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Das Labyrinth der Freiheit


Labyrinth der Freiheit

Einführung

Freiheit ist, wie der Begriff Liebe, ein Begriff, unter dem viele Menschen jeweils etwas anderes verstehen. Das mag wohl praktischerseits unvermeidlich sein, aber es ist so auch eine Möglichkeit, immer wieder bei Vorgängen sich mit dem Begriff Freiheit herausreden zu können und dadurch etwas wesentliches unbeobachtet zu lassen, was nicht nur einen selbst betrifft. Ich habe schon oft über Freiheit nachgedacht und den vielen Begriffen, die ebenso unbewußt von den meisten Menschen benutzt werden, wie schon das erwähnte Wort Liebe.
Sehen Sie, fragen sie jemanden was Liebe ist und wie sie sich auswirkt, was dabei gefühlt wird, so können Sie feststellen, das je nach den Erlebnissen des Probanden ganz unterschiedliche Erklärungen und Beschreibungen dabei herauskommen. Und sie werden bei tiefer Kenntnis des Lebens des Probanden sich sehr bald überlegen müssen, das diese Art der Beschreibung aus dem Kontext des Probanden betrachtet, im Grunde sogar eine gewissermaßen korrekte Schilderung war. Auch wenn Andere das dann für sich bestreiten würden und sagen "Das ist keine Liebe, das ist z.B. Abhängigkeit oder sonstwas, aber keine Liebe". Wie will der Beobachter das auch beurteilen wollen? Ist doch sein eigenes Welt- und Menschenbild ihm ständig im Weg und färbt seine Beobachtungsbrille in die individualistische Färbung.
Schon seit geraumer Zeit befasse ich mich damit den Begriff Freiheit zu verstehen und ein Ergebnis dieses Nachdenkens ist die Unterscheidung von Freiheit und Willkür. Im Bereich Free-Mind-Zone sind Texte zur Freiheit geschrieben, die mein Konzept zu dieser Begriffs-Definition erklären können. Ich verweise hier darauf, auch wenn diese Texte eine Überarbeitung benötigen und genügend Ansatzpunkte wären auf die brennenden Themen wie Personenstands-Erklärung und Selbstverwaltung hinweisen zu können. All das wird irgendwann aufgearbeitet sein und nicht umsonst hat dieses Projekt hier den Namen Labyrinth ;)
Wir können dennoch erstmal folgendes definieren:
1. Freiheit ist nicht gleich Willkür
2. Willkür ist alles das, was ich tue nach meinem Willen und nur nach meinem Willen.
3. Freiheit ist ein Begriff der verbunden ist mit einer gemeinschaftlichen Situation
4. Eine individuelle Freiheit gibt es nicht, denn Freiheit ist ein Begriff, der den Zustand einer Gemeinschaft eher beschreibt, als den einer Person. (Das mag jetzt etwas schwierig klingen, doch bedenken Sie den Satz "meine Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit eines Anderen beginnt.)
5. "echte" Freiheit ist nur dann möglich, wenn die Freiheit aller Menschen bedacht wird.

Jedoch werden diese Definitionen erst richtig in ihrer Tiefe verstehbar, wenn wir schauen, wie der Begriff geschichtlichen Bedingungen ausgeliefert war, was wir im nächsten Abschnitt lesen werden.

Freiheit als begriffsmagisches Mittel

Wir haben gesehen, das hinter einem einfachen Begriff doch viel stecken kann und wollen nun mit dem Begriff Willensfreiheit verdeutlichen, wieso noch heute Leute glauben, es gäbe einen freien Willen. Naja sie sagen auch "die Sonne geht unter", obwohl sie wissen, das sich die Erde dreht und der Mensch auf der drehenden Erde von der Sonne weggedreht wird. Es ist kein Wunder, wenn der Zauber der Worte oder der Beschreibungen eine solche Wirkung erzielt und wir nehmen das in diesem Beispiel hin, aber wir berücksichtigen nicht in der Regel, das das für alle Wörter gelten kann. Alle Wörter haben sozusagen "magische Wirkungen" und können dazu führen, das sie gänzlich falsch gebraucht werden. Jeder wird schon feststellen können, das der realexistierende "freie" Markt in Wirklichkeit ein willkürlicher Markt ist. Die Frage ist also immer eine des Beobachters und dessen Entscheidungen, das Eine wahrzunehmen und das Andere zu ignorieren und jede dieser Entscheidungen produziert neue zum Teil auch unerkannte Verzerrungen der eigentlichen Fakten oder der Wirklichkeit. Ich überrasche Sie sicher nicht, das dies schon seit mindestens den 30ern des letzten Jahrhunderts bekannt ist und das dennoch der Großteil der Leute immernoch meinen, es gäbe eine eindeutige objektive Wahrheit. Auch dieser Denkansatz ist legitim, auch wenn er längst überholt und im Archiv abgelegt sein sollte.
