PLingen schrieb am 28.04.2010 um 23:49:39:Die Zugehörigkeit zur Kirche ist heilsnotwendig;
Entschuldigen sie Pater, aber wenn ich glaube dann ganz sicher nicht ans Bodenpersonal.
Ich bin mir recht sicher, das Jesus Christus nicht an eine Organisation in Form eines hierarchischen Priester-Feudalismus gedacht hat.
Und die zeigen Sie mir bitte mal auf, was es so notwendig machen soll, das eine Kirche wichtiger sein soll als der Glaube selbst?
Ich schrieb nicht umsonst "Und unter jedem Stein werden wir finden."
Konstruieren sie bitte keine Schwäche des Menschen, mit deren Hilfe die Spaltung vom göttlichen immer wieder gerechtfertigt wird und in dessen Spalt dann die Hierarchie der Priester gebaut wird.
Die Heils-Lehre geht nunmal im Sinne der Religio von der Absolutheit Gottes aus und behauptet nunmal, das es eine Rückbindung an den Urgrund geben müsse und das die Menschen in diesem Psychodrama erlöst werden sollen.
Eine geschicktere Form der Manipulation werden wir selten finden.
Die Unterdrückung des ursprünglichen Betens, das die Einheit mit "Gott" gleichwohl herstellt wurde nicht durch den Glauben bewirkt, sondern durch die Priesterhierarchie, die sich in den Gemeinden und eben in der Kirche und ihren Formalismen, die nicht mehr dem urchristlichen Wissen und der urchristlichen Erfahrung entsprechen. Die Kanonoisierung (Stichwort 1.Konzil von Nicäa) hat das Christentum korrumpiert und mit der weltlichen Macht verbunden.
Und diese Cäsaropapisten die aus dieser unheiligen Allianz hervorkamen und selbst durch die Aufklärung sich mit Hilfe von Geheim-Logen bis in die heutige Zeit an der Macht halten können haben immerfort die Gutwilligkeit einfacher Menschen schamlos ausgenutzt.
Die "Kirche" (gemeint ist hier nicht mehr der ursprüngliche Sinngehalt einer Glaubensgemeinschaft, sondern der Gebietskörperschaft entfaltende und die Juristischen Personen konstituierende Moral-Initiator, der mit den weltlichen Herrschern am gleichen Tisch sitzt und dem Volk die Bibelschriften und viele, sehr viele Artefakte bis heute ebenfalls vorenthält) ist in ihrer Historie eine über 1600 Jahre währende Machtgeschichte und es war für diese Art Kirche immer ein leichtes Menschen als "Nicht-Menschen" zu bezeichnen und zu verleumden, damit für diese die Liebe Gottes verwehrt werden konnte.
Zitat:Folgen der Kreuzzüge:
1. Sie bewirken einen religiösen Aufschwung; obgleich sie ihren Zweck nicht dauernd erreichten, sind sie doch das großartigste Ereignis des Mittelalters und geben dem Zeitabschnitt einen idealen, tief religiösen Charakter; sie zeigen den Triumph des Christentums über den sinnlichen Menschen, der alles verläßt, um ein ideales Gut zu erreichen;
Es war ein ideales Mittel eben gerade die Menschen, die in Mitteleuropa vielleicht keine Berserker in ihrer Herrschaft waren weit weg zu schicken.
Zitat:2. sie retten und sichern Europa vor der mohammedanischen Weltmacht für Jahrhunderte;
Es gibt dazu ja einige Beispiele die zeigen, das Muslime und Christen sehr wohl friedlich miteinander lebten. Krieg ist im genauen Gegensatz zur christlichen Lehre!
