IOst Ihnen bekannt - zu sehen augf Holzschnitzen und anderem Dokumentarmaterial - daß man die kleinen Kindern von den Hu8ndenn hat zerreißen klassen und den Erwachsenen die Füße und andere Gliedmaßen abbrennen ließ?

Propaganda und Lügen?

Und was ist mit den Hexenprozessen und der Inquisition, der selbst ein DeMolay zum Opfer fiel?

Grausiges tat - und tut noch immer - Mensch den Menschen an - alles im Namen Gottes/des Glaubens/der Kirche.

Wenn das wirklich so ist, so ist da Gott/Glaube/Religion abzulehnen - ja man tut alles, damit ja keiner das guten Gewissens annehmen soll. Man soll ... ich laß es lieber.

Die Kirche hat einen schweren Stand. wahrhaftig. Und selbstverschuldet.

mfg Conradi
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #38 - 20.05.2010 um 22:28:36
 
Da hier immer noch einige Antworten schuldig geblieben sind und die Diskussion von den Hauptbeteiligten, insbesondere dem Herausforderer, nicht fortgeführt wird, werde ich nochmal einen Link versenden und bitte um Geduld. Als Zwischenspiel hier mal ein Wort eines überzeugten Christen:

NWO


Viele wahre Worte, wenngleich noch nicht ganz in der richtigen Auswertung und ein gutes Zeichen...
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #39 - 22.05.2010 um 22:12:12
 
Merlin's Kommentar heute hierzu:

Zitat:
Die Hexenverbrennung war doch immerhin der Beginn der Comedy.


Laut lachend
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #40 - 23.05.2010 um 00:44:15
 
TKuhse schrieb am 29.04.2010 um 18:50:41:
Aber mal was anderes wie sieht es mit der Angeblichen Unfehlbarkeit Gottes aus? Ich denke nicht,das Gott Unfehlbar ist,werde mich später dazu noch äußern.   


Ich meine die Göttliche Bestrafung,der Zorn Gottes,das ist ein verhalten wie ich es von Kleinkindern beim spielen kenne: Du willst nicht nach meinen Regeln spielen? Gut dann hab ich auch keine Lust mehr und werfe die Spielfiguren um.


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Mike Frank Sonnenkalb
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #41 - 23.05.2010 um 02:40:48
 

Unsere Gottesbilder sind menschlich definiert. Der Gott der Vorstellung muss nicht unbedingt dem Entsprechen was Gott ist.
Hinzu kommt, dass Be- und Eingrenzung eine Eigenschaft des Denkens ist. Diesbezüglich liegt der Agnostizismus meiner Ansicht nach richtig, nämlich das Gott nicht mit dem Denken erfasst werden kann. Der Gnostizismus liegt meiner Ansicht nach insofern richtig, dass vom konkreten zum abstrakten Denken hin ein Zugang zur Gotterkenntnis geschaffen werden kann. Gott selbst muss unbegreifbar und undefinierbar sein, sonst wäre Gott nicht Gott. Wo ließe sich Gott eher finden als in der Quelle unseres eigenen Daseins. Könnte man Gott überhaupt anderswo (Außen) finden, wenn man Gott nicht zuvor in sich selbst gefunden hat. Kann man Gott analysieren oder kann man bestenfalls versuchen zu verstehen. 
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« Zuletzt geändert: 23.05.2010 um 08:47:17 von Mike Frank Sonnenkalb »  
 
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #42 - 23.05.2010 um 12:10:31
 
Zitat:
Unsere Gottesbilder sind menschlich definiert. Der Gott der Vorstellung muss nicht unbedingt dem Entsprechen was Gott ist.
Hinzu kommt, dass Be- und Eingrenzung eine Eigenschaft des Denkens ist. Diesbezüglich liegt der Agnostizismus meiner Ansicht nach richtig, nämlich das Gott nicht mit dem Denken erfasst werden kann. Der Gnostizismus liegt meiner Ansicht nach insofern richtig, dass vom konkreten zum abstrakten Denken hin ein Zugang zur Gotterkenntnis geschaffen werden kann. Gott selbst muss unbegreifbar und undefinierbar sein, sonst wäre Gott nicht Gott. Wo ließe sich Gott eher finden als in der Quelle unseres eigenen Daseins. Könnte man Gott überhaupt anderswo (Außen) finden, wenn man Gott nicht zuvor in sich selbst gefunden hat. Kann man Gott analysieren oder kann man bestenfalls versuchen zu verstehen.


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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #43 - 27.05.2010 um 21:11:58
 
Über das Gottesbild will ich eine Predigt für den kommenden Sonntag (Dreifaltigkeit) schreiben. Mal sehen, ob das klappt.
Ich freue mich natürlich, dass der Moderator meine Zusendungen hier veröffentlicht. Insofern dürfte den Diskutanten hier auch bekannt sein, dass ich stets einiges um die Ohren habe - z.Zt. mal wieder gleich zwei synchrone Strafprozesse.
Allerdings muss ich dann doch überall meine Zeit knapp halten, auch hier im Forum. Ich halte immer sehr viele Töpfe am Kochen.
Jedenfalls kann ich nur immer wiederholen: Wenn auch das "Bodenpersonal" der Kirche nicht immer ganz frei ist von Sünde, so bedeutet das nicht, dass die Kirche an sich schlecht ist. Das moralische Versagen von Kirchenmitgliedern taugt ehrlich gesagt in gar keiner Weise als Entschuldigung, um die Kirche abzulehnen.
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Der bislang letzte Papst war Pius XII.
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Mike Frank Sonnenkalb
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Re: Missbrauchsfälle, Zölibat, Kirchenaustritte
Antwort #44 - 28.05.2010 um 02:31:06
 

Die Kirche wurde vom Menschen errichtet und kann daher nicht unabhängig vom Menschen betrachtet werden.
Um ganz offen und ehrlich zu sein, nachdem ich mich auch ein wenig in die Worte vertieft habe die Jesus zugeschrieben werden, würde ich meinen Jesus würde sich im Grabe umdrehen wäre er nicht bereits auferstanden, wenn er gewusst hätte wie sehr seine Worte die darauf folgenden zweitausend Jahre entstellt und missbraucht würden.

Die Kirche ist da und sie ist wie sie ist und da weiß ich es zu schätzen dass es solche Menschen und Bodenpersonal wie Sie gibt, welche das Christentum mit Ernsthaftigkeit zu verwirklichen trachten und nicht blindgläubig einer Doktrin anhangen, so dass Hoffnung besteht dass die Kirchenmitglieder sich wieder mehr auf den Rat Jesus besinnen als auf den seiner Interpreten.
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