Willensfreiheit - Was ist so wichtig daran einen freien Willen zu haben? Versetzen Sie sich ein paar Jahrhunderte zurück in der Zeit. Damals war der einzige der souverän seinen Willen tatsächlich umsetzen konnte der absolutistische König. Dieser war die einzige "echte" Ich-Person ausgestattet mit allen Rechten. Sie können sich vorstellen, das in der Zeit der Aufklärung dieser Zustand angegriffen wurde und eben nicht nur dem König einen "freien Willen" zuzubilligen wäre, sondern das jeder Menschen einen "freien Willen" haben müßte. Hier ist das Mem "freier Wille" mit entscheidender Kraft versorgt worden und seither gibt es den Glauben an den freien Willen. Wenn wir aber aus dem ersten Abschnitt die Definitionen einfließen lassen, erkennen wir genau, das der Begriff "freier Wille" nur darstellt, das jeder seine Gedanken äußern können muß und das jeder danach handeln können muß, wie es schon der König getan hatte. Es ist die Loslösung von der Macht des absolutistischen Königs und der Beginn der Eigenveranwortlichkeit des Menschen schlechthin, die sich in dem Begriff "freier Wille" äußert. Nun ist die Aufklärung ein Zeitalter der Vernunft, d.h. die Vernunft, als denkend-handelndes Entscheidungswerkzeug, wird dem Glauben an göttlicher Fügung entgegengestellt und verursacht eine ungeheure Dynamik in den Gemeinschaften. Die Vernunft ist mit dem Denken verbunden und in den letzten Jahren zeigte sich, das schon bevor dem Menschen selbst eine Entscheidung bewußt wurde ist Notwendiges zur Ausführung der Entscheidung bereits im Menschen geschehen. Daraus folgte dann der Spruch: "Das Denken folgt der Handlung". Das erschütterte schon einige Weltbilder und der "freie Wille" bekam einen entscheidenden Schlag versetzt. Der Körper reagiert schon vor dem Bewußtsein einer Entscheidung. Aus dem kausalen Denkmuster heraus bricht die Welt zusammen. Ist Denken nur das Ergebnis materieller Manifestationen? Ganz im Gegensatz zu den Endeckungen der Physik, die immer weniger an eine Teilchenwelt festhalten kann und eine "geistige" oder "energetische" Welt näher rücken lässt.
Wir sehen im neuen Paradigma non-kausaler Denkweise, das alle Prozesse der Wirklichkeit holistisch verbunden sind und kein Anfang und kein Ende ersichtlich ist. Ein permanenter Prozess ohne Urgrund ist für uns schwer vorstellbar. Daher ignorieren so viele Menschen dies und fallen ins kausale Denkmuster zurück, das ihren praktischen Bedürfnissen scheinbar einfachere Lösungen ermöglicht. Also ist Denken etwas, was mehrere Aspekte bzw. Qualitäts-Ebenen besitzt?