Zitat:3. sie bringen einen Fortschritt der geistigen Bildung und einen neuen Gesichtskreis, befördern Künste Gewerbe, geographische und naturwissenschaftliche Kenntnisse, arabische und griechische Literatur;
Das ist nicht die christliche Folge, sondern die Kunst römischer Assimilations-Politik. Das Christenum selbst ist von den Römern assimiliert worden. Und zugleich wurden die Christen, die nicht zu brechen waren, weil bei ihnen die Spaltung vom Urgrund nicht möglich war und demzufolge auch keine priesterliche Hierarchie griff ausgesondert durch die Kanonisierung.
Zitat:4. sie veredeln das Rittertum (Blütezeit seit 1100), besonders durch die geistlichen Ritterorden;
Eine andere Interpretation ist, das die ersten ins römisch-christliche assimilierten Stämme der, wie die Römer sie nannten, Barbaren oder Germanen oder fremdes Volk (diot) gegen andere noch freie Stämme gehetzt wurden eine angeblich höhere christlich-römische Kultur auf ihren Fahnen vorwegtragend. Grausamste Massaker gegen Sachsen Bayuwaren und andere zeigen uns die Kehrseite dieser "Orden".
Zitat:5. sie wecken den Gemeinsinn der Völker, beleben den Glauben und die christliche Liebe (großartige Stiftungen, Orden etc.), vermehren das Ansehen der Kirche und des Papstums;
Das ist doch pures Wunschdenken.
Es wurden plötzlich Steuern erhoben(füreinen germanischen freien Menschen ein unvorstellbarer Akt der sogar zu einigem Widerstand gegen die römisch-christlichen führte) und germanische Stämme die keine Erbfolge bei ihren Führern kannten wurden zum Erbkönigtum gebracht. Das römische Familienrecht wurde nur noch der Herrschafts-Familie gestattet und es entstand erst die Leibeigenschaft.
Zitat:6. sie befördern die Entstehung selbständiger Gemeinden, die Entwicklung des Bürgertums, die Verminderung der Leibeigenschaft, die Erledigung vieler Lehen und dadurch die Vergrößerung der Hausmacht vieler Fürsten;
Auch hier muß zu bedenken gegeben werden was Lehen überhaupt sind. selbstständige Gemeinden (wohl nur im Sinne von christlichen Gemeinden?) Ausmacht der Fürsten vergrößern auf wessen Kosten?
Mittelalter Hanse? Handelskontore Körperschaften Corporationen Privilegienschutz ...
Sehen sie dasbitte nicht so einseitig. Papst Innozens derdie Inquisition erfand weil er die Heiler vernichten will die noch den direkten Zugang zu der Natur kannten und die den Medizinern die aus dem Kriegshandwerk kommend nicht nach der Ursache einer Krankheit fragen durften, sondern die Truppen schnellstmöglich wieder Einsatzbereit machen sollten und denen auf dem Land die Heiler im Wege waren.
Zitat:7. sie führen zu einem Aufschwunge des Handels, zur Blüte der italienischen Republiken;
Das auf die Kreuzzüge zu beziehen ist für mich nicht nachvollziehbar.
Zitat:8. viele getrennte Orientalen werden zur Kirche zurückgeführt, die Mission im Orient wird erleichtert."
Mission - Tja - Mit Schwert und Bibel oftmals dokumentiert - insbesondere von spanischer Seite um an das Gold heran zu kommen. Recherchieren Sie mal die Geschichte des Goldes in den Kirchen. Sie werden grausiges entdecken.
Das natürlich diese Motive, Gold und andere Schätze aus dem Orient oder der neuen Welt zu gewinnen als "Blütezeit in Folge der Kreuzzüge" betrachtet wird ist eigentlich eine Geschmacklosigkeit.
Entschuldigen Sie Pater, und sagen Sie mir bitte nicht das diese geschichtlichen Dokumente auf die ich meine Aussagen beziehen kann alles nur Propaganda sei. Ich könnte mich sonst genötigt fühlen zu hinterfragen von welchem Geld denn der Petersdom gebaut wurde!
Wieso es einige Päpste nicht lassen konnten Dokumente zu fälschen, um ihrer Macht willen.