Ein einfaches Konzept soll hier uns Klarheiten verschaffen. Nehmen wir an das die Grundlage von Materie eine attraktorisch strukturierte (informierte) Energie ist (O.K.ist doch nicht so einfach ;) ), dann ist jeder Mensch eine Informationsmatrix mit absolut individuellen Merkmalen (Einzigartigkeit). Zugleich ist ein Mensch ein quasi-geschlossenes System und trennt zwischen Innen und Außen, bildet also hier einen Ereignis-Horizont und dieser Ereignishorizont ist, das was in Zukunft das entscheidende am Mensch-sein ausmachen wird. Wir sind ständig in Prozessen des Austausches von Innen und Außen verstrickt und reorganisieren unsere Innenwelt systemerhaltend. Dazu haben wir das Organ der Nervenzellen, die die Organisation dieser Einheit bewältigt. Dieses teilweise reaktive "Denken" unserer Zellen ist die unterste Schicht und bildet, um es zu kategorisieren, den "Lebens-Willen". Das was aber über die Organisation des Individuums hinaus geht, das Vor-Ich-WIR sozusagen übernimmt in der Gemeinschaft die Systemerhaltung. Erst wenn wir die weitere Kategorie des bewußten Ichs erhalten beginnt auch eine Art Entscheidungsfähigkeit, die nicht den Systemerhalt als oberstes Prinzip verfolgen muß. Ich unterscheide den Systemerhaltenden morallosen Willen vom Freiheit ermöglichenden Geist eines bewußten Ichs. Meine Entscheidung und somit auch meine "Magie" ist dem Menschen also keinen freien Willen, sondern einen freien Geist zuzuordnen. Die Stärke des Geistes ist aber abhängig davon, wie dieser Raum eingeräumt wird und daher kann der systemerhaltende Wille unter hohem Stress durchaus den freien Geist leicht hinwegfegen. Beide, der "Wille" und der "Geist" nutzen das gleiche Organ das Nervensystem, um sich auszudrücken. Und alle drei, Wille, Geist und Körper sind der Ausdruck der individuellen Informationsmatrix. Letztere könnte auch fast als die Seele bezeichnet werden, die sich in dieser speziellen Kombination von Attraktoren ausdrückt und somit als unsterbliche Information präsentiert.
Freiheit, was bedeutet das nun für uns, wenn wir das Ich als den Ereignishorizont zwischen dem inneren und dem äußeren unendlichen Universen betrachten. Die Schnittstelle zwischen Innen und Außen, die entscheidet, was wir integrieren, was wir abspalten oder am Ereignishorizont abprallen lassen, ist das die Möglichkeit der Freiheit? Eine Kohärenz zwischen Innen und Außen herstellen?

Die Befreiung der Handlungsfähigkeit

Betrachten wir einen einzelnen Menschen separat ohne andere Menschen zu berücksichtigen, so als sei er nur alleine auf der Welt, dann können wir sagen er kann allein aus seinem Willen heraus handeln also vollständig willkürlich, denn es gibt niemanden der Ihn für das was er tut zur Rechenschaft ziehen kann und er muß sich vor niemanden außer vor sich selbst verteidigen. Der Mensch besitzt allein betrachtet eigentlich keine Notwendigkeit einen "Geist" zu entwickeln und Verhältnisse zwischen sich und anderen aufzubauen. Aus dieser künstlichen Vorstellung heraus können wir sagen das der "Geist" eine Instanz in uns ist die nur dann eine Möglichkeit bekommt sich zu entfalten wenn es auch andere Menschen gibt und der Mensch in der Lage ist diese anderen quasi in sich hinein zu nehmen. Es gehört also die Fähigkeit dazu das Gegenüber virtuell zu einem Teil von sich selbst zu machen. Erst dann macht eine Unterscheidung zwischen Wille und Geist einen Sinn und ist praktischerseits hervorragend geeignet das doppelte Wesen Mensch zu erkennen.
An anderer Stelle schrieb ich einmal der Mensch sei ein doppeltes Wesen. Er sei sowohl individuell als auch sozial in seinem Wesen. Er kann über sich als Einzelwesen denken als auch über sich als Teilnehmer einer Gemeinschaft und diese beiden Aspekte des Wesens des Menschen sind nicht immer in Übereinstimmung zu bringen.
Manches von dem was wir wollen ist nicht mit den anderen um uns herum vereinbar. Wir geraten in einen Konflikt zwischen unseren Wünschen und denen der anderen. Da nun die Fähigkeit des virtuellen Aufnehmens eines Anderen in uns mit einer Würdigung des Anderen zusammenhängt, können wir genau beobachten, das zwischen Handlungswillkür und Würdigung des Anderen ein Spannungsfeld entsteht. Ist ein Einklang zwischen Handlungswille und Würde erreicht so ist für beide Seiten die Situation tragbar.
Ist dieser Einklang nicht erreichbar dann besteht win Konflikt und es kann zu einem Gewaltakt kommen, denn eine Handlung kann einem Menschen nur durch Gewalt verwehrt werden.
Um nun zu verstehen wie es vermutlich in der wirklichen Entwicklung gelaufen ist können wir dieses künstliche Beispiel mit den geschichtlichen Kenntnissen koppeln.
In den Urgemeinschaften werden sich auf der Ebene des Einklanges eine Reihe von später als Kultur bezeichneten Vereinbarungen und Tabus entwickelt haben und somit eine Art Vorstufe des Rechts entsteht, die noch unaufgeschrieben sich im Wir-Bewusstsein der jeweiligen Gemeinschaft verankert haben. Je größer die Gemeinschaft wird desto umfangreicher die kulturellen "Regeln" und desto größer auch die Mißbrauchmöglichkeiten die sich ergeben. Schließlich wird es dazu kommen müssen, das mit der Erfindung der Schrift und anderer Symbole nicht nur die unausgesprochenen Vereinbarungen und die ausgesprochenen Vereinbarungen immer klarer hervortreten und formalisiert/symbolisiert werden. An irgendeinem Punkt der Geschichte tritt die virtuelle Person des Gemeinschaftswillen in Erscheinung und löst sich quasi von den Einzel-Menschen ab, bekommt eine eigene Dynamik die getragen wird von allen Menschen der Gemeinschaft. Dabei entstehen Gegensätze und Feindschaften zwischen der eigenen Gemeinschaft und fremden Gemeinschaften. Komplexe Werte-Systeme treffen aufeinander. Die Individuen jeder Gemeinschaft glauben sich selbst als die besseren Menschen, weil das Teil ihres Gruppenselbsterhalts ist und den jeweiligen Ereignishorizont zu anderen Gruppen ausmacht. Erst viele Jahrtausende später wird der Gedanke einer Menschheit möglich und mit diesem Gedanken beginnt eine Revolution im Recht.
Die "Gemeinschaftsseele" mußte erst einerseits genügend Selbsterhaltungskraft aufbauen, was im Laufe der geschichtlichen Änderungen sicher nicht einfach war und das Andererseits notwendig werden ließ nämlich eine hohe "Anpassungsfähigkeit" besser gesagt eine hohe Verkopplungsbereitschaft.
Das Bilden von größeren "Reichen", die durchweg behaupteten Weltreiche zu sein, korrespondiert mit der Bildung der Rechtssysteme ebenso, wie kulturelle Vorherrschaft auf wissenschaftlichen, militärischen und anderen Gebieten ihre strategische Vorteile in der Machtbildung einbringend insgesamt mit der Idee der Vererbung ganze Dynastien herausbilden mußte, die über Generationen hinweg das Schicksal einiger Gemeinschaften("Reiche") prägten.
Es ging eher um Dominanz in der Macht als um friedliches zusammenleben auch wenn dieses letztere Thema einige Gemeinschaften immer schon beschäftigte. Es brauchte seine Zeit bis die komplexität der einzelnen "Kultur-Körper" intern gefestigt genug war um A weitere Kulturaspekte aufzunehmen oder B andere Kulturaspekte zu tabuisieren oder zu vernichten. Friedliche Koexistenz gelang nur da, wo ein Gleich-Stark-Sein dies erzwang oder da wo ein offenes Verhältnis und starker Warenfluß existierte und so die Kompatibilität herstellte.
Bald jedoch sind Warenflüsse nicht nur ein kulturübergreifendes Mittel der annäherung sondern zugleich ein Ziel mittels dem Macht vergrößert werden konnte. GOLD reizt die Gier der Menschen.
Die Menschen hatten die Probleme zu lösen, die zwischen den Gemeinschaften und innerhalb der Gemeinschaften auftauchten und die jeweilige Identifikation des Einzelnen mit der Gemeinschaft störten. Auch Generationsübergreifende Streitigkeiten mußten entstehen und ihre Spuren in der Geschichte hinterlassen. Das was heute so gerne als Verschwörungstheorien gehandelt wird und wo dabei viel Geld verdient wird, zeigt sich hier eher als organisiertes krankhaftes nämlich sozio- oder psychopatisches Verbrechen und nicht so banal als Verschwörung.
Wir müssen feststellen, das der Versuch, gewissermaßen aus dem biologisch gewachsenen Selbstverständnis heraus soetwas wie Gerechtigkeit zu schaffen in der Gemeinschaft, kläglich an der traumatischen Verstrickung der Mächtigsten der Gemeinschaft gescheitert ist. Und gerade das Versagen der Ordnungsstrukturen und deren Mißbrauch zu dem führte was als erste Wende im Recht zu bezeichnen wäre und die Qualität des Rechts auf eine nächst höhere Stufe brachte. Jesus von Nazareth, wenn er keine literarische Erfindung ist, hat auf dem "Auge um Auge, Zahn um Zahn"-Rechtssystem, das weiterhin Wirkung hat, ein nächstes das "Verzeihende"-Rechtssystem gesetzt und er hat den Zugang zum Recht allen ermöglicht, die sich seinem Gott, dem vorgeblich Einzigen, als Kinder unterordnen und er hat damit das römische Rechts-Prinzip "du darfst nur das Recht vergeben das du selber hast" ausgenutzt, um durch die Erfüllung des römischen Besatzungsrechts die Besatzer handlungsunfähig zu machen.