Um esmalmit einem deutschen Dichter zu sagen: "Sie predigten öffentlich Wasser und tranken heimlich Wein" Sie wissen sich wen ich meine.
Ich will nicht ungerecht sein und so möchte ich auch erwähnen, das es einige Wenige in der Kirche gab, die tatsächlich in Christis Nachfolge gingen. Doch diese finden sie meistens nicht in höheren Positionen der Kirchen-Hierarchie.
Mehr als 1600 Jahre Betrug an der Kirche durch die Kirche - so könnte es trefflich ausgedrückt werden - von Menschen die sich Christen nennen und Berserker sind begangen.
Wenn ich glaube, dann glaube ich sicher nicht ans Bodenpersonal. Ich bin und verantworte und das macht mich frei und stark im Frieden und unbeugsam gegenüber jedem Unrecht.
Keine Tadition kann das persönliche Streben nach Wahrhaftigkeit ersetzen.
Keine Gemeinschaft kann mir die Verantwortung über mich selbst abnehmen.
Keine Macht der Spaltung kann die Kraft der Wahrheit besiegen.
Kein Wissen kann mir die Arbeit der persönlichen Erfahrung abnehmen, wenn gleich auch Wissen hilft, solange es wahrhaftig und gewissenhaft genutzt wird.
Aus den dargelegten Gründen meines Zeugnisses ergibt sich letztlich, das es nur logisch ist das die "Kirche" in Form eines hierarchischen Instrumentes Platz machen muß für eine Kirche die erneut die Gemeinschaft von kooperativen gleichwertigen Menschen mit höchstem Respekt vor ihrer Handlungssouveränität darstellt. Dort wird es keine "Eingeweihten", keine Hochgrade, keine Bischhöfe oder Päpste, alsokeine höher gestellten Personen mehr geben.
Wie heißtes doch so schön naiv?
Wir sind alle Gottes Kinder oder wie es die Bauern 1525 in Memmingen sagten: "
Ist es unbrüderlich und dem Wort Gottes nicht gemäß, dass der arme Mann nicht Gewalt hat, Wildbret, Geflügel und Fische zu fangen. Denn als Gott der Herr den Menschen erschuf, hat er ihm Gewalt über alle Tiere, den Vogel in der Luft und den Fisch im Wasser gegeben."
Wohl aufgemerkt da steht "den Menschen" und nicht "den Christen"!
Was haben sich die Christen da selbst angetan, als sich ein Teil von ihnen als etwas Besseres hinstellten?
Wohin setzte sich Jesus? Zu seinen Jüngern?
Daraus den missionarischen Eifer abzuleiten ist der nächste Frevel.
Nicht die Lehre und nicht die Kirche macht einen gläubigen Menschen aus, sondern sie macht aus dem Gläubigen einen belesenen formalistischen Fahrradfahrer. Nach oben buckeln und nach unten treten.
Nicht der geschäftliche Erfolg macht den guten Menschen aus, wie einige andere, die sich als Christen bezeichnen meinen, indem sie denken, das dieser Erfolg Gottgewollt sein müsse.
Nicht die Armut, Selbstgeisselung oder Askese bringt uns zu Gott. Dies führt uns nur an Erfahrungen in den Niederungen der Menschlichkeit - es fehlt derletzte Schritt - sich persönlich zu entscheiden und sich selbst einen Sinn zu geben in Demut zur Gemeinschaft und zu sich selbst.
Das Thema dieses Threads ist die Aufdeckung des Betruges und dieser Betrug ist größer als der Himmalaya. Die im Grunde lächerlichen Skandale, um die Kirche sind Ablenkung von der Höllenfahrt, durch die, die Menschheit, durch viele Religionen verursacht, gehen muß, bis sie erkennen, das sie nicht schwach und gebrechlich sind, sondern stark.
Viele Grüße
bernd matthes