Daher war es nötig wenn die Geschichtsdokumente nicht gefälscht sind das in einem Prozes von ca. 300 Jahren dieses "Erbrecht" des Christen so zu manipulieren das das römische IMPERIUM nicht gefährdet sei.
Mit dsem Konzil von Nicäa war es dann soweit und die Konstruktion des Brückenbauers konnte in Angriff genommen werden. Nach weiteren Jahrhunderten vereinte der Papst die Stellung des römischen Kaisers und des obersten Priesters in einer virtuellen Weise das er die spitze allen Rechts und daher auch aller Legitimation wurde. Und glauben Sie mir dieser "Friedens"-Posten wurde heiß umkämpft. 1200 Jahre später gab es die erste Menschenrechtserklärung auf "deutschem" Boden, die erstmalig im Urkundstext die Erwähnung aller Menschen in Bezug auf ein Recht setzte. Es sind die 12 Artikel von Memmingen, die hier gemeint sind und es dauerte weitere Jahrhunderte bis modernere Fassungen der Menschenrechts- oder Bürgerrechts-Erklärungen geschahen.
Immer aber wurden diese Verfasstheiten von Gemeinschaften bekämpft wie zur Zeit vor Nicäa und zur Zeit der Bauernkriege. Gelang es nicht diese ganze Schicht der rebellischen Bevölkerung niederzudrücken oder zu vernichten, dann wurde kurzerhand ein bestimmter Teil ausgewählt, die ein paar mehr Privilegien bekammen als andere und der Status Quo wurde aufrecht erhalten - "Systemerhaltend" - wobei nun schon das sozipopatische System durchaus gemeint sein kann, aber es bildet sich immer stärker auch eine Ebene zwischen den einzelnen Gemeinschaften und Kulturen aus und diese wird aufgrund der Tatsache, das die Kirche in vielen Ländern vertreten war durch die diplomatischen Fähigkeiten der Kirchenleute und ihrer quasi neutralen Glaubensposition statt einer politischenposition geprägt aus der später das "Völkerrecht" erwächst. Der zweite Aspekt ist allerdings das Handelsrecht, das durch die von den Feudalherren abgerungenen Rechte der Kaufleute und ihrer internationalen Tätigkeit entstand und ebenso die internationale Ebene bestimmt als Handels- und Kriegsrecht. Das eher noch feudale Landrecht, was nur unter zu Hilfename der 3-Elemente-Lehre und der Gebietskörperschaftlichkeit schwächelnd die Grundlage von demokratischen Ansätzen als politische Verwaltung anstelle des Königs und seiner Minister einfach nur nachahmte mangels damaliger befähigter Personen, wird derzeit als hinderlicher Bremsklotz der Entwicklung einer angeblich "europäischen Freiheit"(der Konzerne) destabilisiert seit den letzten 100 Jahren und nun in seiner Vernichtung zum Abschluß gebracht.
Die mnagischen Reflektionen von Freiheit und Sklaverei in kontrollierter Unverantwortlichkeit sind für einige Menschen nicht nur erschreckend, sondern jede Menschlichkeit erstickend, für andere hingegen ein Jahrmarkt neuer Möglichkeiten überheblicher Selbstüberschätzung und menschenverachtender Skrupellosigkeit.
Freiheit ist ein Begriff willkürlicher Definition geworden und wird als Synonym für Willkür und für die Vision einer Willkür verwendet. Kaum einer kann ein Freiheitsrecht mit Hilfe eines ihm zugeordneten Symbols beweisen. Und dieser Rechte-Beweis wird reduziert auf wenige Dokumente die inzwischen nur zur Zwanghaften Einordnung in die Herrschaft des Rechts dienen. Dies Dokumente sollen die Fiktion einer Freiheit erzeugen anhand deren Annahme der Richter nur jemanden bestrafen kann, denn ein Mensch der nicht verantwortlich ist für sein tun kann auch nicht bestrafgt werden. Um zu verantworten dient hier die Annahme der Freiheit des Handelnden als ungeprüftes fiktives Mittel ihn dann bei Verstoß gegen ein Gesetz verurteilen zu können, denn der Freie verantwortet selbst!

Freiheit und Selbst-Verantwortung

Wenn jedoch der Freie selbst auch die Verantwortung tragen soll, dann muß er zwangsläufig irgendwann einmal einverstanden mit den Regeln gewesen sein und dem Pakt beigetreten.
Wir nennen das heute die Konstitutive. Getrennt von den anderen Gewalten ist es die Macht jedes Menschen mit anderen zusammen eine oberste Ordnung aufzustellen und sich zu vereinigen zu einer Verfassungsgetragenen Vereinigung. Auch jede zukünftige Generation muß dieses Recht besitzen können. Ein Territorium wird zur Legitimation der Gemeinschaft nicht benötigt. Das bisher das Territorium eine so große rolle im Recht spielte, erklärt sich einerseits dadurch, das es über Grenzen sehr häufig Streitigkeiten gab, was allerdings kein ausreichender Grund ist nun daraus ein Element der Staatslegitimation zu machen. Dieser Grund kommt erst durch das imperiale Machtstreben, also das Weltmachtstreben hervor und zeigt, das durch die Besetzung von Ländern neue Rechtsbereiche der Verwaltung der Besatzung geschaffen werden mußten, die natürlich einen eingeschränkten Geltungsbereich hatten. Kriegsbeute mußte verteilt, Belohnungen für gut geführte Schlachten oder andere Taten gegeben werden und das sicher nicht aus der eigenen Tasche, sondern eben aus dem besetzten Land. Einige Familien wurden bevorzugt von den Römern mit Privilegien ausgestattet, sogar vom Prinzip her mit dem römischen Vollbürgerrecht das dem eines absolutistischen Königs unter Gleichen, entsprach. Die These geht soweit, das der sogenannte germanische Ur-Adel im Grunde nichts anderes als diese privilegierten Familien waren, die fortan ihr "Reich" im Sinne Roms zu führen hatten. Das heilige römische Reich deutscher Nation bekam nach und nach tatsächlich die Funktion einer Supra-nationalen Einheit dieser Familien, die jeweils ihre Untertanen auf ihrem Land(geliehen oder ererbt) beherrschten und somit die ersten Sachwalter Roms in Mitteleuropa waren.
Unter diesen Bedingungen für Freiheit einzutreten, die die Konstitution einer Oberstenordnung aus den Menschen heraus, wie es schon Jesus Aussprüche nahelegten, zu realisieren, kostete sehr vielen Menschen das Leben. Und verursachte Traumata und Leid über Generationen hinweg. Wenn wir heute von einem Friedensvertrag mit der Vergangenheit sprechen, der erst eine Freiheit unter anderem möglich machen wird, so ist es diesem Grauen der Vergangenheit geschuldet und dieser Friedensvertrag ist nicht ein einmaliges Ereignis, sondern ein Forschungsprozess in Sachen generationsübergreifender Traumas. Es geht hier auch nicht darum Schaden wieder gut zu machen, obwohl das dabei passieren kann, es geht vielmehr darum durch Wahrheitssuche die tatsächlichen Geschichtsereignisse herauszufinden, soweit es geht und den Menschen dadurch das Verzeihen zu ermöglichen. Das Gerechtigkeitsempfinden wurde zuerst entwickelt, symbolisiert im "Zahn um Zahn"-Prinzip, aber das "Verzeihens"-Prinzip ermöglicht uns erst den aus unterschiedlicher Rechtsauffassung entstehenden Rache- und Vergeltungs-Zyklus zu durchbrechen.
Das Motto:
Keine Rache! - Das Problem erkennen und eine Lösung dazu erfinden!
Ist hier der einzige bisher erschienene Weg der uns zu bleiben scheint.
Als Einzelne können wir willkürlich handeln und haben somit volle noch neutral zu betrachtende Handlungsfähigkeit. Kommen wir in Gemeinschaft kann unsere Handlung eine Form der Gewalt annehmen, weil wir gegen die Würdigung eines Anderen verstoßen. Unsere Handlungsfähigkeit wird eine Handlungsgewalt und wenn wir frei sein wollen eine Verantwortung über die Handlungsgewalt, da jede unserer Handlungen jemand Anderen auf der Erde in seiner Entfaltung einschränken könnte.
Wir müssen abwägen, ob die genossene Handlungsfreiheit wertvoller ist als die erduldete/inkaufgenommene Würdeverletzung.
Niemand kann aber in eigener Sache Richter sein, wenn wir es genau nehmen und daran denken, das ein Betroffener immer auch Befangen sein muß.
Einen Streit untereinander schlichten mag gehen, bei gutem Willen, kann aber auch scheitern. Das Recht, auch das Herrschaftsrecht, dient zum Teil also der einfachen Tatsache, das zwei Parteien nicht die notwendige Neutralität erreichen können. Allerdings sollten wir bei dieser Verallgemeinerung daran denken, das im Herrschaftsrecht keine wirklich neutrale Position vorhanden ist(und das hat diverse Gründe), die im neuen Rechtskreis aber nicht vorhanden sein sollten.
Das Herrschaftsrecht (bzw. die dieses Recht organisierenden Herrscher) hat(haben) uns in einer Rechtsfiktion gehalten, die eine Mischung aus natürlichem persönlichem Rechtsempfinden, vererbter Macht- und Rechte-Legitimation, (Besatzungs-)Verwaltungs-Formalismen, dem Rechtsempfinden geschuldeten Grundwerten als Feigenblattgesetze und Gummiparagrafen in die Ketten der Handels- und Kriegs-Sklaverei überführt hat(haben) - entmenscht als Sach- und Vertragsgegenstand, der auf einer höheren Ebene mit diesen entmenschten zur Ware gemachten Wesenheiten handelnde, sich seiner Natürlichkeit bewußte Mensch, muß folglich ein gewisses Maß an Skrupellosigkeit besitzen, sonst könnte dieser Mensch seine Position nicht ertragen. Das deshalb in solche Positionen insbesondere Sozio- und Psychopathen zu finden sind, erklärt sich von selbst. Ohne den oben angesprochenen Friedensvertrag mit der Vergangenheit kommen wir folglich keinen Schritt weiter, denn die Traumas blieben bestehen.
Erst die Fähigkeit solche Traumas auch Generationsübergriefend aufzulösen kann den Friedensvertrag erfüllen. Es ist also weit mehr als ein Friedensvertrag, es ist vielleicht eine Art Testament was wir mit der Vergangenheit schließen müssen. Ein Testament ist ein Vertrag über die Ausübung des letzten Willens einer Person nach seinem Tod. Wenn also der Vertrag den wir schließen während wir den Vertrag schließen nicht erfüllbar ist, weil das Leid ja bereits geschehen und eine Heilung der Situation in der Zukunft liegt, so ist die Erfüllung dieses Friedensvertrages eine Sache der Nachfolge des Friedensvertrags geworden also eine Art Testament. Auch für die Zukunft ist deshalb ein solcher Vertrag möglich und nötig. Zum einen sollten wir unsere Nachkommen bereits jetzt um Verzeihung bitten weil wir ihre Möglichkeiten durch unseren Raubbau bereits verringert haben und zum Zweiten ist hier wieder eine besondere Situation, quasi ein Prä-Testament, denn diesmal muß die Handlung erfolgen, obwohl die Zukunft und die Erfüllung des Friedensvertrages mit der Zukunft noch nicht da sein kann. Wir wissen nicht, was wir unseren Nachkommen aufheben sollen, damit ihr Leben gesichert ist.
Beide Vertraglichkeiten mit der Vergangenheit und der Zukunft - mit eher prinzipiellen Charakter - entbinden uns nicht in der Gegenwart ebenfalls Friedensverträge abzuschließen. Aus dem neuen Verständis ist aber gewiss, das diese Verträge einen ähnlichen Charakter haben wie die Konstitutive, denn jede Generation sollte diese Verträge erneuern können.
Die Selbstverantwortung eines freien Menschen mit natürlicher Person als Erleichterung des gemeinschaftlichen Umgangs ist immer nur so gut wie der Mensch sehen kann. In einer heutigen Welt in der die Lüge eines der häufigsten Mittel ist mit der wir kommunizieren erscheint es aussichtslos aus der Ellenbogengesellschaft auszubrechen und doch können es einige schaffen und haben den freien Zugang zur naturrechtlichen Basis freigelegt. Nun wird sich zeigen, ob die Menschheit Verwendung findet.